Eishockey in Weißwasser
: Wichtige Forderung – Lausitzer Füchse müssen Lausitzer Füchse sein

Das erste Heimspiel der Lausitzer Füchse in der Playoff-Serie gegen Kassel hat eine große Bedeutung für dieses Viertelfinale. Trainer Väkiparta gibt die Richtung für die Partie am Freitag in Weißwasser vor.
Von
Frank Noack
Frank Noack
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  • Die Lausitzer Füchse um Torhüter Matthew Galajda standen im ersten Spiel gegen die Kassel Huskies oft unter Druck.

    Die Lausitzer Füchse um Torhüter Matthew Galajda standen im ersten Spiel gegen die Kassel Huskies oft unter Druck.

    JMD-Photographie/Jan-Malte Diekmann
  • Trainer Petteri Väkiparta (Lausitzer Füchse) fordert eine bessere Defensivleistung von seiner Mannschaft.

    Trainer Petteri Väkiparta (Lausitzer Füchse) fordert eine bessere Defensivleistung von seiner Mannschaft.

    Thomas Heide
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Wie offen können die Lausitzer Füchse das Playoff-Viertelfinale gegen den DEL2-Topfavoriten Kassel Huskies halten? Diese Frage schwebt in jeder Partie über der Serie nach dem Modus „best of seven“.

In Spiel Nummer eins am Mittwochabend in Kassel konnte Weißwasser lediglich das erste Drittel offen gestalten und ging sogar in Führung. Nach dem 1:1-Ausgleich kurz vor der ersten Sirene ging bei den Gästen jedoch nicht mehr viel. Hauptrunden-Meister Kassel legte im zweiten Drittel so richtig los und entschied mit drei Treffern das Spiel relativ mühelos zu seinen Gunsten.

Von Trainer Petteri Väkiparta gab es nach dem Spiel zwar ein Lob für den guten Start seines Teams – aber auch eine wichtige Forderung. „Wir müssen schnell lernen, besser zu verteidigen. Im zweiten Spiel müssen wir deutlich besser sein“, erklärte Väkiparta. Spiel zwei findet am Freitag um 19.30 Uhr in Weißwasser statt.

Auch dann sind die Rollen zwischen beiden Team wieder klar verteilt. Kassel als Aufstiegs-Favorit Nummer eins möchte so schnell wie möglich durch diese Viertelfinalserie rauschen – also in vier Spielen. Die Lausitzer Füchse dagegen hoffen auf ein temporäres Erfolgserlebnis: zum Beispiel den Favoriten mal in die Verlängerung zwingen. Oder vielleicht sogar ein Spiel in dieser Serie gewinnen.

Dazu muss die Mannschaft in erster Linie die Forderung von Väkiparta umsetzen und besser verteidigen als am Mittwochabend in Kassel. Anders formuliert: Die Lausitzer Füchse müssen wieder Lausitzer Füchse sein. Denn gerade diese Defensivstärke war es, die Weißwasser bis ins Viertelfinale gebracht hat. In der Hauptrunde war man die Mannschaft mit den wenigsten Gegentoren.

Weißwasser spielt am Freitag gegen Kassel

Dazu kommt, dass Fehler in dieser Phase der Saison ganz besonders schmerzhaft sind. Erstens, weil solche Fehler in den Playoffs gnadenlos bestraft werden. Und zweitens, weil der Tank der meisten Füchse-Spieler schon ziemlich leer ist. Das ist nach einer langen Hauptrunde sowie den kräftezehrenden Pre-Playoffs gegen den EC Bad Nauheim keine wirkliche Überraschung. Umso wichtiger ist es, am Freitagabend im ersten Heimspiel in dieser Serie die Fehlerquote deutlich zu reduzieren.

Übrigens: Das zweite Spiel war auch im vergangenen Jahr das engste in der Viertelfinalserie zwischen den Kassel Huskies und den Lausitzer Füchsen. Kassel setzte sich in der Serie zwar letztlich mit 4:0 durch – der Topfavorit musste aber vor allem in Spiel zwei in Weißwasser hart kämpfen. Mit den Fans im Rücken gelang den Füchsen damals die Führung durch Eric Valentin in der 12. Minute. Im Mitteldrittel drehte der Favorit dann mit den Toren von Joel Lowry (35.) und Joel Keussen (37.) die Partie. Zudem ist aus diesem Spiel ein Faustkampf zwischen Füchse-Kapitän Clarke Breitkreuz und Lowry in Erinnerung geblieben.

Kurzum: Am Freitagabend ist aus Sicht der Lausitzer Füchse ein guter Zeitpunkt, um die Viertelfinalserie gegen Topfavorit Kassel wieder etwas offener zu gestalten.