Unfall auf A72: Unfall mit Reisebus – medizinisches Problem beim Fahrer

Ein Reisebus ist auf der A72 im Vogtland verunglückt. Der Bus landete neben der Autobahn im Gebüsch, kippte aber zum Glück nicht um.
Mike Müller/TNN/dpaEin Reisebus ist auf der Autobahn A72 im sächsischen Vogtland verunglückt. Dabei wurden nach Polizeiangaben sieben Menschen verletzt. Der 62 Jahre alte Busfahrer erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei auf Anfrage mitteilte. Unter den Verletzten ist auch ein 13 Jahre altes Mädchen. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.
Gesundheitliche Probleme des Busfahrers haben nach ersten Erkenntnissen der Polizei zu dem Unfall mit einem Reisebus auf der Autobahn 72 im sächsischen Vogtland geführt. Hinweise auf andere Ursachen wie einen technischen Defekt oder die Beteiligung anderer Fahrzeuge gibt es derzeit nicht, wie eine Polizeisprecherin auf Anfrage sagte. Gegen den 62 Jahre alten Busfahrer werde nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.
Der Bus mit 40 Passagieren aus dem sächsischen Bad Lausick war auf dem Weg nach Bayern. Das Fahrzeug kam zwischen den Anschlussstellen Treuen und Plauen-Ost von der Fahrbahn ab, geriet in den Seitengraben und kam schließlich in einem Gebüsch zum Stehen. Die Passagiere mussten in dem Unglücksfahrzeug ausharren, bis die Feuerwehr die Türen öffnen konnte.
Autobahn A72 für zwei Stunden komplett gesperrt
Man könne von Glück reden, dass der Bus nicht umgekippt und noch mehr passiert sei, betonte er. Der Unfall weckte Erinnerungen an das Busunglück Ende März auf der A9 bei Leipzig. Damals war ein Doppeldeckerbus mit 54 Menschen an Bord von der Fahrbahn abgekommen und auf die Seite gestürzt. Vier Frauen starben.
Die Autobahn wurde am Sonntag für knapp zwei Stunden komplett gesperrt. Seit den Mittagsstunden ist zumindest eine Fahrtrichtung wieder freigegeben. „Die Fahrtrichtung Hof bleibt für die Bergungsarbeiten aber noch für einige Stunden gesperrt“, betonte der Polizeisprecher. Der Schaden liege in einem hohen fünfstelligen Bereich.
Die unverletzten Passagiere wurden vom Technischen Hilfswerk betreut und bis zur Weiterfahrt in einem Ersatzbus in einer nahe gelegenen Stadt untergebracht.
