Jörg Urban (AfD): Steckbrief und Werdegang des Spitzenkandidaten für Sachsen

Jörg Urban, Vorsitzender der AfD in Sachsen und Spitzenkandidat – ein Steckbrief mit allen wichtigen Infos zu Lebenslauf, Familie und Beruf.
Kay Nietfeld/dpaAm Sonntag (1. September) fanden die Landtagswahlen in Sachsen statt. Die Alternative für Deutschland (AfD) landete nach vorläufigen Zahlen auf Platz 2 mit 30,86 Prozent und verfehlte ganz knapp den ersten Platz, den aktuell die CDU mit 31,9 Prozent belegt. Wir stellen den Spitzenkandidaten der AfD, Jörg Urban, mit einem kurzen Steckbrief vor.
Überblick:
- Steckbrief
- Herkunft und Lebenslauf
AfD-Spitzenkandidat: Kinder, Geburtstag und Beruf
- Name: Jörg Urban
- Geburtsort: Meißen
- Geburtstag: 4. August 1964
- Konfession: konfessionslos
- Familienstand: verheiratet
- Kinder: drei Kinder
- Beruf: Wasserbauingenieur, Politiker
- Partei: Alternative für Deutschland (AfD)
- Social Media: X (ehemals Twitter), Facebook, LinkedIn
- Offizielle Webseite: Dazu konnte die Redaktion keine Informationen finden.
Lebenslauf und Werdegang von Jörg Urban
AfD-Partei- und Fraktionschef Jörg Urban (59) stammt aus Meißen. Er studierte an der TU Dresden Wasserbau und legte später ein Aufbaustudium für Umweltschutz nach. 2013 trat er nach einem kurzen Intermezzo bei der Piratenpartei in die AfD ein und wurde im Jahr darauf in den sächsischen Landtag gewählt.
Bis dahin hatte Urban als Geschäftsführer der Umweltinitiative Grüne Liga gearbeitet und war zeitweilig bei einem Aufforstungsprojekt in Madagaskar im Einsatz. Auch für den Abriss der damals umstrittenen Dresdner Waldschlößchenbrücke setzte sich Urban ein.
Im Februar 2018 wurde Jörg Urban Vorsitzender seiner Partei in Sachsen und löste damit Frauke Petry ab. Auch den Vorsitz in der AfD-Landtagsfraktion hat er inne. In seinen Reden malt er meist ein äußerst düsteres Bild von der Lage in Deutschland und Sachsen. Die Einstufung der sächsischen AfD als rechtsextrem weist Urban stets zurück. Er gilt nicht gerade als Hardliner, scheut aber auch die Nähe zum Thüringer AfD-Rechtsaußen Björn Höcke nicht.
Urban nach der Wahl: Ergebnis unter den Erwartungen
Als AfD-Landesvorsitzende verwies Urban darauf, dass die AfD trotz eines bisher nicht erlebten Widerstandes das beste Ergebnis in Sachsen erreicht habe. Aber: „Wir sind unter unseren Erwartungen geblieben, wir hätten gern etwas mehr gehabt.“ Er sieht die AfD als Volkspartei etabliert, da über die Hälfte sie aus Überzeugung wählten. In Sachsen ist die Partei vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.
Alle Ereignisse des Wahltages in Sachsen können Sie hier noch einmal nachlesen.
Urban fordert auf: Keine Politik gegen Wählerwillen
Jörg Urban hat die sächsische CDU indirekt zur Zusammenarbeit aufgefordert und vor dem Versuch gewarnt, „gegen den Wählerwillen Politik zu machen“. Die bisherige Koalition aus CDU, SPD und Grünen habe keine Mehrheit mehr, sagte er bei der Landtagswahl-Nachlese seiner Partei in Berlin. Über 60 Prozent der Wähler hätten sich für AfD oder CDU entschieden. „Wir schauen jetzt, wie sich das sortiert.“

