Lange war die Tschechische Republik weitestgehend von Corona verschont gewesen. Nun sind jedoch die Infektionszahlen gestiegen. Für die besonders betroffene Hauptstadt Prag gibt es sogar vom Auswärtigen Amt nun eine Reisewarnung. Die Stadt wurde zum Risikogebiet ernannt. Damit gehen strenge Regelungen für Reiserückkehrer einher.
In einer Pressemitteilung des Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt heißt es: „Für Personen, die aus einem Risikogebiet (gemäß Robert-Koch-Institut) nach Sachsen einreisen, gilt die Pflicht zur Testung, zur sofortigen häuslichen Absonderung und zur Meldung beim Gesundheitsamt am Wohn- beziehungsweise Aufenthaltsort.“

Ausnahmeregelung für Grenzpendler gab es schon einmal

Auch Grenzpendler müssen sich daran halten – noch. Denn ab Samstag, 12. September, soll eine Ausnahmeregelung, die auch für Diplomaten gilt, in Kraft treten. Die Sächsische Quarantäne-Verordnung wurde dafür entsprechend angepasst, wie aus der Pressemitteilung hervorgeht.
Diese Regelung war schon im April notwendig geworden, wie Gesundheitsministerin Petra Köpping sagt. Diese habe sich bewährt: „ Aus diesem Grund nehmen wir die damals getroffenen Ausnahmen wieder in unsere Quarantäne-Verordnung auf. Es ist uns wichtig, dass diejenigen, die in Sachsen beispielsweise im gastronomischen oder pflegerischen Bereich tätig sind, weiterhin problemlos ihrer Beschäftigung nachgehen können.“ In Cottbus gab es erst kürzlich einen weiteren Coronafall – der Infizierte hatte sich vermutlich in Prag angesteckt.