Corona in Sachsen
: Beginn der Weihnachtsferien soll vorgezogen werden

Wegen der weiter hohen Infektionszahlen will Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) den Beginn der Weihnachtsferien vorziehen.
Von
dpa, boc
Dresden
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Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, will den Beginn der Weihnachtsferien im Freistaat vorziehen.

Sebastian Kahnert, dpa

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat vorgezogene Weihnachtsferien für den Freistaat angekündigt. „Ziel ist, dass sie etwas früher beginnen, so ab dem 18. Dezember“, sagte er einen Tag vor den neuen Beratungen der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch in Berlin. Das Fest solle mit weniger Personen als sonst, aber als Familienfeier möglich sein.

Corona–Situation in Deutschland ist ernst — aber beherrschbar

Angesichts der noch immer zu hohen Infektionszahlen forderte Kretschmer eine Verhaltensänderung. „Jeder hat Verantwortung für sich und seinen Nächsten.“ Man müsse einander im Privaten, im Arbeitsumfeld, aber auch in der Freizeit so begegnen, dass man bei eigener Infektion andere nicht ansteckt. „Das heißt Abstand, Masken, Kontakte vermeiden.“

Die Situation ist laut Kretschmer ernst, in Deutschland aber für alle beherrschbar. „Es braucht nur einen gewissen Grundkonsens in der Gesellschaft, dass wir Rücksicht nehmen müssen.“ Die Zahl der Infektionen müsse zurückgehen, ansonsten könne die medizinische Versorgung in den schwierigen Wintermonaten nicht garantiert werden. „Es ist ein Virus in der Welt, das auf unsere Bedürfnisse wenig Rücksicht nimmt, oder überhaupt keine. Und wir entscheiden selbst, wie wir durch diese Zeit kommen.“

1563 Neuinfektionen in Sachsen an einem Tag

Das Gesundheitsministerium meldete am Dienstag 1563 neue Corona–Infektionen im Vergleich zum Vortag. Damit wurden seit Beginn der Pandemie im März mehr als 46 200 Infektionen durch Labortests bestätig. Die Behörde registrierte zudem binnen eines Tages 28 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid–19 — die Zahl der Opfer steigt damit insgesamt auf 706. Mehr als 1800 Patienten werden derzeit in den Krankenhäusern behandelt, davon 344 auf der Intensivstation. Die Zahl der Neuinfektionen auf jeweils 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt in Sachsen mittlerweile bei 219.

Am Freitag will das Kabinett in einer Sondersitzung über neue Corona–Schutzmaßnahmen für den Freistaat entscheiden.

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