• Im Impfzentrum in der Stadt Chemnitz gab es eine Panne.
  • 17 Menschen haben nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung in Sachsen Astrazeneca erhalten.
  • Sie sollten eigentlich mit dem Impfstoff von Moderna gegen Corona-Infektionen geimpft werden.
Eine Panne am Impfzentrum Chemnitz in Sachsen hat dazu geführt, dass 17 Menschen versehentlich mit Astrazeneca statt Moderna geimpft wurden. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung konnte noch nicht genau herausgefunden werden, wer diese Personen tatsächlich waren.
In dem Zeitraum am Dienstag,18.05.2021, seien 69 Menschen an der betreffenden Impfstrecke geimpft worden. Sie seien schriftlich informiert worden, sagte Vorstandsvorsitzender Klaus Heckemann. Zum genauen Alter der Betroffenen konnten keine Angaben gemacht werden.
RKI Corona Zahlen Brandenburg Sachsen Inzidenz und Fallzahlen aktuell am 23.05.2021

Cottbus

Die Ständige Impfkommission empfiehlt den Astrazeneca-Impfstoff für Personen ab 60 Jahren zu verwenden. Nach ärztlicher Aufklärung und Einwilligung ist aber auch ein Impfen Jüngerer möglich. In Sachsens Impfzentren wird das Vakzin regulär an über 60-Jährige verabreicht. Seit kurzem bieten die sächsischen Impfzentren aber auch Impfungen damit für Menschen ab 40 Jahren an.

Impfpanne in Sachsen: Kassenärztliche Vereinigung bedauert Verwechslung

„Erste Studiendaten aus England zeigen eine ebenfalls sehr gute Wirksamkeit, wenn verschiedene Impfstoffe bei Erst- und Zweitimpfung verabreicht werden“, betonte die Kassenärztliche Vereinigung in ihrer Mitteilung. Sie bedauerte die Verwechslung.
„Leider konnte dies trotz höchster Sicherheitsmaßnahmen und Kontrollmechanismen nicht verhindert werden“, hieß es bei der KV weiter. Es sei sehr misslich, dass die Ampullen beider Vakzine das gleiche Volumen hätten und auch ihre Abdeckung farblich gleich sei. Das begünstige eine Verwechslung, erklärte Heckemann auf Nachfrage.
Den Angaben nach wurden nach der Panne personelle Konsequenzen gezogen. Zudem würden die Abläufe erneut geprüft und die Mitarbeiter der Impfzentren entsprechend instruiert.

Impfpanne in Sachsen: Betroffene können Sonder-Telefonnummer anrufen

Die Betroffenen seien per Brief über weitere Handlungsempfehlungen informiert worden, hieß es. Zudem könnten sie sich über eine Sonderrufnummer mit ihren Fragen an einen erfahrenen Impfarzt wenden.
„Wir stehen mit der Kassenärztlichen Vereinigung in engem Kontakt und begrüßen den verantwortungsvollen Umgang bei der Aufklärung des Vorfalls, damit Betroffene ihre Fragen stellen können“, schrieb das Gesundheitsministerium in Sachsen auf Twitter.
Nachdem die Verwechslung der Impfstoffe festgestellt wurde, sei das Ministerium sofort informiert worden.
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