Corona im Kreis Görlitz
: Sachsen vergibt noch keine individuellen Impftermine

Sachsen hinkt beim Impfen gegen das Coronavirus hinterher. Zwar ist es denkbar, dass die Impfzentren im Freistaat am 11. Januar starten. Individuelle Impftermine werden aber noch lange nicht vergeben.
Von
Regina Weiß
Weißwasser/Dresden
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13 Impfzentren gibt es Sachsenweit. Das Deutschen Roten Kreuz baut diese auf.

Peter Endig

Christian Kittner aus Weißwasser ist aufmerksamer Leser der Lausitzer Rundschau. Derzeit interessiert ihn vor allem der Fortgang beim Thema impfen. „Nicht alle Senioren haben Zugang zum Internet. Aber die möchten doch auch genau wissen, wann sie mit ihrer Impfung an der Reihe sind“, regt der Mann eine Nachfrage an.

Sachsens Impfzentren sollen am 11. Januar starten

Das zentrale Impfzentrum für den Kreis Görlitz befindet sich in Löbau. „Ich würde mit einer Lebensgefährtin dort auch gern hinfahren, um mich impfen zu lassen. Nur muss ich vorher wissen, wie alles vonstatten geht“, so der 84–Jährige.

Bis dato laufen Impfungen in Senioreneinrichtungen und in den Krankenhäusern. Voraussichtlich ab dem 11. Januar soll mit den Corona–Schutzimpfungen in den Impfzentren begonnen werden. Das teilt Juliane Morgenroth, Pressesprecherin des Sozialministeriums, der Rundschau mit. Dann sei auch eine Anmeldung für die zunächst priorisierten Gruppen möglich.

Höchste Priorität haben über 80–Jährige, Pflegebedürftige und Pflegekräfte in Heimen und bei ambulanten Diensten, Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen (Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste).

Terminvergabe für Impfungen erfolgt über eine Hotline oder online

Die Terminvergabe erfolgt über eine zentrale Hotline oder im Internet. Die telefonischen Kontaktdaten werden dazu rechtzeitig veröffentlicht. Die Termine zur Impfung werden an entsprechend priorisierte Personengruppen je nach Verfügbarkeit vergeben. Noch ist offiziell nicht bekannt, wann diese Terminvergabe startet.

Bis voraussichtlich Mitte Januar 2021 wird es laut Ministerium keine individuellen Termine für Impfungen gegen das Coronavirus in Sachsen geben. Pro Tag sollen in Sachsen bis zu 13.000 Bürgerinnen und Bürger geimpft werden. Das DRK stellt gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung das Personal in den Impfzentren.

Die Beschaffung von 1,2 Millionen Spritzen und Kanülen läuft auf Hochtouren. Die Impfstofflieferung, die der Bund verantwortet, erfolgt in Teil–Chargen. Die verfügbaren Mengen an Impfdosen werden gemäß dem Bevölkerungsanteil an die Länder verteilt.