Carolabrücke in Dresden: Baufirma startet mit Abriss der verbliebenen Brückenzüge

Der Brückenzug B der Carolabrücke in Dresden stürzt bei den Abrissarbeiten kontrolliert ein.
Robert Michael/dpa- Abriss der Carolabrücke in Dresden geht voran, Trümmer bis Ende 2025 verschwunden.
- Beide Teile der Brücke kontrolliert eingestürzt, liegen nun in der Elbe auf Fallpolstern.
- 120-Tonnen- und 70-Tonnen-Bagger im Einsatz, arbeiten sechs Tage die Woche.
- Brückenmittelteile A und B zerstört, Abbruch des Mittelteils dauert zehn Wochen.
- Elbe gesperrt für Schiffsverkehr, Brücke seit 11. September 2024 geschlossen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bei den Abrissarbeiten an der Dresdner Carolabrücke sind am Donnerstag (12. Juni 2025) die beiden zuvor noch stehenden Teile wie geplant gefallen. Die Mittelteile der beiden nicht vom Einsturz im September 2024 betroffenen Züge A und B liegen nun auf den zuvor aufgeschütteten Fallpolstern in der Elbe.
Die Trümmer sollen zerteilt und abtransportiert werden. Dafür stehen laut Angaben der Stadt Dresden bis zu zehn Bagger und fünf Lkw bereit. Gearbeitet wird sechs Tage die Woche – bis Jahresende 2025 sollen die Reste des Bauwerks komplett beseitigt sein.
120-Tonnen-Langarmbagger mit 40-Meter-Arm im Einsatz
Der Abbruch der noch stehenden, äußerlich unversehrten Verkehrszüge hatte am Morgen begonnen. Zum Einsatz kamen ein 120-Tonnen-Langarmbagger, der mit seinem 40-Meter-Arm über beide Verkehrszüge greifen kann, sowie ein 70-Tonnen-Bagger mit einem 25-Meter-Ausleger am Neustädter Ufer.

Der Brückenzug A der Carolabrücke in Dresden ist bei den Abrissarbeiten eingestürzt.
Robert Michael/dpaDie beiden Bagger zerstörten von oben zuerst den Asphalt der Fahrbahn sowie den Beton der Fahrbahnplatte und legten dann die Spanndrähte frei. Diese wurden mit kräftigen Scheren zerschnitten.
Am frühen Nachmittag brachten sie so zunächst den Mittelteil des Brückenzugs A und wenige Stunden später des Brückenzugs B zum Fall. Die Fallpolster, auf denen sie zum Liegen kamen, waren zuvor aus etwa 13.000 Tonnen Material in dem Fluss gebildet worden.
Abbruch des Mittelteils dauert zehn Wochen
Der dritte Verkehrsstrang der Carolabrücke in Dresden war in der Nacht zum 11. September 2024 überraschend auf etwa 100 Metern Länge eingebrochen. Seitdem ist das Bauwerk aus DDR-Zeiten gesperrt.
Für den Abbruch des Brückenmittelteils über dem Fluss rechnen die Fachleute mit zehn Wochen. Die Elbe in Dresden bleibt dort so lange für den Schiffs- und Bootsverkehr komplett gesperrt.
