Brand in Saathain: Storch löst Feuer am Trafohäuschen aus

Auf den Leiterseilen dieses Trafohäuschen in Saathain hat ein Storch versucht, ein neues Nest zu bauen.
Andreas Richter- Ein Storch löste in Saathain Feuer aus, als er ein Nest auf einem Trafohäuschen baute.
- Feuerwehr-Ortswehrführer Alexander Pötzsch vermutet feuchte Zweige als Ursache des Kurzschlusses.
- Plastikschutzkappe am Trafohäuschen brannte, Feuer erlosch von allein.
- Mitarbeiter des Energiedienstleisters entfernten Nestmaterial.
- Storchenpaar baut neues Nest am Kindergarten Saathain, nahe Feuerwehrgerätehaus.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Über Ostern hat nicht nur der Besuch des Osterhasen auf dem Sportplatz in Saathain (Landkreis Elbe-Elster) – zum 75. Mal hat er die Kinder beglückt – sondern auch ein Storch für Aufsehen gesorgt. Sogar Feuerwehralarm löste der Vogel aus.
Der Storch hatte sich auf dem Trafohäuschen im Ort niedergelassen und dort mit dem Horstbau begonnen. Stromführende Leiterseile hatte er als „Bodenplatte“ genutzt.
Feuerwehr-Ortswehrführer Alexander Pötzsch: „Vermutlich waren Zweige feucht und haben einen Kurzschluss ausgelöst.“ Dabei habe sich gar nicht das übrige Nest entzündet, sondern eine Plastikschutzkappe am Trafohäuschen. Als die verbrannt war, sei das Feuer von allein ausgegangen.
Mittels Hubsteiger das Nestmaterial entfernt
„Wir haben trotzdem eine Wasserversorgung aufgebaut und den Energiedienstleister Mitnetz informiert“, sagt Alexander Pötzsch. Die Mitarbeiter seien an den Einsatzort gekommen und hätten das Nestmaterial mittels Hubsteiger von den Leiterseiten geholt.

Branderlebnis gut verkraftet: Inzwischen versuchen zwei Störche ein Nest auf einem Strommast am Kindergarten Saathain zu bauen.
Andreas RichterStörche kommen schon seit vielen Jahren nach Saathain. So berichtet Einwohner Gerhard Heinrich, dass auf dem Bauernhof Schnelle in der Breiten Straße seit den 1920-er Jahren das Storchennest die Scheune krönt. „Die Störche waren immer da. In den 90er-Jahren drohte der Giebel der Scheune mit dem Storchennest abzustürzen. Mit viel Kraft wurde das Scheunendach erneuert“, so Gerhard Heinrich. Das Storchennest erhielt aufwendig ein Wagenrad als Grundlage. „Doch der Storch nahm das neue Nest nicht an. Er siedelte die folgenden Jahre an verschiedenen Stellen im Ort und manchmal auch nicht“, so der Senior.
In Saathain ist der Storch bei Wohnungssuche wählerisch
Die Saathainer hätten in der Folge die Initiative ergriffen, um dem Storch am Gut, schön gelegen an den Wiesen und Auen, durch einen hohen Mast eine neue Bleibe anzubieten. Einmal richtig angesiedelt, so sagen die Naturschützer, kommt der Storch fast immer wieder zum gleichen Ort zurück.
Zurzeit versucht das Storchenpaar am Kindergarten „Zwergenhaus“, und das sicherlich zur Freude der Kita-Kinder, ein neues Nest zu bauen. Aber leider wird wieder auf einem Strommast gebaut. Da bleibt nur ein kleiner Trost: Das neue Nest steht nicht mal 100 Meter Luftlinie vom Feuerwehrgerätehaus entfernt. Oder wird sich der Energieversorger auch da helfend einbringen?

