Bahn in Ostsachsen
: Züge von Dresden nach Zittau fahren bald wieder ungestört

Eine marode Bahnbrücke stört derzeit den Zugverkehr zwischen Ebersbach und Zittau. Doch schon bald können die Züge wieder fahren.
Von
dpa
Zittau
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Bahnverkehr in Sachsen: ARCHIV - 19.03.2024, Sachsen, Dresden: Ein Trilex-Zug der Länderbahn mit der fährt über die Marienbrücke. (Aufnahme mit langer Belichtungszeit). Die Länderbahn ist ein privates Eisenbahnverkehrsunternehmen im Personennahverkehr und bietet Verkehrsdienstleistungen in Deutschland und Tschechien an. (zu dpa: «Kabel durchtrennt - Zugverkehr in Ostsachsen gestört») Foto: Robert Michael/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Trilex-Zug der Länderbahn fährt über die Marienbrücke in Dresden. Eine Streckensperrung sorgte seit Ende Juli 2025 für erhebliche Probleme im Zugverkehr im Ostsachsennetz.

Robert Michael/dpa
  • Zugverkehr Dresden–Zittau ab 5. September 2025 um 22 Uhr wieder störungsfrei.
  • Brückenschäden in Mittelherwigsdorf führten seit Juli 2025 zu Sperrungen.
  • Behelfsbrücke für Fußgänger scheitert – Deutsche Bahn sieht keine Notwendigkeit.
  • Ersatzneubau der Brücke startet voraussichtlich im Mai 2026, Fertigstellung bis Jahresende geplant.
  • Zusätzliche Buslinie für Schulkinder bleibt bis zur Fertigstellung bestehen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der seit Ende Juli 2025 wegen einer maroden Bahnbrücke gestörte Zugverkehr zwischen Dresden und Zittau kann Ende der Woche wieder uneingeschränkt rollen. Das teilt das Landratsamt Görlitz am Dienstag (2. September 2025) mit. Der Bahnverkehr zwischen Ebersbach und Zittau werde in beide Richtungen ab dem 5. September 2025 um 22 Uhr wieder aufgenommen.

Der erste planmäßige Zug (RB61 – 76563) verkehrt am 5. September 2025 um 23.47 Uhr.
Ab dem 6. September 2025 wird der Zugverkehr auf allen Linien (RB61, RE2 sowie L7) ab/bis Zittau wieder vollständig aufgenommen. Das teilt das private Bahnunternehmen Trilex auf seiner Internet-Seite mit. Die Abbrucharbeiten an der einsturzgefährdeten Bahnbrücke in Mittelherwigsdorf würden planmäßig und fristgerecht abgeschlossen.

Bahn hat kein Interesse Fußgängerbehelfsbrücke

Parallel habe es intensive Bemühungen des Landkreises Görlitz in Abstimmung mit der Deutschen Bahn zur Errichtung einer Behelfsbrücke über die Gleise in Mittelherwigsdorf für Fußgänger und Radfahrer gegeben. Die vonseiten der Bahn aufgestellten Vorgaben und die Dauer der erforderlichen Verfahren ließen eine Umsetzung innerhalb der aktuellen Sperrpause jedoch nicht zu, hieß es weiter. So hätte die Behelfsbrücke zum Beispiel einem entgleisenden Zug standhalten müssen.

Der Landkreis Görlitz geht nach eigenen Angaben von einer Summe von rund 300.000 Euro für eine Fußgängerbehelfsbrücke aus. Ein Interesse der Deutschen Bahn an einer Interimslösung bestehe nicht, da die Erreichbarkeit der Bahnsteige am Bahnhof Mittelherwigsdorf weiterhin gewährleistet und der Zugverkehr somit uneingeschränkt möglich sei. Daher werde von der Errichtung einer Behelfsbrücke Abstand genommen. Für die betroffenen Schulkinder wurde eine zusätzliche Buslinie eingerichtet. Diese bleibe – auch mit Blick auf weitere Baustellen – bis zur Fertigstellung der neuen Brücke bestehen.

Baubeginn für neue Bahnbrücke für Mai 2026 geplant

Unterdessen laufen die vorbereitenden Planungen für den Ersatzneubau der Bahnbrücke. Nach aktueller Prognose könnte der Baubeginn im Mai 2026 erfolgen, mit dem Ziel einer Fertigstellung bis Jahresende.

Die Bahnbrücke in Mittelherwigsdorf stand schon länger wegen Schäden unter verschärfter Beobachtung. Ein Gutachten zur Standsicherheit hatte ergeben, dass ein Spontanversagen mit akuter Einsturzgefahr nicht mehr gänzlich ausgeschlossen werden kann.