Union Berlin Transfers: FCU holt Robert Skov trotz geschlossenem Transferfenster

Überraschung bei Union Berlin! Die Köpenicker verpflichten Robert Skov (r.) nach Schließen des Transferfensters.
Jan-Philipp Strobel/dpaVon wegen Transferschluss! Am 30. August hatte um 20 Uhr das Transferfenster in der Fußball-Bundesliga geschlossen – zumindest für Spieler, die bis dato bei einem Verein unter Vertrag standen. Dass diese Frist nicht für vereinslose Spieler galt, nutzt Union Berlin fünf Tage später aus. Am Mittwochvormittag (4. September) verkünden die Eisernen überraschend die Verpflichtung von Robert Skov.
Der 28-jährige Däne spielte die vergangenen fünf Saisons beim Bundesliga-Konkurrenten TSG Hoffenheim, wo sein Vertrag diesen Sommer aber nicht verlängert wurde. Einen neuen Klub fand der Linksfuß zunächst nicht, ehe nun die Köpenicker seinen Transfer verkündeten.
Robert Skov könnte bei Union Berlin die Rolle von Gosens spielen
Besonders in seiner Bundesliga-Debütsaison wusste Skov zu überzeugen und sammelte 2019/20 für die TSG Hoffenheim 13 Scorerpunkte (vier Tore, neun Vorlagen). In den Folgesaisons reichte es nicht mehr zum Stammplatz, aber weiterhin zu ordentlichen Scorerwerten als Joker: Insgesamt kommt Skov auf elf Tore und 19 Vorlagen in 114 Bundesliga-Spielen.
Einsetzbar ist der Däne quasi auf allen Flügelpositionen: Auf der rechten Offensivseite kann er nach innen ziehen und mit seinem starken linken Fuß Torgefahr ausstrahlen, auf der linken Offensivseite gefährliche Flanken schlagen. Auch als Linksverteidiger einer Dreierkette spielte Skov zuletzt immer häufiger und würde damit bei Union Berlin eine Rolle füllen können, die zuletzt der am Deadline Day nach Florenz gewechselte Robin Gosens ausfüllte. Allerdings müsste er sich um die Position als Linksverteidiger mit Neuzugang Tom Rothe duellieren, der ein starkes Debüt feierte.
Skov bringt neben Qualitäten aus dem Spiel heraus auch eine große Gefahr bei Standardsituationen mit. Seine Schusstechnik sorgt für unberechenbare und schwer zu parierende Schüsse aus der Distanz. Wie torgefährlich der Landesmann von Trainer Bo Svensson sein kann, bewies Skov vor allem in der Nationalmannschaft, wo er meist offensiver spielte als im Verein: Sieben Tore stehen in nur 14 Länderspielen zu Buche – der letzte Einsatz im dänischen Nationaltrikot liegt allerdings auch schon ein Jahr zurück.

