Union Berlin
: Feuerzeugwurf – Ex-Profi von Hertha BSC entscheidet mit

Die Entscheidung im Urteil um den Feuerzeugwurf beim Spiel Union Berlin gegen VfL Bochum steht bevor. Ein ehemaliger Hertha-Profi ist Teil des DFB-Bundesgerichts.
Von
Jan Lehmann
Berlin
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Patrick Drewes: ARCHIV - 14.12.2024, Berlin: Fußball: Bundesliga, 1. FC Union Berlin - VfL Bochum, 14. Spieltag, An der Alten Försterei. Torwart Patrick Drewes (2.v.r) vom VfL Bochum kniet am Boden, nachdem er mit einem Gegenstand am Kopf getroffen wurde.

Patrick Drewes kniete sich erst mal hin, nachdem er getroffen wurde. (zu dpa: «Bochums Drewes kehrt nach Feuerzeug-Eklat ins Tor zurück») Foto: Andreas Gora/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Torhüter Patrick Drewes vom VfL Bochum war im Spiel beim 1. FC Union Berlin am 14. Dezember 2024 von einem Feuerzeug getroffen worden. Nun steht die Entscheidung des DFB-Bundesgerichts über die Spielwertung bevor.

Andreas Gora/dpa
  • Urteil über Feuerzeugwurf im Spiel Union Berlin vs. VfL Bochum am 28. Februar 2025 erwartet.
  • Torhüter Patrick Drewes von VfL Bochum wurde am 14. Dezember 2024 von Feuerzeug getroffen.
  • DFB-Sportgericht wertete Spiel 2:0 für Bochum, Union Berlin legte Einspruch ein.
  • Carsten Ramelow, Ex-Hertha-Profi, ist Teil des DFB-Bundesgerichts.
  • Holstein Kiel und FC St. Pauli haben ebenfalls Berufung eingelegt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am 28. Februar 2025 fällt die Entscheidung über das Skandalspiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem VfL Bochum in der Fußball-Bundesliga. Beim 1:1-Unentschieden der Eisernen am 14. Dezember 2024 gegen den Abstiegskonkurrenten wurde Bochums Torhüter Patrick Drewes im Stadion An der Alten Försterei in Berlin von einem aus dem Fanblock des 1. FC Union geworfenen Feuerzeug getroffen.

Das Sportgericht des DFB entschied, das Spiel mit einem 2:0-Sieg für die Gäste aus dem Ruhrgebiet zu werten. Dieses Urteil sorgt für kontroverse Diskussionen in der Fußballwelt. Union-Präsident Dirk Zingler kritisierte den DFB scharf, und der Verein legte Einspruch ein. Dieser Einspruch wird mündlich am Freitag (28. Februar) um 12.30 Uhr am DFB-Campus in Frankfurt am Main verhandelt.

Der DFB hat dafür die Besetzung des Bundesgerichtes festgelegt. Die Sitzung leitet demnach der Münchner Rechtsanwalt Oskar Riedmeyer. Der Vorsitzende des DFB-Bundesgerichts ist Fachanwalt für Verkehrsrecht und Kommunikation. Als Beisitzer fungieren Arno Heger und der ehemalige Hertha-Profi Carsten Ramelow. Heger ist ebenfalls ein Fachanwalt für Verkehrsrecht. Seine Kanzlei sitzt in Freiburg im Breisgau.

Holstein Kiel und FC St. Pauli legen ebenfalls Berufung ein

Carsten Ramelow ist seit November 2024 der neue Präsident der Vereinigung für Vertragsfußballspieler (VDV). Ramelow wurde am 20. März 1974 in Berlin geboren und wurde nach seinen Nachwuchsstationen Tasmania Neukölln, Tennis Borussia Berlin, Hertha Zehlendorf und SC Siemensstadt bei Hertha BSC ausgebildet.

Er war Spieler bei der legendären Mannschaft der Hertha-Bubis, die es als Reserveteam des damaligen Bundesligisten bis ins DFB-Pokalfinale 1993 schafften. Der deutsche Nationalspieler wechselte 1995 als 21-Jähriger zu Bayer Leverkusen und verbrachte dort den Großteil seiner Karriere. Nun entscheidet der Berliner also mit darüber, ob Union Berlin im Abstiegskampf der Bundesliga einen weiteren Punkt verliert.

Carsten Ramelow

Carsten Ramelow ist Präsident der Vereinigung für Vertragsfußballspieler (VDV). In der Fußball-Bundesliga hat er für Hertha BSC und Bayer Leverkusen gespielt. Mit der deutschen Nationalmannschaft wurde er 2002 Vize-Weltmeister.

Bernd Thissen/dpa

Gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts haben neben Union Berlin auch Holstein Kiel und der FC St. Pauli Berufung zum DFB-Bundesgericht eingelegt. Der DFB teilte dazu mit: Die Rechts- und Verfahrensordnung des DFB sieht in § 26 Nr. 2 eine solche Konstellation vor unter der Voraussetzung, dass die Betroffenen ein „unmittelbares berechtigtes Interesse an der Entscheidung nachweisen“. Ob eine unmittelbare Betroffenheit vorliegt, werde das DFB-Bundesgericht in seiner Sitzung ebenfalls entscheiden.