Springer-Meeting in Cottbus: Meeting-Direktor Robert Sammler zieht positives Fazit

Meeting-Direktor Robert Sammler spricht im Interview nach dem 22. Internationalen Springer-Meeting in der Cottbuser Lausitz-Arena.
Steffen BeyerDas 22. Internationale Springer-Meeting in Cottbus war das zweite unter der Verantwortung des neuen Meeting-Direktors Robert Sammler. Der 39-Jährige ist als Nachfolger von Ulrich Hobeck bei der Traditionsveranstaltung in der Lausitz-Arena in große Fußstapfen getreten. Nach dem Sieg von Yulia Levchenko (Ukraine) im Hochsprung und dem geteilten Erfolg von Menno Vloon (Niederlande) und Ernest Obiena (Philippinen) zieht Sammler im Interview ein erstes Fazit.
Robert Sammler, das 22. Springer-Meeting ist gerade beendet. Wie fällt Ihr erstes Fazit aus?
Ich bin gerade einfach unfassbar glücklich. Ein Jahr der Vorbereitung liegt jetzt hinter uns und es war wirklich so ein toller Abend. Wir haben hier eine tolle Stimmung gehabt. Wir haben wunderbare Leistungen erlebt bei den Herren mit 5,77 Metern. Bei den Damen haben wir Zwei-Meter-Versuche gesehen. Ich könnte gerade nicht glücklicher sein.
Es gab einen etwas kuriosen Doppelsieg bei den Herren. Im Stabhochsprung teilen sich beide jetzt auch das Preisgeld?
Eigentlich wollte man das vermeiden. Deshalb sollte es eigentlich ein Stechen geben. Aber ja, die Jungs werden sich jetzt das Preisgeld teilen.
Das war eine sportliche Entscheidung von beiden. Kann man das so als Sportler hinnehmen?
Auf alle Fälle kann man das so hinnehmen. Ich meine, man freut sich dann zusammen. Von daher kann da nichts verkehrt sein.
Der Boden in der Lausitzer Arena war im Vorfeld ein wichtiges Thema. Wie ist die Resonanz der Sportler aktuell?
Ich habe gerade mit einer Trainerin gesprochen. Zu 90 Prozent ist alles super. Wir haben hier einen neuen Boden, den die Stadt Cottbus im letzten Jahr finanziert hat. Der hat jetzt die zweite Auflage hinter sich. Ich bin glücklich, dass wir diese Möglichkeit haben. Ohne diesen neuen Sportboden hätten wir das Meeting nicht weiterführen können, das ist ganz klar. Dennoch räumen wir den Boden hier jedes Mal neu aus. Da kommt die Technik der Athletinnen zum Tragen, das ist eine Frage, wie man aufsetzt. Dann haben wir noch den Sprungboden unten drunter. Entweder man kommt damit sehr gut klar und kann sehr gut hochspringen, oder man hat eventuell ein paar Probleme und muss versuchen, etwas umzustellen.
Das nächste Meeting ist bereits angekündigt. Wie schauen Sie auf das kommende Jahr?
In allererster Linie würde ich jetzt erst mal zwei Tage ausschlafen wollen. Aber ich freue mich aufs nächste Jahr. Wir haben uns in den letzten zwei Jahren so viel Mühe gegeben. Wir haben Prozesse aufgesetzt, Strukturen geschaffen, das Team ist enger zusammengewachsen. Es macht einfach unfassbar viel Spaß. Wir haben eine tolle Zeit im Hotel gemeinsam mit den Athleten. Das ist wirklich eine tolle Veranstaltung, ein tolles Beisammensein. Deshalb freue ich mich auch schon aufs nächste Jahr.
Was kann noch anders oder noch besser werden?
Ich weiß es nicht. Wir haben heute so tolle Leistungen gesehen. Dieses Niveau müssen wir halten. Es gibt immer Entwicklungspotenzial, vor allem im internationalen Bereich: Wie können wir uns gegenüber anderen Veranstaltungen darstellen? Aber ich denke, wir haben heute viele Punkte gesammelt, sodass wir am Ende der Hallensaison im Ranking des Weltleichtathletikverbandes wieder sehr weit oben stehen werden.
Es gab auch einen sehr emotionalen Moment, als Yulia Levchenko ihre Landsleute in der Ukraine gegrüßt und sich für die Unterstützung bedankt hat. Wie haben Sie das wahrgenommen?
Das ist natürlich keine schöne Situation, die diese Athletinnen und Athleten aktuell erleben. Man kann nur die Daumen drücken, dass diese Zeit schnell endet und wieder Ruhe einkehrt.


