Lausitzer Füchse in der DEL2: Keeper Ancicka rettet Weißwasser den Doppelsieg

Der 4:3-Heimsieg nach Verlängerung am Freitag gegen die Löwen Frankfurt hat den Lausitzer Füchsen viel Schwung gegeben. Am Sonntag legten die Weißwasseraner mit einem 3:2 in Bad Nauheim nach. ⇥
Foto:Zwei Siege an einem Wochenende – das gab es für Eishockey-Zweitligist Lausitzer Füchse in dieser Saison noch gar nicht. Am Sonntag machten die Weißwasseraner mit dem 3:2 (0:1, 3:0, 0:1) beim EC Bad Nauheim das doppelte Erfolgserlebnis klar, nachdem sie am Freitag die Löwen Frankfurt nach Verlängerung mit 4:3 bezwungen hatten.
Nach dem frühen Rückstand durch Kelsey Tessier (2.) drehten die Weißwasseraner in Bad Nauheim im zweiten Drittel das Spiel. Dabei nutzten Rylan Schwartz (28.), Luis Rentsch (29.) und Andrew Clark (40.) bei ihren Treffern jeweils die Fehler in Bad Nauheims Defensive effizient aus. Clarks Treffer war dabei Maßarbeit, auf der Uhr standen nur noch 0,8 Sekunden. Kurz zuvor hatte Füchse-Torhüter Tobias Ancicka einen Penalty (39.) gegen Bad Nauheims Frederik Cabana pariert.
Unnötige Strafe für Jonathon Martin
Im Schlussdrittel kamen die Gastgeber durch Stefan Reiter zum Anschlusstreffer (44.) und Weißwasser machte sich das Leben selbst schwer: Nach einem ziemlich unnötigen Bandencheck von Jonathon Martin mussten die Gäste in der Schlussphase in Unterzahl bestehen. Das gelang – auch weil Ancicka weiterhin stark parierte und zudem Bad Nauheims Cabana Sekunden vor dem Schluss nur den Pfosten traf.
Trainer Chris Straube atmete danach erleichtert auf: „Wir haben endlich einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen. Das war das Erfolgserlebnis, was wir unbedingt gebraucht haben.“ Ein neuerliches Doppelsieg-Wochenende wird es für die Füchse vorerst aber nicht geben. Schließlich sind die nächsten Spiele für Donnerstag in Bayreuth und Samstag zu Hause gegen Ravensburg angesetzt.
Die Trainerstimmen in Bad Nauheim
Chris Straube (Lausitzer Füchse): „Das war ein ganz knappes Spiel – wir hatten ziemlich viel Glück. Das Tor vor Ende des zweiten Drittels, das war ganz wichtig. Bad Nauheim ist im letzten Drittel sehr stark gekommen. Unsere Strafe war dann unnötig – aber uns Unterzahlspiel ist zurzeit sehr gut. Die Jungs haben es mit Leidenschaft nach Hause gebracht.
Harry Lange (Bad Nauheim): „Es ist schon Wahnsinn, wie wir die Spiele verlieren. Alle drei Gegentore waren vermeidbar. Die Jungs haben sich dann richtig gut zurückgekämpft. Es läuft manchmal gar nichts für dich, in dieser Phase sind wir gerade.“
Lausitzer Füchse – Löwen Frankfurt 4:3 n.V. (1:2, 0:0, 2:1, 1:0)
Tore: 0:1 Proft (5.), 1:1 Schwartz (15.), 1:2 Kretschmann (17.), 1:3 Erk (44.), 2:3 Martin (46.), 3:3 Clark (54.), 4:3 B. Ross (63.); Z: keine; S: Janssen / Köttstorfer; Strafminuten: 8 /6
EC Bad Nauheim – Lausitzer Füchse 2:3 (1:0, 0:3, 1:0)
Tore: 1:0 Tessier (2.), 1:1 Schwartz (28.), 1:2 Rentsch (29.), 1:3 Clark (40.), 2:3 Reiter (44.); Z: keine; S: Naust / Apel; Strafminuten: 2 / 4 +10 (Martin)