Eishockey in Weißwassr: Lausitzer Füchse jubeln über ersehnten Heimsieg

Gegen die Löwen Frankfurt schafften die Weißwasseraner im Schlussdrittel nach zwischenzeitlichem 1:3-Rückstand noch den Ausgleich und retteten sich so in die Verlängerung. ⇥
Foto: Thomas HeideWeißwasser. Füchse–Keeper Mac Carruth flitzte über die ganze Eisfläche, um mit seinem Kapitän zu jubeln: Brad Ross hat die Lausitzer Füchse am Freitagabend zum so lange ersehnten Heimsieg geschossen. Weißwasser durfte sich über das hart erkämpfte 4:3 (1:2, 0:0, 2:1, 1:0) nach Verlängerung gegen die Löwen Frankfurt freuen.
Dabei sah es lange nach der sechsten Niederlage in Folge aus. Im ersten Spiel nach dem Abschied von Topscorer Kale Kerbashian trafen die Füchse ausgerechnet auf dessen künftiges Team. Der Kanadier, der in Weißwasser hinter den Erwartungen zurückgeblieben war, fehlte noch im Aufgebot der Hessen. Er soll am Sonntag sein Debüt geben.
Zwei–Tore–Rückstand im Schlussdrittel
Die Füchse gerieten am Freitagabend früh durch einen Gegentreffer von Carter Proft (5. Minute) in Rückstand. Obwohl Kyle Schwartz zum 1:1 (15.) ausglich, gingen die Gastgeber mit einem 1:2–Rückstand in die erste Pause. Christian Kretschmann hatte getroffen (17.).
Im torlosen Zwischendrittel konnten sich die Füchse gut gegen Frankfurt behaupten. Und als Weißwasser zu Beginn des Schlussabschnitts sogar eine doppelte Unterzahl unbeschadet überstand, war das Momentum kurz auf der Füchse–Seite.
Kapitän Brad Ross trifft zum Sieg
Mit einem Schuss von der blauen Linie stellte Frankfurts Marius Erk dann aber auf 1:3 (44.). Jetzt zeigten die Füchse Moral: Mit den Treffern von Jonathon Martin (46.) und Andrew Clark (54.) war Weißwasser zurück im Spiel. In Unterzahl retteten die Füchse sich in die Verlängerung.
Dort hielt es dann selbst den Torhüter Carruth nicht mehr auf seinem Platz, als Brad Ross nach langem Solo zum 4:3 traf. Dieser Erfolg dürfte ein wichtiger Stimmungsaufheller für die Mannschaft des neuen Trainerduos Chris Straube und André Mücke sein. Nach zuletzt nur zwei Siegen aus 13 Spielen war der bitter nötig.
Die Trainerstimmen
Franz–David Fritzmeier (Löwen Frankfurt): „Von meiner Mannschaft bin ich heute enttäuscht. Das war gar kein Einsatz, gar kein Wille — zumindest sehr wenig. Dann haben wir noch relativ komfortabel 3:1 geführt, konnten das aber nicht über die Runden bringen. Respekt vor der Leistung von Weißwasser.“
Chris Straube (Lausitzer Füchse): „Das war das Erfolgserlebnis, was wir unbedingt gebraucht haben. Die Jungs haben super gekämpft. In Unterzahl haben wir super gespielt und in Überzahl ein Tor erzielt. Wir haben endlich einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen.“
Lausitzer Füchse — Löwen Frankfurt 4:3 (1:2, 0:0, 2:1, 1:0)
Tore: 0:1 Proft (5.), 1:1 Schwartz (15.), 1:2 Kretschmann (17.), 1:3 Erk (44.), 2:3 Martin (46.), 3:3 Clark (54.), 4:3 B. Ross (63.); Zuschauer: keine; Schiedsrichter: Janssen / Köttstorfer; Strafminuten: 8 /6
Nächstes Spiel: EC Bad Nauheim — Lausitzer Füchse (Sonntag, 18.30 Uhr)