DEL2 Lausitzer Füchse
: Weißwasser ringt Krefeld nieder und sorgt für „Panik“

Die Lausitzer Füchse gewinnen nach zuletzt zwei Siegen auch gegen die Krefeld Pinguine. Weißwasser holt dabei einen Drei-Tore-Rückstand auf. Ein Youngster schießt seinen ersten DEL2-Treffer.
Von
Frank Noack
Weißwasser
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  • Louis Anders (Lausitzer Füchse, links) attackiert das Tor der Krefeld Pinguine mit Keeper Felix Bick.

    Louis Anders (Lausitzer Füchse, links) attackiert das Tor der Krefeld Pinguine mit Keeper Felix Bick.

    Thomas Heide
  • Der ehemalige NHL-Profi Christian Ehrhoff (rechts) von den Krefeld Pinguinen macht sich ganz lang im Zweikampf mit Füchse-Stürmer Jake Coughler.

    Der ehemalige NHL-Profi Christian Ehrhoff (rechts) von den Krefeld Pinguinen macht sich ganz lang im Zweikampf mit Füchse-Stürmer Jake Coughler.

    Thomas Heide
  • Roope Mäkitalo (rechts)erzielte in der Verlängerung den Siegtreffer für die Lausitzer Füchse.

    Roope Mäkitalo (rechts)erzielte in der Verlängerung den Siegtreffer für die Lausitzer Füchse.

    Thomas Heide
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„Füchse geben niemals auf“, sangen die Fans der Lausitzer Füchse in der entscheidenden Phase des Heimspiels gegen die Krefeld Pinguine – und sie behielten recht. Dank der lautstarken Unterstützung von den Rängen gelang Weißwasser trotz des zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstandes ein furioses Comeback. Am Ende sicherten sich die Gastgeber mit dem 4:3 nach Verlängerung den dritten Sieg in Folge und verteidigen Platz vier in der DEL2-Tabelle.

Füchse-Trainer Petteri Väkiparta zollte seiner Mannschaft ein dickes Lob. „Als es 0:3 stand, hat nur eine Sache nicht gestimmt: das Ergebnis. Ich finde, wir haben sehr gut als Mannschaft gespielt. Eishockey ist ein Teamsport. Wir haben trotz des Rückstandes den Kopf nicht hängen lassen und viel investiert. Dann kommt das Scheibenglück auf deine Seite“, erklärte Väkiparta.

Bei den Lausitzer Füchsen fehlten die Langzeitverletzten Clarke Breitkreuz und Rayan Bettahar. Vor allem in der Abwehr herrscht weiterhin Notstand. Auch diesmal bekamen die Youngsters Marlon Braun (19) und Rio Kaiser (17) wieder ihre Bewährungschance. Der Kontrast: Ältester Spieler der Gäste war der ehemalige NHL-Verteidiger Christian Ehrhoff mit 41 Jahren.

Die Pinguine um den Ex-Weißwasseraner Maximilian Adam waren bereits am Donnerstag in die Lausitz gereist. An Bord befand sich als Neuzugang auch der gebürtige Gubener Jerome Flaake. Er ist mit der Empfehlung von 773 Spielen in der DEL nach Krefeld gewechselt.

Und – Jerome Flaake erwischte einen Start nach Maß. In der 15. Minute tauchte er frei vor dem Füchse-Tor auf und schoss Krefeld in Führung. Der zweite Treffer kurz vor der ersten Pausensirene ging auf das Konto von Jonathan Matsumoto (20.). Nach der ausgeglichenen Startphase war Krefeld in der Offensive das agilere Team – die 2:0-Führung fiel somit verdient aus.

Positiv: Weißwasser gab auch nach dem 0:3 durch Josh MacDonald (33.) nicht auf. Samuel Dove-McFalls in der 36. Minute sowie Youngster Rio Kaiser (45.) mit seinem ersten Profi-Tor sorgten für das 2:3 und damit für neue Spannung. Dominik Bohac belohnte mit dem 3:3-Ausgleich die Steigerung der Gastgeber (54.). In der Verlängerung erzielte Roope Mäkitalo den umjubelten Siegtreffer (63.).

Gäste-Trainer Herbert Hohenberger wirkte bei seiner Analyse ein wenig ratlos. „Wir haben lange Zeit ein taktisch cleveres Spiel gemacht. Wenn du auswärts 3:0 führst und trotzdem noch verlierst, ist das schwer zu erklären. Wir haben wieder einfache Fehler gemacht“, sagte Hohenberger: „In den letzten fünf Minuten haben wir Panik bekommen. Wir müssen besser werden und lernen, so einen Vorsprung zu verwalten.“

Lausitzer Füchse – Krefeld Pinguine 4:3 n.V. (0:2, 1:1, 2:0/1:0)
Tore: 0:1 Flaake (15.), 0:2 Matsumoto (20.), 0:3 MacDonald (33.), 1:3 Dove-McFalls (36.), 2:3 Kaiser (45.), 3:3 Bohac (54.), 4:3 Mäkitalo &3.); Schiedsrichter: Janssen/Lajoie; Zuschauer: 2490; Strafminuten: 6/10.

Das nächste Spiel: ESV Kaufbeuren – Lausitzer Füchse am Sonntag um 17 Uhr.