Hertha BSC gegen Dynamo Dresden
: Polizei verhindert Massenschlägerei der Fans im Stadion

Bereits vor dem Anpfiff gibt es eine brisante Situation beim Zweitliga-Spiel zwischen Hertha BSC und Dynamo Dresden. Zudem sorgt ein Choreo-Verbot für Ärger.
Von
Frank Noack
Berlin
Jetzt in der App anhören
Hertha BSC - Dynamo Dresden: 01.11.2025, Berlin: Fußball: 2. Bundesliga, Hertha BSC - Dynamo Dresden, 11. Spieltag, Olympiastadion. Fußballfans von Dynamo Dresden (oben) liefern sich mit Fans von Hertha BSC eine Schlägerei in den oberen Rängen des Olympiastadions. Foto: Andreas Gora/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++

Brisanz beim Spiel von Hertha BSC gegen Dynamo Dresden: Die Polizei war schon vor dem Anpfiff gefordert und verhinderte eine Massenschlägerei im OLympiastadion.

Andreas Gora/dpa
  • Polizei verhindert Massenschlägerei zwischen Hertha- und Dynamo-Fans im Berliner Olympiastadion.
  • 70.000 Zuschauer, darunter bis zu 30.000 Dynamo-Fans, beim ausverkauften Zweitliga-Spiel.
  • Choreografie der Dynamo-Fans wurde aus Sicherheitsgründen kurzfristig verboten.
  • Fans wurden streng getrennt, dennoch versuchten Hertha-Fans, in den Gästeblock zu gelangen.
  • 1.000 Polizisten im Einsatz – Videoaufzeichnungen werden zur Klärung des Vorfalls ausgewertet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Brisanter Fußball-Feiertag im Berliner Olympiastadion: Mit gut 70.000 Zuschauern war das Stadion beim Zweitliga-Kracher zwischen Hertha BSC und Dynamo Dresden komplett ausverkauft. Rund 11.000 Tickets gingen offiziell an Dynamo Dresden. Viele SGD-Fans hatten sich aber auf anderen Wegen ihre Karte gesichert, sodass es auch in den Heimbereichen viele Trikots in Schwarz-Gelb zu sehen gab. Inoffiziell war von 25.000 bis 30.000 Dynamo-Fans die Rede.

Etwa 1000 Polizisten sicherten dieses Hochsicherheitsspiel ab. Erschwerend kam hinzu, dass der 1. FC Union Berlin ebenfalls am Samstagnachmittag in der Bundesliga gegen den SC Freiburg spielte. Beide Berliner Teams an einem Nachmittag zu Hause – das gab es in der Bundesliga und der 2. Liga noch nie. Hintergrund für diese ungewöhnliche Ansetzung durch die Deutsche Fußball-Liga (DFL) ist das Feiertags-Wochenende: An Allerheiligen dürfen nicht in allen Bundesländern Sportveranstaltungen ausgetragen werden.

In jedem Fall herrschte schon seit Samstagmorgen Ausnahmezustand in Berlin. Die Polizei war frühzeitig an den zentralen Punkten präsent. Es blieb jedoch zunächst alles friedlich. In den Zügen aus der Lausitz nach Berlin mischten sich Fans von Hertha BSC, Dynamo Dresden und Union Berlin. Die meisten Dynamo-Fans waren jedoch per Auto oder in Bussen in die Hauptstadt gereist.

Trotz der großen Sicherheitsvorkehrungen dem gab es schon vor dem Anpfiff erheblichen Ärger. Denn aufgrund von Sicherheitsbedenken wurde eine kurzfristige Choreografie der Fans von Dynamo Dresden verboten. Geplant war eine Aktion mit schwarz und gelben Regenponchos. Die Feuerwehr habe Sicherheitsbedenken aufgrund einer möglichen Brandgefahr geltend gemacht, hieß es als Begründung für das Choreo-Verbot. Dem Vernehmen nach mussten rund 12.000 Ponchos ungenutzt in der Kiste bleiben.

Schon Stunden vor dem Anpfiff hatten sich tausende Dynamo-Fans am Coubertinplatz vor dem Olympiastadion versammelt. Von dort wurden die Dresdner Anhänger dann über das Südtor direkt in den Gästeblock gebracht.

Hertha BSC - SG Dynamo Dresden: 01.11.2025, Berlin: Fußball: 2. Bundesliga, Hertha BSC - SG Dynamo Dresden, 11. Spieltag, Olympiastadion, Dynamofans zünden vor dem Eingang des Gästebereichs Pyrotechnik. Foto: Robert Michael/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Fans von Dynamo Dresden wurden vor dem Spiel bei Hertha BSC schubweise ins Olympiastadion gelassen.

Robert Michael/dpa

Trotz der strikten Fan-Trennung gab es im Stadion etwa eine Stunde vor dem Anpfiff einen Zwischenfall. Nach Aussagen des Polizeisprechers Florian Naht gegenüber der Morgenpost hatten einige Hertha-Fans versucht, in den gegnerischen Fan-Block vorzudringen. Das konnte nach Angaben des Sprechers durch Polizeikräfte und den Ordnerdienst im Olympiastadion aber unterbunden werden. Seinen Angaben zufolge hatten mehrere hundert Fans von Hertha BSC und Dynamo Dresden versucht eine Massenschlägerei im Oberring anzuzetteln. „Zu Festnahmen ist es noch nicht gekommen, dazu werde man jetzt die Videoaufzeichnungen auswerten“, sagte der Polizeisprecher gegenüber der Morgenpost.

Pünktlich vor dem Anpfiff marschierte die Polizei vor dem Hertha-Fanblock in der Ostkurve auf und wurde mit einem gellenden Pfeifkonzert der Berliner Anhänger begrüßt.