Eishockey in Weißwasser: Kurioses Tor bei Niederlage der Füchse gegen Kassel Huskies
Erst gab es ein kurioses Tor – dann nahm das erste Spiel der Viertelfinalserie der Kassel Huskies gegen die Lausitzer Füchse den erwarteten Verlauf. Aufstiegs-Favorit Kassel setzte sich zum Auftakt der Playoff-Serie nach dem Modus „best of seven“ am Mittwochabend gegen Weißwasser mit 5:1 durch. Das zweite Spiel findet am Freitag im Fuchsbau statt (Beginn um 19.30 Uhr).
Bei den Lausitzer Füchsen fehlten die verletzten Sam Ruopp und Samuel Dove-McFalls. Für beide Leistungsträger ist die Saison wohl beendet. „Beide Spieler unterziehen sich bereits in dieser Woche Operationen. Erst im Anschluss kann Genaueres über die endgültige Dauer der Ausfallzeiten berichtet werden“, hatten die Füchse mitgeteilt.
Scheidl trifft kurios für Weißwasser
Weißwasser ging bereits nach fünf Minuten mit einem ziemlich kuriosen Tor in Führung. Beim Versuch, kurz vor der Linie zu retten, schob sich Kassel den Puck selbst ins Tor. Da es im Eishockey keine Eigentore gibt, wurde Lane Scheidl als Torschütze angegeben. Er war als letzter Füchse-Spieler am Puck.
Bitter für die Gäste: Elf Sekunden vor der ersten Sirene kassierten die Füchse den 1:1-Ausgleich durch Yannik Valenti (20.). Gegen den harten Schuss von Valenti war Keeper Matthew Galajda ohne Abwehrchance. Jonas Stettmer ist nach seinen starken Leistungen in den Pre-Playoffs gegen den EC Bad Nauheim zu den Eisbären Berlin zurückgekehrt.
„Es ist ein enges Spiel, schönes Playoff-Hockey. Wer weniger Fehler macht, der wird das Spiel gewinnen“, prophezeite Füchse-Verteidiger Sebastian Zauner nach dem ersten Drittel bei SpradeTV.
Im zweiten Drittel machten die Gäste dann eine Reihe von Fehlern – und gerieten folgerichtig in Rückstand. Kassel kam durch zwei weitere Distanzschüsse zum 2:1 durch Ryan Olsen (23.) und zum 3:1 durch Alec Ahlroth (26.). Der Favorit war in dieser Phase frischer und kreativer. Auch diesmal gab es obendrauf noch ein spätes Gegentor: Joel Lowry erhöhte vier Sekunden vor der zweiten Sirene auf 4:1 (40.). Damit war dieses erste Viertelfinale entschieden.
„Wir sind gut aus dem Bus gekommen und haben ein gutes erstes Drittel gespielt“, konstatierte Trainer Petteri Väkiparta. Der Rest seiner Analyse fiel deutlich kritischer aus: „Das erste Gegentor hat uns leider etwas Luft weggenommen. Und Tore geben nun mal die Richtung vor. Wir müssen schnell lernen, besser zu verteidigen. Im zweiten Spiel müssen wir deutlich besser sein.“
Kassel Huskies – Lausitzer Füchse 5:1 (1:1, 3:0, 1:0)
Tore: 0:1 Scheidl (5.), 1:1 Valenti (20.), 2:1 Olsen (23.), 3:1 Ahlroth (26.), 4:1 Lowry (40.), 5:1 Keck (49.); Schiedsrichter: Neutzer/Cespiva; Zuschauer: 4106; Strafminuten: 19/21.
Playoff-Stand („best of seven“): 1:0
Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse – Kassel Huskies am Freitag um 19.30 Uhr.


