DEL2 in Weißwasser
: Lausitzer Füchse nicht mehr auf SpradeTV – was kosten künftig die Spiele?

Wichtig für die Fans der Lausitzer Füchse: Die DEL2-Spiele werden 2024/25 nicht mehr von SpradeTV, sondern auf Sportdeutschland.TV übertragen. Was müssen Fans bezahlen? Kommt die Liga sogar ins Fernsehen?
Von
Jan Lehmann,
Frank Noack
Weißwasser
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  • Die Spiele der Lausitzer Füchse in der DEL2 sind bald nicht mehr bei SpradeTV zu sehen. Die Eishockey-Liga wechselt die Plattform und kündigt einen Quantensprung an.

    Die Spiele der Lausitzer Füchse in der DEL2 sind bald nicht mehr bei SpradeTV zu sehen. Die Eishockey-Liga wechselt die Plattform und kündigt einen Quantensprung an.

    Thomas Heide
  • Die DEL2-Spiele mit den Lausitzer Füchsen sollen künftig noch besser in Szene gesetzt werden. Kommt die DEL2 auch ins Fernsehen?

    Die DEL2-Spiele mit den Lausitzer Füchsen sollen künftig noch besser in Szene gesetzt werden. Kommt die DEL2 auch ins Fernsehen?

    Thomas Heide
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Die kommende Saison 2024/25 in der zweiten deutschen Eishockey-Liga DEL startet am 13. September 2024 – und damit beginnt eine neue Ära für diese Liga. Die DEL2 teilte am Montag (12. Februar) mit, dass dann alle Spiele exklusiv auf Sportdeutschland.TV zu sehen sein werden.

Seit 2013 waren die Spiele der DEL2 im Livestream bei SpradeTV gezeigt worden. Nun müssen sich die Fans der Lausitzer Füchse in Weißwasser sowie an allen anderen DEL2-Standorten auf den neuen Anbieter einstellen.

Warum wechselt die DEL2 zu Sportdeutschland.TV?

„Am Ende war es das Gesamtpaket. Natürlich war das Angebot von SpradeTV auch sehr gut. Doch die technischen Innovationen von Sportdeutschland.TV überzeugten am Ende die Gesellschafter mehr“, begründet DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch im Interview mit der Eishockey-News den Wechsel zu Sportdeutschland.TV.

Dieser Sender wurde im Jahr 2014 vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) als Internetplattform gegründet, um mehr Vielfalt in die Sportübertragung zu bringen. Derzeit berichtet Sportdeutschland.TV von rund 50 verschiedenen Sportarten, unter anderem die 2. Handball- und die 2. Basketball-Bundesliga. Ab dieser Saison werden auch live und exklusiv die Spiele der Hockey Champions League gezeigt.

Was ändert sich für die Zuschauer?

Laut Pressemitteilung dürfen sich die Eishockey-Fans auf „einen Quantensprung bei der Liveübertragung und der generellen Berichterstattung um die DEL2“ freuen. Neben einer Qualitätssteigerung bei den Liveübertragungen sei auch eine umfangreiche Berichterstattung geplant, heißt es. Dem Vernehmen nach soll es so auch einfacher werden, die Spieler am Smart-TV zu sehen.

Was ändert sich für die Vereine?

Das grundsätzliche Modell bleibt bestehen: Die DEL2-Clubs produzieren wie auch schon bei SpradeTV die Livestreams ihrer Heimspiele und werden an den Erlösen dieser Streams beteiligt. Diese Produktion wird meistens von Ehrenamtlichen aus dem Umfeld der Clubs übernommen. Laut DEL2-Mitteilung können die Vereine „dank neuer, skalierbarer Workflows intuitiv und reaktionsschnell ihre Sendung gestalten sowie die Geschichte des Eishockeys spannender und leichter erzählen“.

Zukünftig sollen deutlich mehr Clips und Highlight-Szenen auf den verschiedenen Kanälen präsentiert werden. Der neue Vertrag läuft über fünf Jahre, also bis zum Ende der Saison 2028/29.

Wie viel müssen die Fans für die Spiele bezahlen?

Diese Frage beschäftigt die Fans am meisten: Was kosten künftig die Übertragungen der Spiele? Bisher kostete ein Einzelspiel bei SpradeTV 8,90 Euro. Laut Eishockey-News sollen die Preise stabil bleiben. Zudem seien auch Pakete mit allen Spielen eines Teams oder allen Auswärtsspielen eines Teams angedacht, so das Fachblatt. Neben den Live-Spielen werden die Partien auch mit einem zeitlichen Versatz on-demand zu sehen sein. Die genauen Preise dafür sollen zum Saisonstart bekannt gegeben werden.

Kommt die DEL2 ins Fernsehen?

Neben den Livestreams bei Sportdeutschland.TV sind dem Vernehmen nach auch Übertragungen im linearen Fernsehen denkbar. Mit im Boot ist jetzt das Wuppertaler Technologie-Unternehmen Riedel, dass alle DEL2-Standorte an sein Netz anschließt, um die Signalübertragung in Broadcast-Qualität – also fernsehtauglich – zu gewährleisten.

„Nach wie vor ist es unser Wunsch, ein Spiel der Woche, beispielsweise zusätzlich bei einem weiteren Partner, reichweitenstark nach außen zu tragen. Hierfür besteht weiterhin die Möglichkeit. Im Idealfall können wir dies bei einem TV-Sender platzieren“, erklärte DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch.

Lausitzer Füchse im Video