DEL2 in Weißwasser
: Neuzugang bis Donnerstag – Lausitzer Füchse haben einen Plan

Die Lausitzer Füchse müssen in der DEL2 um den Einzug in die Pre-Playoffs kämpfen. Ein Neuzugang soll das Team verstärken. Die Transferfrist im deutschen Eishockey endet.
Von
Frank Noack
Weißwasser
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Trainer Petteri Väkiparta und die Lausitzer Füchse kämpfen in der DEL2 um das Erreichen der Pre-Playoffs. Das wäre gleichbedeutend mit dem vorzeitigen Klassenerhalt für Weißwasser.

Thomas Heide

Die Lausitzer Füchse und ihre Fans fiebern dem Freiluft-Spiel in Klingenthal entgegen. Weißwasser trifft im Rahmen des Outdoor Triple 2024 am Sonntag auf die Eisbären Regensburg (14 Uhr).

Vorher gibt es aber noch einen anderen wichtigen Termin: Bis Donnerstag können im deutschen Eishockey und damit auch in der DEL2 neue Spieler verpflichtet werden. Bei den Lausitzer Füchsen haben Geschäftsführer Dirk Rohrbach und Jens Baxmann als Sportlicher Berater diesen Termin sehr genau im Blick.

Denn: Auch die Lausitzer Füchse wollen noch einen Neuzugang holen, um die Mannschaft im Kampf um die Pre-Playoffs und damit den vorzeitigen Klassenerhalt in der DEL2 zu verstärken. Bis um 23.59 Uhr müssen am Donnerstag alle Unterlagen eingereicht sein. Nach einem Null-Punkte-Wochenende mit den Niederlagen beim ESV Kaufbeuren (1:2) und gegen die Krefeld Pinguine (2:3) ist Weißwasser auf Platz neun abgerutscht. Der Abstand zu den Playdown-Rängen beträgt nur noch einen einzigen Punkt.

Vor allem mit dem Tore schießen tut sich das Team von Trainer Petteri Väkiparta schon seit Wochen schwer. Nur 110 Treffer in 46 Spielen stellen die mit Abstand schwächste Quote aller 14 Teams dar.

Deshalb gibt es bei den Verantwortlichen im Fuchsbau einen klaren Plan: Es soll ein weiterer Kontingentstürmer kommen. „Wir wollen noch eine Absicherung auf den Ausländer-Positionen verpflichten“, erklärt Geschäftsführer Dirk Rohrbach auf Nachfrage von LR.de. Rohrbach: „Eine Rotation auf den Ausländer-Positionen für einen bestimmten Zeitraum ist manchmal nicht verkehrt und kann für eine Belebung sorgen.“

Nur „Goldhelm“ Roope Mäkitalo überzeugt

Dazu kommt, dass mit Ausnahme von „Goldhelm“ Roope Mäkitalo – dem besten Scorer im Team – die anderen drei Kontingentspieler in den vergangenen Wochen hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Pro Spiel können vier Ausländer eingesetzt werden. Sollte noch ein Neuzugang kommen, müsste also ein Kontingentspieler immer auf die Tribüne. Der Konkurrenzkampf würde also größer werden als bisher – auch das ist Bestandteil des Plans.

Von den maximal sechs Ausländer-Lizenzen pro Saison haben die Lausitzer Füchse erst vier vergeben. Im Nachhinein erweist es sich also als hilfreich, dass man im Fall von Samuel Dove-McFalls und Torhüter Matthew Galajda gewartet hat, bis der deutsche Pass vorlag. Ausländer-Lizenzen wurden für beide Spieler nicht gezogen.

Zuletzt hatten die Lausitzer Füchse bereits zwei Offensiv-Neuzugänge mit deutschem Pass präsentiert. Zumal mit dem verletzten Eric Valentin ein wichtiger Leistungsträger in den kommenden Wochen nicht zur Verfügung stehen wird. Ob Valentin in dieser Saison noch einmal auf das Eis zurückkehren kann, ist offen.

Neu dazugekommen ist Dominik Grafenthin (28). Der Zweitliga-erfahrene Angreifer hatte zuletzt sechs Jahre in Österreich gespielt. Ebenfalls neu ist Matej Leden (19). Der gebürtige Tscheche mit deutschem Pass spielte zuletzt für die U20 des EV Landshut. Er soll nach Vereinsangaben „den Kader in der Breite verstärken und zusätzliche Dynamik in der Offensive bringen“.

Bis Donnerstag um 23.59 Uhr soll nun noch ein weiterer ausländischer Stürmer die Lausitzer Füchse verstärken. Das ist der Plan in Weißwasser.

Lausitzer Füchse im Video