Eisbären Berlin DEL
: Erst Meisterpanne – dann Sieg gegen Eislöwen Dresden

Die Eisbären Berlin starten mit einem Heimsieg gegen Aufsteiger Eislöwen Dresden in die DEL-Saison 2025/26. Das Eröffnungsspiel ist der erwartet emotionale Abend.
Von
Frank Noack
Berlin
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Eisbären Berlin - Dresdner Eislöwen: 09.09.2025, Berlin: Eishockey: DEL, Eisbären Berlin - Dresdner Eislöwen, Hauptrunde, 1. Spieltag, Uber Arena. Andreas Eder (l, Eisbären Berlin) trifft zum 3:1. Foto: Andreas Gora/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Andreas Eder (links) trifft für die Eisbären Berlin im DEL-Eröffnungsspiel gegen die Eislöwen Dresden.

Andreas Gora/dpa
  • Eisbären Berlin starten mit 6:2-Sieg gegen Dresden in die DEL-Saison 2025/26.
  • Technikpanne verzögert Banner-Zeremonie, die später nachgeholt wird.
  • Uber-Arena ausverkauft – 14.200 Fans, darunter 4000 aus Dresden, vor Ort.
  • Ex-Eisbär Austin Ortega erzielt erstes DEL-Tor für Dresden.
  • Emotionaler Höhepunkt: Banner mit Rückennummer 22 von Tobias Eder unter Hallendach gezogen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Unternehmen Titelverteidigung in der DEL begann für die Eisbären Berlin mit einer Panne. Als kurz vor dem ersten Bully der neuen Saison im Heimspiel gegen die Eislöwen Dresden feierlich das Meisterbanner unter das Hallendach der Uber-Arena gezogen werden sollte, versagte die Technik einfach ihren Dienst. Das Duell mit dem Aufsteiger aus Dresden startete deshalb mit Verspätung und erst einmal ohne die obligatorische Banner-Zeremonie. Sportlich fiel die Panne jedoch nicht ins Gewicht: Der Meister startete mit einem 6:2 (1:0, 2:1, 3:1)-Sieg am Dienstagabend zwar nicht glanzvoll, aber standesgemäß in die Spielzeit 2025/26.

„Wir waren von Beginn an bereit. Wir wollten das Spiel einfach halten und haben nicht viel zugelassen. Es ist immer schön, mit einem Sieg vor den heimischen Fans in die Saison zu starten. Aber wir haben noch viel Arbeit vor uns“, bilanzierte Eisbären-Coach Serge Aubin.

Die Uber-Arena am Ostbahnhof war beim historischen DEL-Debüt der Eislöwen Dresden mit 14.200 Zuschauern natürlich ausverkauft. Schon seit Wochen waren die Tickets vergriffen. Rund 4000 Fans aus Dresden begleiteten das Team von Trainer Niklas Sundblad in die Hauptstadt. Die Aufstiegs-Mannschaft wurde in der Sommerpause mit insgesamt neun Neuzugängen und einem Etat von acht Millionen Euro DEL-tauglich ausgestattet. Erst seit 1995/96 spielen mit Berlin und Dresden wieder zwei ostdeutsche Teams in der höchsten deutschen Spielklasse. Damals vor 29 Jahren war neben Berlin auch Weißwasser an Bord.

Die Eisbären Berlin gingen zwar als klarer Favorit in das Eröffnungsspiel der neuen Saison – sportlich lief es zuletzt in der Champions Hockey League allerdings eher bescheiden für die Mannschaft von Meistercoach Serge Aubin. Dazu muss der EHC erst einmal ohne seinen schwer verletzten Kapitän Kai Wissmann auskommen. Er hatte sich in der Vorbereitung an der Achillessehne verletzt.

Meisterbanner bei den Eisbären Berlin

Dresden war deshalb – bei allem Respekt für den Meister der DEL2 und Aufsteiger – ein recht dankbarer Auftaktgegner. Denn die Gäste brachten zwar dank ihrer Neuzugänge eine gewisse DEL-Erfahrung mit. Wenn die Eisbären allerdings das Spiel schnell machten, wurde es eng für Dresden um den aus Köln nach Elbflorenz gewechselten Torwart-Star Julius Hudacek. Unter den Zuschauern in der Uber-Arena waren auch Cheftrainer Thomas Stamm von Dynamo Dresden und sein Co. Valentin Vochatzer. Stamm ist bekennender Eishockey-Fan.

Ty Roning in der 4. Minute und Korbinian Geibel (24.) schossen eine 2:0-Führung für die Eisbären Berlin heraus. Dann sorgte ausgerechnet Ex-Eisbär Austin Ortega für den historischen Moment und schoss das erste DEL-Tor für Dresden (33.). Kurz danach stellte Andreas Eder aber wieder den Zwei-Tore-Abstand her (3:1/34.). Torschütze Korbinian Geibel betonte vor dem letzten Drittel: „Wir machen viel Druck und müssen weiter nach vorn marschieren. Wir dürfen nicht zu sehr auf das Ergebnis schauen.“

Der Meister baute das Ergebnis durch die Treffer von Marcel Noebels (42.) und Liam Kirk (51.) sogar noch weiter aus und fuhr am Ende hochverdient die ersten drei Punkte der neuen Saison ein. Trevor Parks (59.) verkürzte für Dresden, ehe Blaine Byron (60.) zum 6:2-Endstand traf.

Das Fazit von Eislöwen-Coach Niklas Sundblad: „Es war ein verdienter Sieg für Berlin. Nach unserem Treffer zum 2:1 hatten wir vielleicht eine kleine Chance, aber danach ist gleich das dritte Tor für Berlin gefallen. Danach war es schwer für uns. Es war ein spezieller Abend für Ostdeutschland.“

Übrigens: Im zweiten Drittel war es dann so weit – das Meisterbanner für die vergangene Saison wurde vor der Hartmut-Nickel-Kurve doch noch unter das Hallendach gezogen. Neben der Jahreszahl 2025 trägt das Banner auch die Rückennummer 22 des verstorbenen Tobias Eder – es war gefühlt der Höhepunkt an einem überaus emotionalen Abend für beide Teams. „Deutscher Meister, EHC“, skandierten die Fans. Der Titelträger macht als erst einmal da weiter, wo er in der vergangenen Saison aufgehört hatte.