Dynamo Dresden: DFB äußert sich zum Elfmeter-Zoff gegen Hannover sehr deutlich

Ein Zupfer ohne Folgen: Nach diesem Zweikampf Alexander Rossipal (links) gegen Hannovers Daisuke Yokota gab es keinen Elfmeter. Diese Entscheidung von Schiedsrichter Martin Petersen im Spiel von Dynamo Dresden und Hannover 96 sorgte für viele Diskussionen.
Imago/Jan Huebner- Hannover 96 gegen Dynamo Dresden endet 0:0 – Elfmeter-Zoff im Fokus.
- In der 58. Minute zog Rossipal an Yokotas Trikot, Petersen ließ weiterlaufen.
- DFB: Es hätte einen Strafstoß geben müssen; Yokota fiel theatralisch.
- Auch Gelb-Rot für Rossipal wäre laut DFB angebrachter gewesen.
- Titz kritisiert klar, Stamm zeigt Verständnis und verweist auf Elversberg-Spiel.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kleiner Zupfer, große Diskussionen: Der nicht gegebene Elfmeter im Zweitliga-Spiel zwischen Hannover 96 und Dynamo Dresden (0:0) sorgte am Sonntag für viel Frust bei den Gastgebern. Aus Sicht von 96-Trainer Christian Titz war es eine klare Fehlentscheidung durch Schiedsrichter Martin Petersen aus Stuttgart.
Christian Titz übte nach dem Schlusspfiff deutliche Kritik am Unparteiischen: „Das Regelwerk sagt halt Foulspiel und dann muss es einen Pfiff geben. Es war ein klarer Elfmeter – das ist nicht in Ordnung.“ In der 58. Minute hatte Dynamo-Verteidiger Alexander Rossipal im Strafraum kurz, aber eben deutlich sichtbar am Trikot von Hannovers Daisuke Yokota gezupft.
Schiedsrichter Martin Petersen ließ weiterlaufen. Zumal sich Yokota in diesem Zweikampf auch sehr schnell fallen ließ. Auch der VAR sah keinen Handlungsbedarf und griff nicht ein.
War es eine Fehlentscheidung beim Dresden-Spiel in Hannover?
Eine Fehlentscheidung? Ja, räumt inzwischen der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ein. „In der 58. Minute kam Daisuke Yokota im Dresdner Strafraum nach einem kurzen Halten von Alexander Rossipal zu Fall. Der Schiedsrichter hatte diesen Vorgang wahrgenommen, den Einsatz von Rossipal jedoch nicht als ursächlich für den Sturz von Yokota bewertet.
Tatsächlich ging Yokota zwar recht theatralisch zu Boden, dennoch wäre aus unserer Sicht hier ein Strafstoß die angebrachte Entscheidung gewesen“, erklärte Marco Fritz, Leiter Regelauslegung und Evaluation der DFB Schiri GmbH, auf Nachfrage der Sportredaktion.
Es hätte also Elfmeter für Hannover geben müssen. Dynamo Dresden hatte in dieser Szene doppeltes Glück: Rossipal hatte schon in der ersten Halbzeit die Gelbe Karte gesehen. Neben dem Elfmeter hätte es also auch Gelb-Rot für den Verteidiger geben müssen.
Dresden-Coach Stamm kann den Frust bei Hannover verstehen
DFB-Mann Marco Fritz verfolgte das Spiel übrigens live im Stadion. Denn in Hannover findet derzeit ein Lehrgang mit insgesamt 15 Schiedsrichtern von der Bundesliga bis zur 3. Liga statt. Angeführt wurde die hochkarätige Diskussion von Schiri-Boss Knut Kircher, der auf der Tribüne den ganzen Frust der Hannover-Fans wegen des nicht gegebenen Elfmeters zu spüren bekam.

2. Bundesliga: Schiedsrichter Martin Petersen sorgte im Spiel von Hannover 96 gegen Dynamo Dresden für viel Frust bei den Gastgebern.
Carmen Jaspersen/dpaWährend Alexander Rossipal beteuerte, dass der Zupfer aus seiner Sicht zu wenig für einen Elfmeter gewesen sei, zeigte Dynamo-Coach Thomas Stamm durchaus Verständnis für den Frust seines Trainerkollegen Christian Titz. Stamm wies gleichzeitig jedoch darauf hin, dass Dynamo eine Woche zuvor gegen Elversberg in einer ähnlichen Situation ebenfalls vergeblich auf den Schiri-Pfiff gewartet habe. Dabei ging es um ein vermeintliches Foul an Dresdens Stürmer Vincent Vermeij.

