Dynamo Dresden 2. Liga: So heizt Stamm den Konkurrenzkampf im Trainingslager an

Dynamo Dresden hat sich noch längst nicht aufgegeben: Trainer Thomas Stamm bereitet das Team im „Never give up Footballcenter“ in Antalya-Lara auf die Rückrunde der 2. Bundesliga vor.
Lutz Hentschel- Dynamo Dresden trainiert in Antalya für die Rückrunde der 2. Bundesliga und den Klassenerhalt.
- Vier Neuzugänge verstärken das Team: Keller, Sterner, Wagner und Ceka.
- Trainer Stamm setzt auf Konkurrenzkampf, um die beste Startelf zu finden.
- Testspiele gegen FC Aarau und Rot-Weiß Essen geplant, Fokus auf Systemwechsel möglich.
- Abwehrspieler Andi Hoti könnte von Magdeburg zu Dresden wechseln.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Selten hat der Name des Trainingszentrums so gut zur sportlichen Situation von Dynamo Dresden gepasst wie derzeit beim Camp in der Türkei. Noch bis Sonntag bereitet sich das Schlusslicht der 2. Fußball-Bundesliga im „Never give up Footballcenter“ auf die Mission Klassenerhalt in der Rückrunde vor. Vier Punkte Rückstand auf den Relegationsrang 16 sind zwar keine besonders gute Ausgangsposition, aber auch kein Grund, jetzt schon aufzugeben.
Viel wird davon abhängen, wie schnell die Integration der vier Neuzugänge gelingt und wie gut die SGD in die Rückrunde startet. In den ersten beiden Spielen geht es mit Greuther Fürth und dem 1. FC Magdeburg gegen direkte Mitkonkurrenten. Trainer Thomas Stamm hat gleich zu Beginn des Trainingslagers den Konkurrenzkampf noch einmal kräftig angeheizt. „Die Trainingseinheiten und die beiden Testspiele werden uns gut aufzeigen, mit welchen elf Spielern wir dann gegen Fürth starten“, sagte Stamm bei der Ankunft im türkischen Antalya.
Das erste Testspiel steigt am Dienstag gegen den Schweizer Zweitligisten FC Aarau (16 Uhr Ortszeit/Deutschland 14 Uhr). Am Samstag trifft die SGD wie im Vorjahr wieder auf Drittligist Rot-Weiß Essen (14 Uhr/12 Uhr).
Mit den vier Neuzugängen Thomas Keller (FC Heidenheim/Innenverteidigung), Jonas Sterner (Hannover 96/Außenverteidigung), Robert Wagner (SC Freiburg/defensives Mittelfeld) und Jason Ceka (SV Elversberg/offensives Mittelfeld) gibt es gleich in mehreren Bereichen einen verschärften Konkurrenzkampf. Spannend wird es vor allem in der Innenverteidigung. Neuzugang Thomas Keller aus der Bundesliga hat bereits klargemacht, dass er sich keinesfalls nur als Herausforderer sieht. „Mein Anspruch ist es, hier zu spielen. Deshalb bin ich zu Dynamo Dresden gekommen. Und es ist natürlich mein Anspruch der Mannschaft zu helfen, da unten herauszukommen“, betont er.
Zudem ist es nicht ausgeschlossen, dass für die Innenverteidigung noch ein weiterer Spieler dazukommt. Vielleicht Andi Hoti? Offiziell hat bei Dynamo diese monatelang in der Gerüchteküche köchelnde Personalie noch niemand beendet. Zumal der Weg für eine Verpflichtung nun frei ist. Denn Hoti hat die Freigabe vom 1. FC Magdeburg bekommen und ist auch nicht mit ins Türkei-Trainingslager gereist. Dem Vernehmen nach ist der schon im zweiten Teil der Hinrunde nicht mehr berücksichtigte Abwehrspieler massiv frustriert – Andi Hoti will Magdeburg auf jeden Fall verlassen.
Konkurrenzkampf bei Dynamo Dresden
Intern wird der Konkurrenzkampf durchaus positiv eingeordnet. „Ich sehe es zu einhundert Prozent als Herausforderung und kenne es auch nicht anders. Es ist schon in meiner gesamten Karriere so, dass ich mich durchsetzen musste“, sagt Lukas Boeder. Er hatte in der Hinrunde oft die Rolle des Abwehrchefs in der Dreierkette inne. Eine Stammplatz-Garantie ist das aber auf keinen Fall. Zumal es nicht unwahrscheinlich erscheint, dass Thomas Stamm in der Rückrunde zur Viererkette zurückkehrt. Denn mit Rückkehrer Jonas Sterner und dem nach einer Verletzung wieder genesenen Sascha Risch gibt es nun zwei zusätzliche Optionen auf den Außenverteidiger-Positionen. In der Aufstiegssaison bildeten Sterner und Risch mit ihrer Geschwindigkeit eine wirkungsvolle Flügelzange. Auch die ersten Übungseinheiten in der Türkei legen die Möglichkeit des Systemwechsels nahe. Das heizt den Konkurrenzkampf zusätzlich an.
Die Folge wäre allerdings, dass nur noch zwei statt drei Innenverteidiger in der Startelf Platz hätten. Lukas Boeder nimmt es sportlich. „Konkurrenzkampf ist immer gut für alle Beteiligten. Das zwingt einen, sich zu straffen und noch mehr aus der Komfortzone herauszukommen“, betont er. „Mit den Neuzugängen werden wir weitere Entwicklungsschritte gehen und hoffentlich die paar Prozent mehr herauskitzeln, die wir in der Rückrunde auch brauchen werden.“ Jetzt schon aufzugeben, ist bekanntlich keine Option.


