Dynamo Dresden 2. Liga
: Kofi Amoako über Ghana, die Fans und seine Liebe zum Klavier

Kofi Amoako will bei Dynamo Dresden so richtig durchstarten. Der Neuzugang für das Mittelfeld freut sich sogar auf den Druck bei der SGD in der 2. Fußball-Bundesliga.
Von
Frank Noack
Windischgarsten
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Foto zeigt: Kofi Amoako (Dynamo)l 

Datum: 010725

Dynamo Dresden 2.Liga Sommertrainingslager Windischgarsten 29.6. bis 6.7.2025 2. Tag

Kofi Amoako will möglichst schnell ankommen bei Dynamo Dresden. Und später dann Klavierspielen lernen. In der Hotellobby im Trainingslager in Windischgarsten konnte er sich zumindest für das Foto schon mal probieren.

Olaf Rentsch
  • Kofi Amoako wechselt zu Dynamo Dresden und will in der 2. Liga durchstarten.
  • Der 20-Jährige, zuvor bei Osnabrück, schätzt die Fans und den Druck in Dresden.
  • Er spielt bevorzugt im Mittelfeld und will Klavier lernen.
  • Sein Vater kam aus Ghana nach Deutschland; Amoako fühlt sich hier heimisch.
  • Ziele: Sich etablieren und in der neuen Liga angreifen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Kofi Amoako soll in der kommenden Saison im Mittelfeld von Dynamo Dresden abräumen. Der 20-Jährige mit Wurzeln in Ghana war zuletzt vom VfL Wolfsburg an den VfL Osnabrück ausgeliehen. Nun will Amoako mit der SGD in der 2. Fußball-Bundesliga angreifen.

Im Dynamo-Trainingslager in Windischgarsten hat Kofi Amoako über seine persönlichen Ziele, die Wucht der Fans in Dresden und auch seine Liebe zum Klavier gesprochen.

Die ersten Eindrücke im Trainingslager: „Die ersten Tage sind echt wild. Es ging ja gleich mit dem Rafting los. Das fand ich sehr schön, dass wir mit dem Teambuilding direkt begonnen haben. Ansonsten kenne ich das so, dass du das erst ganz am Ende eines Trainingslagers machst. Ich hatte gleich das Gefühl, ich bin in eine Mannschaft hereingekommen, die schon sehr eng beieinander ist und die mich herzlich aufgenommen hat.“

Der erste Kontakt mit Dynamo Dresden: „Ich bin ein Hannoveraner Junge, aus dem Westen halt. Man hört ja nicht nur Gutes über den Osten. Ich war zunächst ein bisschen skeptisch. Ich bin halt ein dunkelhäutiger Spieler. Aber die Dynamo-Verantwortlichen haben mich und meine Freundin eingeladen und uns direkt überzeugt. Eine Woche später war ich beim Medizincheck und habe unterschrieben. Außerdem habe ich ein paar Freunde, die schon in Dresden gespielt haben. Yannick Müller meinte, wenn du alles gut machst, wirst du richtig gefeiert.“

Die Fans von Dynamo Dresden: „Die Stimmung war erdrückend, als wir mit Osnabrück hier gespielt haben. Deshalb haben wir es extra so gemacht, dass wir gleich auf die Kurve spielen, damit wir schon in der ersten Halbzeit alles abbekommen. Mit diesen Fans im Rücken kann man eigentlich nur gut spielen. Sie geben dir so einen Push, das ist fast wie Doping für die Spieler.“

Über das Angebot des FC Chelsea im März: „Mein Handy war voll von Nachrichten von Freunden. Aber das war halt nichts Konkretes von Chelsea. Ich war auf der Liste, aber noch nichts Konkretes.“

Kofi Amoako bedankt sich bei Niko Kovač

Seine Lieblingsposition: „Sechser- oder Achterposition. Der Übergang von der Sechs zur Acht – dort fühle ich mich am wohlsten. So sieht es auch Thomas Stamm. Auch deshalb hat mich der Wechsel nach Dresden gereizt.“

Die Zeit unter Niko Kovač in Wolfsburg: „Er hat mir zum ersten Mal gezeigt, wie man vernünftig Fußball spielt. Genau zu wissen, wo man stehen muss. Oder manche Sache auch mal mit einem Kontakt zu lösen. Ich bin zwar noch nicht der Vollprofi in diesen Sachen, aber Niko Kovač hat schon einen Eindruck bei mir hinterlassen. Er hat auch einen Sechser aus mir gemacht.“

Das letzte Jahr in Osnabrück: „Ich muss sagen, das Jahr war sehr wichtig für mich. Es gab viele Höhen und Tiefen. Ich bin zum ersten Mal in einen Verein gekommen, wo es hieß, du musst jetzt performen. Deshalb hat man mich geholt. In Wolfsburg war ich halt der junge Spieler, der noch Zeit braucht. Osnabrück hat mich sehr geprägt. Ich habe in Osnabrück gemerkt, dass ich mit Druck umgehen kann. Ich mag den Druck, er reizt mich.“

Seine Ziele für die neue Saison: „Für mich ist der nächste Schritt, erstmal hier anzukommen. Das ist eine neue Liga, ein neues Umfeld und neue Mitspieler. Aber ich will natürlich auch voll angreifen, sobald ich hier angekommen bin.“

3.Liga: Rot-Weiss Essen - VFL Osnabrück; 11.05.2025: 3.Liga: Rot-Weiss Essen - VFL Osnabrück 11.05.2025 Kofi Amoako VFL Osnabrück, 6 3.Liga: Rot-Weiss Essen - VFL Osnabrück Stadion an der Hafenstraße, Essen, 11.05.2025 DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi video. *** 3 Liga Rot Weiss Essen VFL Osnabrück 11 05 2025 Kofi Amoako VFL Osnabrück, 6 3 Liga Rot Weiss Essen VFL Osnabrück Stadion an der Hafenstraße, Essen, 11 05 2025 DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi video Copyright: xBEAUTIFULxSPORTS/Buriakovx

In der vergangenen Saison war Kofi Amoako vom VfL Wolfsburg an den VfL Osnabrück ausgeliehen und etablierte sich dort als Stammspieler in der 3.Liga.

Imago/Beautiful Sports/Buriakov

Über seine familiären Wurzeln in Ghana: „Mein Vater ist aufgrund des Fußballs nach Deutschland gekommen. Ich bin hier geboren. Für mich ist Deutschland die Heimat. Ich habe noch eine Tante in Ghana. Der Vater meiner Mutter lebt auch dort. Ich selbst war zweimal in Ghana. Das war sehr aufregend – und ganz anders als in Deutschland, etwas weniger Struktur. Trotzdem war es schön. Und es gab Heimatessen. Das Essen von Mama kann man dort einfach an der Straße kaufen.“

Seine Familie: „Ich habe fünf Brüder. Davon spielt aber nur einer Fußball. Die anderen sind nicht fit genug, sage ich mal…“

Seine Hobbys: „Ich höre zwar Musik aus Ghana, aber das ist nicht mein Favorit. Ich mag deutsche Musik, 99 Luftballons zum Beispiel. Ich fühle mich als typischer Hannoveraner Junge. Ansonsten schaue ich gern Netflix. Und ich will in Dresden jetzt Klavierspielen lernen und in einen Anfängerkurs einsteigen. Ich höre zum Einschlafen oft ruhige Musik, Klavier zum Beispiel. Und das möchte ich auch mal spielen können.“