Dynamo Dresden 2. Bundesliga: Warum der Sieg in Bochum zum Wendepunkt werden kann

Jubel bei Dynamo Dresden: Hier feiern Alexander Rossipal (links) und Konrad Faber den Auswärtssieg beim VfL Bochum.
David Inderlied/dpa- Dynamo Dresden gewinnt 2:1 gegen den VfL Bochum und beendet eine dreimonatige Sieglos-Serie.
- Der Sieg bringt Dresden auf den Relegationsplatz 16 der 2. Bundesliga und neues Selbstvertrauen.
- Tore von Alexander Rossipal und Vincent Vermeij sichern eine 2:0-Halbzeitführung.
- Trainer Stamm lobt die Leistung und betont die Wichtigkeit des Sieges für den Abstiegskampf.
- Nächstes Spiel gegen Fortuna Düsseldorf soll weiteren Auftrieb für die Rückrunde geben.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Spieler von Dynamo Dresden feierten vor der Fankurve den 2:1 (2:0)-Auswärtssieg im Kellerduell beim VfL Bochum. Es war pure Erleichterung bei Schwarz-Gelb nach dem ersten Sieg seit drei Monaten. Und es waren überlebenswichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga.
Neun Spiele ohne Sieg hatten nicht nur am Selbstvertrauen gezehrt, sondern den Aufsteiger auch in der Tabelle ins Hintertreffen gebracht. So mancher stellte sich die bange Frage: Hat die SGD überhaupt noch eine Chance im Abstiegskampf? Nach dem 13. Spieltag sieht die Lage besser aus. Dynamo ist auf Relegationsrang 16 geklettert.
„Da war nach dem Schlusspfiff viel Euphorie“, konstatierte Vincent Vermeij. Die SGD spielte eine starke erste Halbzeit und lag durch Treffer von Alexander Rossipal (25. Minute) und Vermeij (45.+1) zur Pause mit 2:0 vorn.
Nach dem Wechsel und dem Anschlusstreffer durch Bochums Cajetan Lenz (59.) wurde es zwar nochmal eng, aber anders als in den Wochen zuvor brachten die Gäste den Vorsprung über die Zeit. „Man hat auch in den Spielen davor gemerkt, dass wir mithalten können. Uns hat einfach nur dieses Punch-Gefühl gefehlt, gierig die Punkte mitzunehmen“, beschreibt Alexander Rossipal den kleinen, aber feinen Unterschied.
Dynamo Dresden braucht dieses Punch-Gefühl
Dieses Punch-Gefühl, also dem Gegner den entscheidenden Schlag zu versetzen, wird Dynamo Dresden auch in den verbleibenden vier Spielen bis zur Winterpause brauchen, um sich eine gute Ausgangsposition für die Rückrunde zu erarbeiten. Zumal es erst die zweite Saison war. Den ersten Dreier gab es Mitte August bei Arminia Bielefeld. Auch damals dachte man, dass Trainer Thomas Stamm und sein Team in der 2. Liga angekommen sind.
Mit Blick auf die spielerischen Leistungen konnte man das zwar weitgehend gelten lassen – in Sachen Punktausbeute aber nicht. In Bochum stimmte über weite Strecken die Leistung, die Punktausbeute sowieso. Stamm: „Wir haben uns belohnt, auch wenn wir schon bessere Spiele gemacht haben. Wichtig ist, dass wir das Selbstvertrauen mitnehmen.“
Aufstiegs-Euphorie nach dem Spiel gegen den VfL Bochum
Was macht Mut, dass der Auswärtssieg in Bochum die Wende bringt? Die Mannschaft ist in den vergangenen Wochen an der Durststrecke auch mental gereift. Die Aufstiegs-Euphorie, die in Bielefeld beflügelt hat, ist längst verflogen. Jetzt geht es allein über das Stehvermögen in der 2. Liga. Außerdem sind mit Abwehrmann Julien Pauli und Vincent Vermeij für den Sturm zwei wichtige Alternativen dazugekommen.
Ein weiterer Dreier gegen Fortuna Düsseldorf am Sonntag (13.30 Uhr) wäre natürlich hilfreich. Optimismus ist angebracht – zu viel Euphorie auf keinen Fall. Alexander Rossipal fasst die Gefühlslage so zusammen: „Jetzt kurz durchschnaufen, genießen und gegen Düsseldorf genau wie in Bochum wieder alles reinknallen.“ Dann kann dieser Auswärtssieg wirklich zum Wendepunkt werden.


