DEL2-Playoff in Weißwasser: Füchse gehen mit Bravour und Tränen in die Sommerpause

Enges Duell: Hier kämpfen Georgiy Saakyan (links) von den Lausitzer Füchsen und der Kasseler Jake Weidner um den Puck.
Thomas Heide- Weißwasser scheidet im DEL2-Viertelfinale aus: 2:3 gegen Kassel, Serie 2:4 verloren.
- Spielverlauf: 1:0 durch Lane Scheidl, Kassel dreht die Partie, Broda verkürzt auf 2:3.
- Verletzungen prägen die Serie, erneut Ausfall: Lennard Nieleck nach Knie-Check von Simon Schütz.
- Kassels Jake Weidner trifft doppelt, darunter ein Powerplay-Tor – Morrone pariert mehrfach stark.
- Umfeld eskaliert: Ermittlungen gegen Kassels Trainer Todd Woodcroft und Fanaktion beim Huskies-Training.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Für die Lausitzer Füchse ist die Eishockey-Saison 2025/26 beendet – sie verabschieden sich mit Bravour. Weißwasser unterlag am Sonntagabend auf heimischem Eis den Kassel Huskies 2:3 (1:0, 0:1, 1:2) und scheidet damit nach großem Kampf im Playoff-Viertelfinale der DEL2 aus. Der Favorit aus Kassel zieht mit einem 4:2 in dieser Serie nach dem Modus „best of seven“ zwar ins Halbfinale ein, tat sich gegen die tapferen Füchse aber viel schwerer als erwartet. Die Mannschaft von Cheftrainer Christof Kreutzer verlor im Verlauf der Serie mehrere Spieler aufgrund von Verletzungen.
Nach dem Spiel flossen die Tränen, das Team von den Fans gefeiert. „Meine Mannschaft hat alles auf das Eis gebracht, was sie hat. Sie hat auch diesmal wieder hart gearbeitet“, lobte Christof Kreutzer. „Wir waren ein gleichwertiger Gegner, obwohl Kassel vom Kader eigentlich eine andere Stufe ist. Wir haben in jedem Spiel mitgehalten.“
Diese dramatische Viertelfinalserie wurde in den vergangenen Tagen durch die Vorfälle um den Kasseler Trainer Todd Woodcroft mit immer mehr Brisanz aufgeladen. Woodcroft hatte sich eine Strafanzeige wegen Bedrohung nach Paragraf 241 Strafgesetzbuch eingehandelt, weil er beim Eistraining der Kassel Huskies am Dienstagvormittag dem Wirt der Stadiongaststätte in der Eisarena mit der Kopf-ab-Geste gedroht haben soll. Woodcroft und Huskies bestreiten diese Geste, sie werfen Pinter eine Fehlinterpretation vor.
Am Freitagabend nach der Kasseler Heimniederlage gegen Weißwasser hatte Woodcroft dann in der Pressekonferenz die Führung der Lausitzer Füchse um Geschäftsführer Dirk Rohrbach mit scharfen Worten angegriffen und „eine Entschuldigung“ gefordert. Als Reaktion gab es eine kuriose Aktion der Füchse-Fans: Mehr als 100 Anhänger erschienen am Sonntagvormittag in der Eisarena und begleiteten das Training der Huskies stimmungsvoll mit markigen Sprüchen.
Bei den Füchsen kehrte mit Christopher Theodore immerhin einer der verletzten Spieler ins Team zurück. Die mit 2975 Besuchern ausverkaufte Halle kochte gleich in der Startphase. Lane Scheidl schoss die Gastgeber bereits nach vier Minuten in 1:0-Führung. Scheidl wurde in Überzahl freigespielt und knallte den Puck in den Winkel. Es gab aber auch die nächste schwere Verletzung: Mit Lennard Nieleck fiel ein weiterer Leistungsträger nach einem Check gegen das Knie durch Simon Schütz verletzt aus. Für Schütz war die Partie mit Spieldauerdisziplinarstrafe beendet – für den stark humpelnden Nieleck auch.

Für Lennard Nieleck von den Lausitzer Füchsen war die Partie gegen Kassel nach einem Check gegen das Knie beendet.
Thomas HeideMit Beginn des zweiten Drittels legte Kassel zu. Jake Weidner traf zum 1:1-Ausgleich (32.) – für die Füchse gab es nur noch wenig Entlastung durch eigene Offensivaktionen. Torhüter Anthony Morrone rückte mehr und mehr in den Mittelpunkt – wie schon so oft in dieser Serie. Erneut Jake Weidner brachte Kassel mit einem Überzahltreffer auf die Siegerstraße (3:1/45.). Aber auch diesmal gaben die Füchse nicht auf: John Broda gelang noch das 2:3 (55.).
Am Ende blieb nur noch die emotionale Verabschiedung. „Ich bin stolz und überwältigt, was wir in dieser Saison gemeinsam geleistet haben“, bedankte sich Geschäftsführer Dirk Rohrbach bei der Mannschaft und den Fans.

