DEL2 Lausitzer Füchse
: Neuzugang fürs Tor – das ist der Plan im Probetraining

Der kanadische Torhüter Matthiew Galajda absolviert derzeit ein Probetraining bei den Lausitzer Füchsen. Noch ein Torhüter für Weißwasser? Geschäftsführer Dirk Rohrbach erklärt den Plan.
Von
Frank Noack
Weißwasser
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Die Lausitzer Füchse aus Weißwasser suchen nach Alternativen auf der Torhüter-Position.

Thomas Heide

Die Lausitzer Füchse aus Weißwasser hatten kurz vor der Länderspielpause in der DEL2 mit einer interessanten Neuverpflichtung für Diskussionen unter den Fans gesorgt. Der kanadische Torhüter Matthiew Galajda (26) absolviert vier Wochen lang ein Tryout im Fuchsbau.

Matthiew Galajda ist im europäischen Eishockey kein unbeschriebenes Blatt. In der vergangenen Spielzeit stand er bei Djurgardens IF in Schweden unter Vertrag. Kein Wunder also, dass sich so mancher Fan fragte: Was ist der Plan mit dem neuen Torhüter?

Zumal die Lausitzer Füchse speziell bei den Torhütern auf die Kooperation mit den Eisbären Berlin aus der DEL bauen können. Im Moment stehen beiden Teams insgesamt vier Keeper zur Verfügung. Jake Hildebrandt ist die Nummer eins in Berlin. Jonas Stettmer und Nikita Quapp pendeln zwischen der Hauptstadt und Weißwasser. Tommi Steffen ist Backup bei den Lausitzer Füchsen.

„Mit Matthiew Galajda als Tryout-Verpflichtung wollen wir uns auf dieser wichtigen Position einfach absichern. Denn die Frage ist immer: Was passiert, wenn sich einer der vier Torhüter verletzt“, erklärt Dirk Rohrbach als Geschäftsführer der Lausitzer Füchse. Wie schnell das gehen kann, erlebte Weißwasser am Anfang der Saison, als Tommi Steffen verletzt ausfiel. Als Ersatz musste damals der erst 19 Jahre alte Stephan Steinke aus dem U23-Team als Backup nach oben gezogen werden.

Um genau für solche Fälle gewappnet zu sein, wird derzeit der Kanadier Matthiew Galajda im Tryout getestet. Er soll auch bei den Eisbären Berlin eine Woche lang mittrainieren. Allerdings würde Galajda aktuell unter das Ausländer-Kontingent fallen, das bei den Lausitzer Füchsen derzeit schon ausgeschöpft ist. Laut Dirk Rohrbach laufen parallel die Recherchen, ob der Kanadier eventuell einen deutschen Pass erhalten kann.

Im Moment profitieren beide Seiten von diesem Probetraining. Matthiew Galajda, der in dieser Saison noch ohne Verein ist, kann in Weißwasser unter professionellen Bedingungen trainieren. Im Gegenzug bietet sich den Lausitzer Füchsen womöglich die Chance, perspektivisch einen erfahrenen Keeper unter Vertrag nehmen zu können. „Nach dem Ende des Tryouts werden wir uns zusammensetzen und schauen, wie es weitergeht“, kündigte Rohrbach an.

Für die Lausitzer Füchse geht es nach der Länderspielpause mit dem Heimspiel gegen den EC Bad Nauheim weiter (17. November, 19.30 Uhr).