DEL2 Lausitzer Füchse und Kassel Huskies
: Hunter Garlent vor Rückkehr nach Deutschland?

Hunter Garlent hat die Lausitzer Füchse aus Weißwasser in der vergangenen Saison zum DEL2-Klassenerhalt geschossen. Nun steht der Spieler des Jahres vor einer spektakulären Rückkehr – das ist sein neuer Club.
Von
Frank Noack
Weißwasser
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Der Goldhelm: Hunter Garlent spielt zwei Jahre lang sehr erfolgreich für die Lausitzer Füchse in der DEL2.

Thomas Heide

Über dieses heiße Gerücht wird in der Eishockey-Szene schon seit einigen Tagen getuschelt – auch bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser. Nun scheint die spektakuläre Rückkehr von Hunter Garlent in die DEL2 perfekt zu sein.

Der 28 Jahre alte Stürmer wird mit DEL2-Spitzenreiter Kassel Huskies in Verbindung gebracht. Am Donnerstag (28. Dezember) hatten zuerst das Internetportal Eisblog sowie die Fan-Community @connECKtion aus Kassel berichtet. Demnach sollen sich die Kassel Huskies mit sofortiger Wirkung die Dienste von Hunter Garlent gesichert haben. Nach Recherchen von LR.de geht es bei den Verhandlungen auch um eine Ablösesumme, was im Eishockey – anders als beispielsweise im Fußball – sehr ungewöhnlich ist.

Hunter Garlent war in der vergangenen Zweitliga-Saison nicht nur Topscorer der Lausitzer Füchse, sondern wurde sowohl als „Bester Spieler“ und auch als „Bester Stürmer“ in der DEL2 geehrt. Mit insgesamt 151 Scorerpunkten, davon 60 Treffern und 91 Torbeteiligungen, erreichte er in zwei Spielzeiten jeweils Spitzenwerte.

Zur Saison 2023/24 wechselte Garlent zum HC Thurgau in die 2. Liga der Schweiz. Garlent sei der „Wunschtransfer“ und habe einen Einjahresvertrag unterschrieben, teilt der HC Thurgau damals mit. Auch in der Schweiz zeigte der Stürmer seine Scorer-Qualitäten. In 32 Spielen stehen für ihn zwölf Tore und 18 Vorlagen zu Buche.

Lausitzer Füchse hielten Kontakt mit ihrem ehemaligen Topscorer

In den vergangenen Tagen wurde Hunter Garlent auch beim EC Bad Nauheim als möglicher Neuzugang gehandelt. Nach unseren Recherchen scheiterten die Verhandlungen aber an der Höhe der Ablösesumme.

Die Lausitzer Füchse hatten ebenfalls stets den Kontakt zu ihrem ehemaligen Topscorer gehalten. Aktuell setzt man in Weißwasser jedoch mehr auf die Ausgeglichenheit des Kaders. 2022/23 war Garlent zwar die Lebensversicherung für den vorzeitigen Klassenerhalt. Die Mannschaft von Trainer Petteri Väkiparta war dadurch aber auch recht ausrechenbar für die Gegner.

Die Kassel Huskies führen die Tabelle vor den Ravensburg Towerstars sowie dem ESV Kaufbeuren an. Kassel will in dieser Saison unbedingt den Aufstieg in die DEL schaffen. Dass Garlent bereits verpflichtet sei, verneinte Kassels Geschäftsführer Paul Sinizin allerdings am Donnerstag gegenüber der HNA: „Das ist nicht der Fall. Wir scouten akribisch, besuchen Spiele von interessanten Akteuren. Es gibt auch immer Kontakt zu Agenten und Spielern – das ist ganz normal. Hunter Garlent ist einer, der ligaunabhängig weiterhelfen kann. Aber wie gesagt: Er ist nicht verpflichtet, sondern hat einen Vertrag in der Schweiz.“