Lausitzer Füchse gegen Regensburg: Verletzungssorgen in Weißwasser immer schlimmer

Lausitzer Füchse im Pech: Verteidiger Sam Ruopp (M.) verletzte sich im Spiel gegen den ESV Kaufbeuren.
Thomas HeideFür die Fans der Lausitzer Füchse ist der Haupteingang zur Eisarena in Weißwasser ein guter Ort, um sich über die aktuelle Personalsituation in der Mannschaft zu informieren. Spieler, die wegen Verletzungen oder aus anderen Gründen derzeit nicht unten auf dem Eis stehen können, schreiben oben am Eingang vor dem Spiel Autogramme. Zumindest dann, wenn ihre aktuelle Blessur diesen Dienst am Fan zulässt.
Auch vor dem Spiel gegen den ESV Kaufbeuren (2:3 n.P.) gab es am Haupteingang einiges zu sehen. Dominik Bohac und Rayan Bettahar unterschrieben dort ihre Autogrammkarten. Anders ausgedrückt: Das Lazarett der Lausitzer Füchse ist derzeit ziemlich groß. Am Dienstagabend gegen Kaufbeuren kam mit Sam Ruopp ein weiterer Spieler dazu. Der Verteidiger verletzte sich kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit bei einer Rettungsaktion vor dem eigenen Tor und fuhr sofort in die Kabine. Nach ersten Erkenntnissen hat sich Ruopp eine Schulterverletzung zugezogen.
Trainer Petteri Väkiparta kommentierte das zunehmende Verletzungspech nüchtern. „Die verletzten Spieler sind ein wichtiger Teil unserer Mannschaft. Es ist immer schade, wenn mehrere Spieler nicht dabei sein können“, erklärte Väkiparta nach dem Spiel gegen Kaufbeuren.
Personeller Aderlass bei Lausitzer Füchsen
In der ersten Partie des neuen Jahres 2024 war den Gastgebern der personelle Aderlass deutlich anzumerken. Die Lausitzer Füchse kassierten die zweite Niederlage in Folge. In der Tabelle der DEL2 liegt Weißwasser jetzt auf Platz sieben.
Am schlimmsten hat es Samuel Dove–McFalls erwischt. Der Stürmer bekam im Heimspiel gegen die Starbulls Rosenheim einen Puck ins Gesicht und verlor dabei mehrere Zähne. Positiv: Dove–McFalls konnte laut Trainer Petteri Väkiparta das Carl–Thiem–Klinikum in Cottbus inzwischen wieder verlassen. Immerhin sei der Zustand des Stürmers „okay“, so Väkiparta. An einen Einsatz auf dem Eis ist am kommenden Wochenende aber nicht zu denken.
Jake Coughler verletzte sich ebenfalls gegen Rosenheim am Rücken, als er mit großer Geschwindigkeit in die Bande krachte. Bei Spielern wie Coughler und Bohac schaue man bezüglich der Einsatzchancen „von Tag zu Tag“, teilte Väkiparta mit.
Das aktuelle Verletzungspech wirkt sich natürlich auf den taktischen Plan der Lausitzer Füchse aus. Denn Spieler wie Samuel Dove–McFalls und Jake Coughler sind mit ihrer körperlichen Präsenz in der Offensive im Prinzip nicht eins zu eins zu ersetzen. Speziell in der Offensive tat sich Weißwasser schon vor dieser Verletztenmisere schwer. Mit 85 Toren haben die Lausitzer Füchse die wenigsten Treffer aller Teams erzielt.
Nächstes Heimspiel am Freitag gegen Regensburg
„Wir müssen trotzdem unser Spiel machen. Spieler, die bislang vielleicht eine kleinere Rolle im Team hatten, können sich nun so gut wie möglich präsentieren. Lukas Valasek beispielsweise hat in den vergangenen zwei, drei Spielen einen guten Job gemacht. Wir sind stolz auf jene Spieler, die spielen. Das ist unsere Mannschaft“, betonte Petteri Väkiparta.
Und — es gibt auch eine Nachricht aus dem Lazarett, die Hoffnung macht. Man hofft bei den Lausitzer Füchsen, dass sich die Verletzung von Sam Ruopp nicht als allzu schwer erweist und der Verteidiger eventuell bereits am Freitag (5. Januar) im nächsten Heimspiel gegen die Eisbären Regensburg (19.30 Uhr) wieder mitwirken kann. Andernfalls wird Ruopp vermutlich Autogramme für die Fans schreiben.

