DEL2 in Weißwasser
: Lausitzer Füchse kassieren nächste Niederlage

Die Lausitzer Füchse verlieren auch gegen Bayreuth und setzen die Talfahrt in der DEL2 fort. Weißwasser zeigt mit kleinem Kader immerhin eine Leistungssteigerung, rutscht in der Tabelle aber weiter ab. Keine guten Nachrichten gibt es von Stürmer Rylan Schwartz.
Von
Frank Noack
Weißwasser
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  • Thomas Reichel (M.) erzielte den 1:1-Ausgleich für die Lausitzer Füchse in der DEL2-Heimpartie gegen den EHC Bayreuth.

    Thomas Reichel (M.) erzielte den 1:1-Ausgleich für die Lausitzer Füchse in der DEL2-Heimpartie gegen den EHC Bayreuth.

    Thomas Heide
  • Rylan Schwartz ist am Rücken verletzt. Der Stürmer von den Lausitzer Füchsen verfolgte die Partie gegen Bayreuth als Zuschauer.

    Rylan Schwartz ist am Rücken verletzt. Der Stürmer von den Lausitzer Füchsen verfolgte die Partie gegen Bayreuth als Zuschauer.

    Thomas Heide
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Nächstes Spiel, nächste Niederlage: Die Lausitzer Füchse finden einfach keinen Weg aus dem Tal der Enttäuschung. Mit dem 1:3 gegen den EHC Bayreuth kassierte Weißwasser am Sonntag eine weitere Pleite in der DEL2. Trotz einer Leistungssteigerung und zahlreicher Torchancen reichte es wieder nicht zum Sieg für die Mannschaft von Trainer Corey Neilson.

Die Negativserie geht also weiter. In den zurückliegenden zehn Partien gab es nur einen einzigen Erfolg. Weißwasser rutscht auf Rang zwölf der DEL2–Tabelle ab.

Bei den Lausitzer Füchsen hat sich die personelle Situation nach der 0:1–Niederlage nach Verlängerung bei den Eislöwen Dresden am Freitagabend weiter zugespitzt. Neben Torjäger Rylan Schwartz fehlten gegen den EHC Bayreuth auch noch Kapitän Brad Ross sowie Philip Kuschel, der in Dresden zwar sein 150. Pflichtspiel für Weißwasser absolviert hatte, nach einem Check gegen die Bande aber verletzt raus musste.

Für Gesprächsstoff unter den Fans sorgt derzeit vor allem der Ausfall von Rylan Schwartz. Der zweitbeste Scorer des Teams stand beim Derby in Dresden überraschend nur in der 4. Reihe auf dem Spielberichtsbogen. Allerdings kam Schwartz dann letztlich nicht zum Einsatz, sondern verfolgte das Derby als Zuschauer. In der Pressekonferenz nach dem Spiel sprach Füchse–Trainer Corey Neilson von einer „internen Entscheidung“ in Sachen Rylan Schwartz und heizte damit — wohl unbewusst — die Spekulationen weiter an.

Die Rundschau kennt die Hintergründe. Demnach hat sich Rylan Schwartz untermittelbar vor der Partie in Dresden eine Rückenblessur zugezogen. Spieler und Trainer hatten zwar auf kurzfristige Besserung gehofft — daher die Nominierung zumindest für die 4. Reihe. Diese Hoffnung erfüllte sich jedoch nicht.

Wann Rylan Schwartz auf das Eis zurückkehren kann, ist offen. Auch am Sonntag saß er auf der Tribüne und griff sich mit schmerzverzerrtem Gesicht immer wieder an den lädierten Rücken.

Die krisengeplagten Füchse legten einen Horror–Start in diesem Heimspiel hin. Mit Nick Ross unterlief ausgerechnet dem erfahrensten Verteidiger ein katastrophaler Fehlpass im eigenen Drittel. Markus Lillich stand plötzlich frei und nutzte den Fauxpas in der 5. Minute zum 1:0 für Bayreuth. Dabei haben die Gäste derzeit ebenfalls große Personalsorgen. In Weißwasser standen lediglich 13 Feldspieler zur Verfügung.

Im 2. Drittel konnten dann endlich auch die Gastgeber mal wieder über ein Tor jubeln. Thomas Reichel erzielte das 1:1 (28.). Und auch in Überzahl spielten die Füchse jetzt zumindest etwas zwingender als zuletzt. In dieser Rangliste ist Weißwasser das Team mit der schwächsten Ausbeute in der DEL2.

Angesichts der kleinen Kader auf beiden Seiten wurde die Partie natürlich mehr und mehr zur Kraftfrage. Die Füchse boten auch im letzten Drittel eine couragierte Leistung. Aber: Sie wurden genau wie am Freitag in Dresden beim entscheidenden Treffer auch diesmal wieder ausgekontert. Tim Zimmermann lief in der 55. Minute allein auf Torhüter Mac Carruth zu und traf mit seinem Schuss über die die Fanghand zum 2:1. Mitten in die finale Druckphase der Gastgeber, die Torhüter Mac Carruth vom Eis nahmen, fiel das 3:1 durch Ville Järveläinen (60.).

Das sagen die Trainer

Petri Kujala (Trainer EHC Bayreuth: „Wir haben gut angefangen. Am Ende war es dann mit so wenigen Spielern schwierig. Zumal die Füchse viel Druck gemacht haben. Marco Wölfl im Tor hat überragend gehalten. Das war eine sehr, sehr gute Mannschaftsleistung. Wir haben mit viel Kampf drei Punkte geholt und sind natürlich zufrieden.“

Corey Neilson (Trainer Lausitzer Füchse): „Das 1. Drittel war richtig schlecht. Da haben Konzentration und Wille gefehlt. Danach wurde es besser. Im 3. Drittel hatten wir viel Puckbesitz. Aber wir haben wieder kein Tor geschossen. Auch unsere Topspieler treffen nicht, wir holen einfach keine Punkte. Es ist insgesamt sehr frustrierend.“

Lausitzer Füchse — EHC Bayreuth 1:3 (0:1, 1:0, 0:2)
Tore: 0:1 Lillich (5.), 1:1 Reichel (28.), 1:2 Zimmermann (55.), 1:3 Järveläinen (60.); Schiedsrichter: Schütz/Singer; Zuschauer: keine; Strafminuten: 14/12.

Komplette Statistik

Das nächste Spiel: EV Landshut — Lausitzer Füchse (Freitag, 19.30 Uhr)