Zeitgeschichte
: Überfall auf die Nichts geschah damals zufällig.“

Am 18. Juni 2021 hielt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine Rede zum 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 und der Eröffnung der Ausstellung „Dimensionen eines Verbrechens. Sowjetische Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg“ in Berlin-Karlshorst. Wir dokumentierne den Wortlaut.
Von
Jörn Sandner
Berlin
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier legt zum Gedenken an den 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion am sowjetischen Ehrenmal Schönholzer Heide einen Kranz nieder.

Wolfgang Kumm

Bilder des Hungers und des Elends

Boris Popov ist eine beeindruckende Erscheinung

Infanteristen gehen beim Ostfeldzug der Deutschen gegen die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg durch die litauische Ortschaft Vilkija. ⇥

Buss

Die Entfesselung von Hass und Gewalt

Mit dem Vormarsch der deutschen Truppen beginnt das Morden

Das grausame Morden geht in der Etappe weiter

Steinmeier beim Besuch der Ausstellung „Dimensionen des Verbrechens“ im Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst⇥

Jörg Carstensen

Das ist die Aufgabe der heutigen Generation

Wir schauen heute viel zu selten in den Osten Europas

„Die Stille ist schlimmer als Tränen und Flüche“

Der Krieg ließ jedes menschliche Maß hinter sich

Der Bundespräsident hat zum Gedenken am sowjetischen Ehrenmal Schönholzer Heide einen Kranz niedergelegt. ⇥

Wolfgang Kumm

Vernichtungswahn und mörderische Pläne

Die deutsche Generalität widersprach Hitlers Absichten nicht

Das schreckliche Grauen der Lager

Popovs Befreiung in Mühlberg an der Elbe

Boris Popovs Mutter überlebte die Blockade von Leningrad

Die Verbrechen der Deutschen lasten auf uns Nachkommen

Spuren der Vergangenheit lesen, um die Zukunft friedlich zu gestalten

Die Versöhnung über den Gräbern ist kostbar

Gefährlich sind Stillstand und Entfremdung

Geschichte darf nicht zur Waffe werden

Bei allem Streit: Es muss Platz für gemeinsame Erinnerung bleiben

Steinmeier besucht als erster Bundespräsident das Museum in Berlin-Karlshorst

Die zentrale Gedenkrede zum 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion hielt der Bundespräsident am 18. Juni im Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst, wo er die Ausstellung “Dimensionen eines Verbrechens. Sowjetische Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg”  eröffnete.

Er ist der erste Bundespräsident, der das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst besuchte. Das heutige Museum ist der historische Ort, an dem am 8. Mai 1945 die Kapitulation der deutschen Wehrmacht unterzeichnet worden ist.

Am 22. Juni, dem Jahrestag des Überfalls, legt Bundespräsident Steinmeier einen Kranz am Sowjetischen Ehrenmal Schönholzer Heide in Berlin-Pankow nieder.

Vor dem Denkmal der “Mutter Heimat” gedenkt der Bundespräsident der vielen gefallenen sowjetischen Soldatinnen und Soldaten und der zivilen Opfer des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion. Das Ehrenmal Schönholzer Heide ist neben den in Treptow und Tiergarten gelegenen eines der drei großen sowjetischen Ehrenmäler in Berlin. Dort liegen die sterblichen Überreste von über 13.000 Offizieren und Soldaten der Roten Armee, die in der Schlacht um Berlin 1945 starben. Das Ehrenmal erinnert auch an die Opfer unter den sowjetischen Kriegsgefangenen.