• Am 06.06.2021 wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt.
  • Rund 1,8 Millionen Sachsen-Anhalter sind zur Wahl aufgerufen.
  • Insgesamt stellen sich 449 Kandidatinnen und Kandidaten von 22 Parteien zur Wahl.
  • Ministerpräsident ist seit dem 19.04.2011 der CDU-Politiker Reiner Haseloff.
  • Parallel finden noch in einigen Regionen Landratswahlen und Bürgermeisterwahlen statt.
  • Kandidaten, Prognose, Übertragung im TV - diese Fakten sind für die Landtagswahl 2021 und den Wahl-Sonntag wichtig.
Am 06.06.2021 werden die 83 Abgeordneten des Landtags von Sachsen-Anhalt gewählt. Das Landesparlament der Sachsen-Anhalter tagt in der Landeshauptstadt Magdeburg. Die Landtagswahl findet alle fünf Jahre statt. Aktuell stellt die CDU die stärkste Fraktion mit 30 Abgeordneten. Dahinter folgt die AfD mit 21 Landtagssitzen. Ministerpräsident ist seit dem 19.04.2011 der CDU-Politiker Reiner Haseloff. Seit 2016 regiert er mit einer Koalition aus CDU, SPD und Bündnis 90/ Die Grünen.

Wahl Sachsen Anhalt 2021: Wähler müssen bei der Landtagswahl zwei Kreuze machen

Die Wähler müssen bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zwei Kreuze machen: Eines für den Direktkandidaten ihres Wahlkreises und eines für die Landesliste einer Partei. Jeder der 41 Wahlkreise wird im neuen Magdeburger Landtag dann von dem Direktkandidaten mit den meisten Stimmen vertreten. Weitere mindestens 42 Abgeordnete kommen darüber hinaus über die Landeslisten ins Parlament - sofern ihre Partei mehr als fünf Prozent der Zweitstimmen erreicht hat. Wählen darf man in Sachsen-Anhalt ab 18 Jahren.

Magdeburg

Wahl Sachsen Anhalt 2021: Im Wahlbüro gilt Maskenpflicht - Große Zahl an Briefwählern erwartet

Trotz rückläufiger Corona-Infektionszahlen rechnet das Land Sachsen-Anhalt mit einem deutlichen Zuwachs der Briefwahl-Stimmen.
  • Wähler sollten beim Besuch des Wahllokals zwingend an ihre medizinische Maske denken.
  • Die Briefwähler sollten ihre Wahlunterlagen rechtzeitig losschicken. „Um einen rechtzeitigen Eingang des Wahlbriefes sicherzustellen, sollte dieser aufgrund des hohen Briefwahlaufkommens spätestens am Donnerstag vor dem Wahltag mit der Post abgeschickt werden», betont Landeswahlleiterin Christa Dieckmann.
  • Briefwahlunterlagen können noch bis Freitag 18 Uhr bei der Gemeinde beantragt werden.
  • Diese müssen dann spätestens am Wahlsonntag dem 06.06.2021 bis 18 Uhr bei der auf dem Wahlbrief angegebenen Stelle eingehen.
  • Bei der Landtagswahl 2016 hatten sich in Sachsen-Anhalt nur 13,7 Prozent für die Briefwahl entschieden.

Wahl Sachsen Anhalt 2021: So sehen die aktuellen Prognosen aus

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat in den jüngsten Umfragen zur Landtagswahl am Sonntag gute Chancen auf eine dritte Amtszeit.
  • Nach dem am 28.05.2021 veröffentlichten ZDF-“Politbarometer“ der Forschungsgruppe Wahlen käme seine CDU auf 29 Prozent. Die AfD käme demnach auf 23 Prozent, die Linke 11 Prozent, die SPD 10 Prozent und die Grünen 9 Prozent. Die FDP, die derzeit nicht im Landtag vertreten ist, könnte mit acht Prozent dorthin zurückkehren. Die aktuelle Regierungskoalition aus CDU, SPD und Grünen hätte laut der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen ebenso eine parlamentarische Mehrheit wie ein Bündnis aus CDU, SPD und FDP. Sehr knapp reichen könnte es sogar für eine sogenannte Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP.
  • In dem am 27.05.2021 veröffentlichte „Sachsen-Anhalt-Trend“ von infratest dimap im Auftrag der ARD-“Tagesthemen“ wären ähnliche Koalitionen möglich: Darin hatte die CDU bei 28 Prozent und die AfD bei 24 Prozent gelegen. Die SPD würde laut imfratest dimap mit 11 Prozent knapp drittstärkste Kraft im Parlament, gefolgt von der Linken mit 10 Prozent und den Grünen mit 9 Prozent. Die FDP würde auch laut dieser Erhebung mit acht Prozent der Stimmen wieder in den Landtag einziehen können. Somit wären nach der ARD-Umfrage dieselben Koalitionen möglich wie nach der Umfrage vom ZDF.

Wahl Sachsen Anhalt 2021: Mit diesen Spitzenkandidaten gehen die Parteien in die Landtagswahl

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU)
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU)
© Foto: Ronny Hartmann, dpa

Reiner Haseloff (CDU) - Karrierehoch statt Ruhestand

Seit 2011 ist Reiner Haseloff Ministerpräsident und damit nach seinem hessischen Amtskollegen Volker Bouffier (CDU) der dienstälteste Landeschef. Noch vor einem Jahr sah es so aus, als würde der CDU-Politiker die Spitzenkandidatur einem Nachfolger überlassen - davon ging auch Haseloff aus, wie er kürzlich erstmals öffentlich sagte. Doch dann verkündete er erst, doch weiterzumachen - und schmiss wegen unabgestimmter Aussagen im Koalitionsstreit um den Rundfunkbeitrag zu einer möglichen Zusammenarbeit mit der AfD auch noch Kronprinz Holger Stahlknecht als Innenminister raus. Jetzt ist Haseloff mit 67 im Rentenalter. Und im Karrierehoch: Der verheiratete Katholik amtiert als Bundesratschef und wurde Anfang des Jahres erstmals als stimmberechtigtes Mitglied ins CDU-Bundespräsidium gewählt.
Oliver Kirchner, Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
Oliver Kirchner, Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
© Foto: Klaus-Dietmar Gabbert, dpa

Oliver Kirchner (AfD) - Corona statt Flüchtlinge

Oliver Kirchner ist seit 2014 in der AfD und seit 2018 Fraktionschef. Der 55 Jahre alte Magdeburger ist ein klassischer Quereinsteiger, handelte vor seiner politischen Karriere mit Autos. Er wird, wie viele Funktionäre und AfD-Mitglieder in Sachsen-Anhalt, dem offiziell aufgelösten «Flügel» um den Thüringer Björn Höcke zugerechnet. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft die Strömung als rechtsextremistisch ein. Seit Anfang dieses Jahres beobachtet der Landesverfassungsschutz nach dpa-Informationen die gesamte AfD Sachsen-Anhalt mit nachrichtendienstlichen Mitteln - eine offizielle Bestätigung gibt es dafür jedoch nicht. Kirchners AfD war 2016 auf Anhieb zweitstärkste Kraft geworden und machte im Landtag vor allem Front gegen Flüchtlinge. Seit Beginn der Pandemie arbeitet sich die Partei vor allem an der Corona-Politik von Bund und Ländern ab.
Eva von Angern, Spitzenkandidatin der Partei "Die Linke" für die Landtagswahlen 2021
Eva von Angern, Spitzenkandidatin der Partei "Die Linke" für die Landtagswahlen 2021
© Foto: Klaus-Dietmar Gabbert, dpa

Eva von Angern (Linke) - Will den Ossis das Kommando geben

Eva von Angern hat die mangelnde Repräsentanz von Ostdeutschen in Führungspositionen zu ihrem zentralen Wahlkampfthema gemacht. «Nehmt den Wessis das Kommando» ließ die 44-jährige Magdeburgerin auf ein Plakat drucken - allerdings nur auf eins, das nie aufgehängt wurde. Und dennoch zog die PR-Aktion. Tagelang wurde das Plakat hitzig debattiert, das habe der Benachteiligung von Ostdeutschen viel Aufmerksamkeit verschafft, sagt von Angern. Auch überparteilich setzt sich die Anwältin für Gleichstellung ein, ist seit 2011 Vorsitzende des Landesfrauenrates. Im Landtag gehörte unter anderem der Kampf gegen Kinderarmut zu ihren Themen. Von Angern war lange rechtspolitische Sprecherin und führt inzwischen gemeinsam mit Thomas Lippmann die Landtagsfraktion.
Katja Pähle (SPD), Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt
Katja Pähle (SPD), Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt
© Foto: Sebastian Willnow, dpa

Katja Pähle (SPD) - Jung und erfahren

Sie ist die jüngste Spitzenkandidatin und doch schon eine erfahrene Parlamentarierin: Die 43-jährige Katja Pähle sitzt seit zehn Jahren im Landtag, war schon davor für die SPD politisch aktiv. Nach dem Wahldebakel 2016, als die SPD ihre Stimmanteile auf gut 10 Prozent halbierte, war Pähle in die Bresche gesprungen und hatte den Fraktionsvorsitz von der gescheiterten Spitzenkandidatin Katrin Budde übernommen. Seitdem führt sie die geschrumpfte sozialdemokratische Fraktion souverän und geräuschlos durch die Kenia-Koalition. Den Listenplatz 1 bekam Pähle trotzdem nicht geschenkt, sondern erkämpfte sich die Spitzenkandidatur in einem Mitgliedervotum. Im Wahlkampf setzt Pähle vor allem auf klassisch sozialdemokratische Themen wie soziale Gerechtigkeit und den Kampf gegen rechte Gewalt.
Cornelia Lüddemann, Vorsitzende der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen-Anhalt
Cornelia Lüddemann, Vorsitzende der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen-Anhalt
© Foto: Peter Gercke, dpa

Cornelia Lüddemann (Grüne) - Mit dem Fahrrad auf der Überholspur

Die dritte Landtagsfraktionschefin auf einer Spitzenposition bei der Landtagswahl ist die Grüne Cornelia Lüddemann. Ein Parteitag kürte die Diplom-Pädagogin und frühere Landesvorsitzende bereits im September zur Spitzenkandidatin. Sie bildet gemeinsam mit Landeschef Sebastian Striegel und Umweltministerin Claudia Dalbert ein Spitzentrio. Neben den grünen Kernthemen Umwelt- und Klimapolitik wollen sie einen Schwerpunkt auf den Kampf gegen Rechts setzen. Außerdem stellte die 53-Jährige zuletzt immer wieder das Thema Verkehrswende in den Mittelpunkt. Sie wolle «die Vormachtstellung des Autoverkehrs brechen», kündigte Lüddemann an. Auch in Sachsen-Anhalt sind die Grünen im Aufwind - laut Umfragen könnten sie ihre 5 Prozent von der Wahl 2016 mehr als verdoppeln.
Lydia Hüskens, Spitzenkandidatin der FDP Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
Lydia Hüskens, Spitzenkandidatin der FDP Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
© Foto: Matthias Bein, dpa

Lydia Hüskens (FDP) - Heiß auf den Wiedereinzug

Nach zehn Jahren außerparlamentarischer Opposition wollen die Liberalen unbedingt in den Magdeburger Landtag zurückkehren. Spitzenkandidatin Lydia Hüskens kennt das Parlament, war von 2002 bis 2011 bereits Abgeordnete der FDP. «Ein Land fährt hoch» - ist ihr Slogan, der Wahlkampf jedenfalls läuft seit Wochen auf Hochtouren. Mit grellen Popart-Plakaten wirbt die Partei um Stimmen, drängt fast täglich mit Pressemitteilungen in die Medien - und packt die Sachsen-Anhalter dabei bei ihrem Stolz. Das Land sei in fast jeder Statistik letzter, so ein zentraler Kritikpunkte der Liberalen im Wahlkampf. Das müsse nicht so sein. Hüskens ist derzeit Geschäftsführerin des Studentenwerks Halle.

Cottbus

Wahl Sachsen Anhalt 2021: Das sind die Wahlkampfthemen

Die Corona-Krise überschattet auch den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt, nur wenige Themen finden daneben wirklich Gehör. Für Aufmerksamkeit sorgte unter anderem eine Kampagne der Linken, die die Benachteiligung Ostdeutscher auf dem Arbeitsmarkt anprangerte. Die Regierungsparteien werben mit den Erfolgen ihrer Arbeit.

Wahl Sachsen Anhalt 2021: Diese öffentlich-rechtlichen Sender übertragen die Landtagswahl

Die Landtagswahl am 06.06.2021 in Sachsen-Anhalt wird von mehreren TV-Sendern im Fernsehen und online live begleiten.
  • Ab 17.30 Uhr wird in der ARD in verschiedenen Sendeblöcken über den Ausgang der Wahlen und die Folgen berichtet. Elemente der Sendung sind die Infratest dimap Ergebnisse, Reporterbeiträge aus den Regionen, Runden mit SpitzenpolitikerInnen der Bundes- und Landespolitik und aller in den Landtag gewählten Parteien und ExpertInnenanalysen.
  • Um 19:20 Uhr diskutiert Tina Hassel, Studioleiterin und Chefredakteurin Fernsehen im ARD-Hauptstadtstudio, bei der „Berliner Runde“ mit den Generalsekretär:innen und Bundesgeschäftsführer:innen der in Fraktionsstärke im Bundestag vertretenen Parteien die Ergebnisse der Wahl in Sachsen-Anhalt und ihre bundespolitischen Auswirkungen.
  • Von der Wahl in Sachsen-Anhalt berichtet das ZDF am Sonntag, 6. Juni 2021, ab 17.45 Uhr live. Im ZDF-Wahlstudio in Magdeburg begrüßt die stellvertretende ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten die Zuschauerinnen und Zuschauer zu diesem Wahlabend und spricht direkt nach der Prognose um 18.00 Uhr mit führenden Köpfen der Berliner Parteien. An ihrer Seite im Studio ist zudem Parteienforscher Karl-Rudolf Korte. Die aktuellen Zahlen und Hochrechnungen liefern ZDF-Politikchef Matthias Fornoff und die Forschungsgruppe Wahlen.
  • Der Ausgang der Landtagswahl ist auch Thema in den 19 Uhr-"heute"-Nachrichten im ZDF. Im Wahlstudio kommen dazu die Spitzenkandidaten zu einer ersten Fragerunde zusammen.
  • Und auch das "heute journal" um 21.45 Uhr berichtet ausführlich über die Wahl in Sachsen-Anhalt.
  • Bereits ab 17.00 Uhr berichtet "ZDFheute live" online von der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
  • phoenix berichtet am Wahltag ab 17.00 Uhr live über den letzten Stimmungstest vor der Bundestagswahl im September, aktuelle Zahlen und Analysen werden ergänzt durch Live-Interviews und Gespräche aus Magdeburg und Berlin.
  • Nach der Tagesschau bittet Michaela Kolster um 20.15 Uhr zur "phoenix wahlrunde" mit hochkarätigen Gesprächspartnern, um den Wahlabend in Magdeburg eingehend zu analysieren. Ihre Gäste sind der Leiter der F.A.Z.-Parlamentsredaktion Eckart Lohse, DLF-Hauptstadtkorrespondentin Katharina Hamberger und WELT-Chefredakteurin Dagmar Rosenfeld.
  • Um 23.00 Uhr fasst Marlon Amoyal in "phoenix der tag" noch einmal die Ergebnisse und Reaktionen des Wahlabends zusammen.
  • In der MDR-Wahlsendung berichtet MDR Aktuell TV mit den Kolleg:innen vom Landesfunkhaus ab 17.45 Uhr in einem MDR Extra: Die Wahl. Die Moderator:innen sprechen mit Politiker:innen und Expert:innen, ordnen Filmbeiträge ein. Der Infratest dimap Moderator wird die Infratest-Dimap-Ergebnisse präsentieren – die Prognose, die Hochrechnungen, Wählerwanderung, mögliche Regierungskonstellationen usw.
  • Ab 20.15 Uhr wird es ein MDR Extra – Die Wahl im Bürgercheck geben. Was erwarten die Wähler:innen von der neuen Regierung? Die ModeratorInnen sprechen mit BürgerInnen, PolitikerInnen und ExpertInnen, ordnen Filmbeiträge ein. Der Infratest dimap Moderator wird weitere Infratest-dimapErgebnisse und Hintergrundanalysen präsentieren, als Grundlage für die Gespräche.

Wahl Sachsen Anhalt 2021: Rund 350.000 Sachsen-Anhalter nutzen Wahl-O-Mat zur Landtagswahl

Den Wahl-O-Mat der Landeszentrale für politische Bildung zur Landtagswahl am 06.06.2021 haben bislang rund 350.000 Sachsen-Anhalter genutzt. „Der Wahl-O-Mat ist auch deshalb wieder ein Renner, weil die Wählerinnen und Wähler hier auf einfache und spielerische Art und Weise herausfinden können, wo es die größten Übereinstimmungen zu den eigenen politischen Ansichten gibt“, betonte Direktor Maik Reichel am Mittwoch in einer Mitteilung der Landeszentrale. 2016 war das Online-Angebot damaligen Angaben zufolge bis zur Landtagswahl mehr als 488.000 Mal durchgespielt worden.

Wahl Sachsen Anhalt 2021: Landratswahlen in vier Landkreisen - Dessau-Roßlauer wählen neuen OB

Parallel zur Landtagswahl treffen rund 700.000 Wahlberechtigte in vier Landkreisen und zwei Städten in Sachsen-Anhalt auch kommunalpolitische Entscheidungen. So werden am Sonntag in den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld, Jerichower Land, Wittenberg und Mansfeld Südharz neue Landräte gewählt.

Landkreis Mansfeld-Südharz:

Gut zwei Jahre nach seinem Rücktritt will es Sachsen-Anhalts ehemaliger Finanzminister André Schröder (CDU) noch einmal wissen. Der 52-Jährige will Landrat in Mansfeld-Südharz werden. Dafür müsste sich der gebürtige Sangerhäuser gegen vier Mitbewerber und eine Mitbewerberin durchsetzen. Konkret sind das Silvio Jacob (Freie Bürger Mitteldeutschland), Cathèrine Kayser (AfD), Carsten Reuß (SPD) sowie André Ulrich und Sven Vogler (beide parteilos). Die amtierende Landrätin Angelika Klein (69, Linke) tritt nicht wieder an.

Landkreis Wittenberg:

Die längste Kandidatenliste weist der Landkreis Wittenberg auf. Neun Namen stehen auf dem Stimmzettel für die Landratswahl, darunter auch der von Christian Tylsch (CDU), dem Büroleiter von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). Der 1983 geborene Tylsch wollte bereits 2014 Landrat in Wittenberg werden, war aber in der Stichwahl knapp Jürgen Dannenberg (Linke) unterlegen. Der 68-Jährige stellt sich nicht wieder zur Wahl. Als möglichen Stichwahltermin gab der Landkreis den 20. Juni bekannt.

Landkreis Anhalt-Bitterfeld:

Den aktuell dienstältesten Landrat in Sachsen-Anhalt, Uwe Schulze in Anhalt-Bitterfeld, wollen drei Kandidaten beerben. Der 59 Jahre alte CDU-Politiker ist bereits seit 2001 Landrat, zunächst im Altlandkreis Bitterfeld und seit 2007 in Anhalt-Bitterfeld. Die Wahlberechtigten haben die Wahl zwischen Andy Grabner (CDU), Swen Knöchel (Linke) und Volker Olenicak (AfD). Eine mögliche Stichwahl ist für den 27. Juni angesetzt.

Landkreis Jerichower Land:

Im Jerichower Land möchte Landrat Steffen Burchhardt (SPD) im Amt bleiben. Der 40-Jährige hat mit Jan Braunsberger (CDU) nur einen Gegenkandidaten. Burchhardt hatte sich 2014 in einer Stichwahl mit fast 70 Prozent der Stimmen gegen Lutz-Georg Berkling (CDU) durchgesetzt.

Stadt Dessau-Roßlau:

In Dessau-Roßlau sind die Wählerinnen und Wähler aufgerufen, den Nachfolger von Oberbürgermeister Peter Kuras (FDP) zu bestimmen. Der 63-Jährige geht in den Ruhestand. Um den Chefposten im Rathaus buhlen acht Kandidaten, darunter Vertreter von CDU, AfD und den Grünen. Dessau-Roßlau ist neben Magdeburg und Halle eine von drei kreisfreien Städten in Sachsen-Anhalt.

Stadt Halle:

In Halle geht es am Sonntag auch um die Zukunft der Mobilität in der Innenstadt. Im November 2020 hatte der Stadtrat eine Konzeption für eine „weitestgehend autofreie Altstadt“ beschlossen, wogegen es ein Bürgerbegehren gegeben hatte. Das hatten nach Angaben der Initiatoren 9600 Hallenser und Hallenserinnen unterschrieben. Nun gibt es einen Bürgerentscheid mit der Frage, ob der Stadtratsbeschluss aufgehoben werden soll. Stimmen mindestens 20 Prozent der Wählerinnen und Wähler mit „ja“, wird der Beschluss aufgehoben.

Landtagswahl Sachsen Anhalt 2021: Große Mehrheit hat sich schon entschieden oder bereits gewählt

Am Sonntag (06.06.2021) wird in Sachsen-Anhalt gewählt. Nach einer aktuellen Umfrage haben sich dabei eine große Mehrheit der Wählerinnen und Wähler schon entschieden. Das legen die Ergebnisse einer Befragung des Meinungsbarometers MDRfragt nahe. Danach wissen 59 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits, welcher Partei sie am 6. Juni ihre Stimme geben werden. Weitere 27 Prozent erklärten, das bereits per Briefwahl getan zu haben. Nur zehn Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erklärten, sie seien noch unentschlossen. Die Ergebnisse sind nach Angaben des MDR nicht repräsentativ, aber gewichtet.