Kanzler in Kiew
: Merz an Moskau: „Wir lassen uns nicht einschüchtern“

Mehrfach gibt es Luftalarm während des Kiew-Besuchs des Kanzlers. Eine Brücke wird von einer Drohne getroffen. Merz fühlt sich dadurch nicht persönlich bedroht.
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red/dpa
Kiew
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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) spricht bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Präsident Selenskyj im Präsidentenpalast.

Kay Nietfeld/dpa
  • Kanzler Merz reist trotz russischer Warnungen mit großer Delegation nach Kiew.
  • In Kiew: gemeinsame Pressekonferenz mit Präsident Selenskyj im Präsidentenpalast.
  • Während des Besuchs Luftalarm und Drohnentreffer auf Kiews Nordbrücke – keine Evakuierung.
  • Merz zeigt sich unbeeindruckt und sieht keine persönliche Gefährdung für seine Delegation.
  • An Moskau gerichtet: „Wir lassen uns nicht einschüchtern.“

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich unbeeindruckt von den russischen Warnungen wenige Stunden vor seinem Besuch in Kiew und von dem Drohnenangriff während seines Aufenthalts gezeigt. Er sei trotz der Drohungen mit einer großen Regierungs- und Wirtschaftsdelegation angereist, sagte Merz auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in der Hauptstadt. „Das zeigt: Wir lassen uns nicht einschüchtern. Wir lassen uns auch nicht einschüchtern durch einen Dohnenangriff zum selben Zeitpunkt unseres Besuchs.“

Das russische Außenministerium hatte am Samstag mit Blick auf bevorstehende Angriffe Ausländer aufgefordert, Kiew zu verlassen. Während des Besuchs traf eine russische Drohne Kiews Nordbrücke. Merz hielt sich gut fünf Kilometer davon entfernt auf.

Er wisse zwar nicht, ob die Drohungen aus Moskau unmittelbar mit seinem Besuch zusammenhingen, sagte Merz. Er lasse sich davon jedenfalls nicht beeindrucken. „Ich unternehme die Reisen, die ich für richtig halte.“ Insofern sei ihm das Agieren Moskaus „offen gestanden auch relativ gleichgültig“.

Er habe drei Drohnenalarme während seines Aufenthalts bewusst wahrgenommen, sei aber kein Mal in einen Schutzraum gebracht worden. Er gehe davon aus, „dass es keine persönliche Gefährdung für die Mitglieder meiner Delegation und auch für mich persönlich gibt“.