Im Kabinett beschlossen: Kommunen müssen Online-Wohnsitzanmeldung anbieten

Im Ausbildungsbürgeramt in Berlin-Friedrichshain hängen alte Stempel aus Holz. Die Digitalisierung ist noch nicht überall angekommen, oft nutzen die Berliner aber auch die Angebote noch nicht intensiv, die es schon online gibt. (zu dpa: «Kommunen müssen Online-Wohnsitzanmeldung anbieten»)
Sebastian Gollnow/dpa- Bundesregierung beschließt Verordnung: Kommunen müssen Online-Wohnsitzanmeldung anbieten.
- Künftig können Bürger den Wohnsitz online anmelden, erklärte Minister Karsten Wildberger.
- Rund 20 Prozent der Bevölkerung haben diesen Service bisher noch nicht.
- 3.800 von etwa 5.000 Meldebehörden sind bereits angebunden – eine der meist genutzten Leistungen.
- Erwartete Ersparnis für Bürger: jährlich etwa 344.000 Stunden und 8,4 Millionen Euro.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Nach einem Umzug den Wohnsitz online ummelden – das geht noch nicht überall in Deutschland. Die Bundesregierung macht nun mit einer Verordnung Druck, dass dieser Service bald flächendeckend von allen Meldebehörden angeboten wird. Das Kabinett beschloss die Maßnahme in Berlin.
Ob in der Großstadt oder auf dem Land – künftig könne jeder Bürger seinen Wohnsitz online anmelden, ohne das Haus zu verlassen, erklärte Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU). „Das ist ein echter Durchbruch für die digitale Verwaltung, die den Menschen dient.“
Rund 20 Prozent der Bevölkerung haben demnach noch nicht die Möglichkeit, sich online anzumelden. 3.800 der rund 5.000 Meldebehörden in Deutschland seien bisher angebunden. Es handele sich um eine der meist genutzten elektronischen Verwaltungsleistungen in Deutschland.
Würden alle Behörden angeschlossen, ergäbe sich laut den Erläuterungen zur Verordnung eine geschätzte Zeit- und Kostenersparnis für die Bürger von jährlich rund 344.000 Stunden und 8,4 Millionen Euro, weil der Weg zur Behörde wegfällt.