Tanken in Tschechien aktuell: So viel kosten Benzin und Diesel in der Grenzregion zu Sachsen

Tanken in Tschechien. Was kosten Benzin und Diesel jenseits der Grenze?
Sebastian Kahnert/dpaFerienzeit ist bei vielen Menschen auch Reisezeit. Und die meisten sind mit dem Auto unterwegs. Der Spritkauf an deutschen Tankstellen reißt aber aktuell große Löcher ins Portemonnaie. Wer in Sachsen oder Bayern in der Grenzregion zu Tschechien wohnt, wirft deshalb gern einen Blick auf die dortigen Preise für Benzin und Diesel. Diese haben nämlich auch nach dem Auslaufen der staatlichen Hilfen erhebliches Sparpotenzial.
Tanken in Tschechien: Das sind die Preise für Benzin und Diesel
Die Benzinpreise zwischen Deutschland und seinen Nachbarländern in der EU werden regelmäßig vom Statistischen Bundesamt verglichen. Die genannten Beträge basieren auf Daten der Europäischen Kommission, welche jede Woche am Donnerstag die Tagesdurchschnittspreise vom vergangenen Montag für Benzin und Dieselkraftstoff in den 27 EU-Staaten mitteilt. Abgaben und Steuern sind dabei eingepreist. Die aktuellsten Daten stammen vom 20. Juli 2026. Da lagen die Preise für Super E5 im Tagesdurchschnitt in Deutschland bei 2,19 Euro pro Liter, Diesel bei 2,16 Euro pro Liter. In Tschechien wurden zu diesem Zeitpunkt im Schnitt 1,71 Euro für Diesel und 1,72 Euro für Benzin bezahlt. Nach Recherchen dieses Nachrichtenportals bewegen sich die Spritpreise in Tschechien auch aktuell auf diesem Niveau. Wie in Deutschland gilt aber: Je nach Tageszeit und Region können die Preise für Benzin und Diesel schwanken.
Tschechien und sein staatlicher Spritpreisdeckel
Die tschechische Regierung unter dem Rechtspopulisten und Milliardär Andrej Babis hatte den Spritpreisdeckel Anfang April als Reaktion auf die Energiekrise infolge des Iran-Kriegs verabschiedet. Die zulässigen Höchstpreise wurden täglich angepasst und lagen zuletzt bei 43,41 Kronen (etwa 1,79 Euro) pro Liter Benzin und 42,13 Kronen (rund 1,74 Euro) pro Liter Diesel. Vertreter des Tankstellengewerbes kritisierten die Maßnahme von Anfang an als einen „unglücklichen“ und „unnötigen“ Schritt.
Die Preisregulierung habe ihren Zweck erfüllt, die Gründe dafür seien aber inzwischen entfallen, teilte Finanzministerin Alena Schillerova mit. Man kehre zum Marktmechanismus zurück. „Ich möchte aber allen versichern, dass wir den Markt nicht ohne Aufsicht lassen“, betonte sie. Bei jeglichen Anzeichen von Anomalien und Missbrauch sei man bereit, erneut einzugreifen.
Tschechien verfügt über ein dichtes Tankstellen-Netz. Die größten Betreiber sind der polnische Orlen-Konzern und das ungarische Unternehmen Mol. Der Staatsbetrieb Cepro betreibt zudem 209 Tankstellen unter der Marke Eurooil und 75 unter der Marke Robin Oil.
Deutschland plant keine neuen Spritpreis-Entlastungen
Die deutsche Regierung plant trotz der in den vergangenen zwei Wochen stark gestiegenen Spritpreise derzeit keine neuen Entlastungen für Autofahrer. Man habe Entlastungsmaßnahmen beendet, und momentan sehe man keine neuen Maßnahmen, sage Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin.
Er verwies auf Schwankungen des Spritpreises je nach Lage im Iran-Krieg und der Straße von Hormus. Damit werde man noch eine Weile leben müssen. Die Bundesregierung werde die Lage genau beobachten. Momentan gebe es aber keine Notwendigkeit für neue Entlastungen.
Zum Preis-Vergleich zeigt unser interaktives Video die aktuellen Spritpreise für Dresden:
