Tanken in Polen aktuell: So viel kosten Benzin und Diesel an der Grenze zu Brandenburg

Tanken in Polen aktuell: Wie hoch sind die Spritpreise jenseits der Grenze?
Patrick Pleul/dpaBrandenburg und Sachsen sind mitten in den Sommerferien, und Ferienzeit ist Urlaubszeit. Die Fahrt an Tankstellen in ganz Deutschland ist aber aktuell ein teures Vergnügen. Da blicken viele Bewohner der Grenzregion zu Polen aus Brandenburg und Sachsen auf die dortigen Preise für Benzin und Diesel. Was kosten der Sprit in Polen aktuell?
Spritpreise: Was kostet Tanken in Polen aktuell?
Die Benzinpreise zwischen Deutschland und seinen Nachbarländern in der EU werden regelmäßig vom Statistischen Bundesamt verglichen. Die genannten Beträge basieren auf Daten der Europäischen Kommission, welche jede Woche am Donnerstag die Tagesdurchschnittspreise vom vergangenen Montag für Benzin und Dieselkraftstoff in den 27 EU-Staaten mitteilt. Abgaben und Steuern sind dabei eingepreist. Die aktuellsten Daten stammen vom 20. Juli 2026. Da lagen die Preise für Super E5 im Tagesdurchschnitt in Deutschland bei 2,19 Euro pro Liter, Diesel bei 2,16 Euro pro Liter. In Polen wurden zu diesem Zeitpunkt im Schnitt 1,72 Euro für Diesel und 1,68 Euro für Benzin bezahlt. Stichproben dieses Nachrichtenportals belegen, dass die aktuellen Spritpreise auch in Polen seitdem gestiegen sind. So kostet der Liter Benzin in Gubin 1,70 Euro (Diesel: 1,81 Euro) und in Brody 1,71 Euro (Benzin E95) und 1,81 Euro (Diesel). Hinter der Grenze bei Hohenwutzen werden aktuell 1,72 Euro (Benzin) und 1,85 Euro (Diesel) fällig. Bei Schwedt kostet Diesel 1,82 Euro und Benzin 1,72 Euro. An der Grenze bei Muskau sind derzeit 1,71 Euro für Benzin und 1,81 Euro für Diesel zu zahlen.
ADAC: Spritpreise in Deutschland sind viel zu hoch
Aus Sicht des ADAC bewegen sich die Kraftstoffpreise in Deutschland „bereits seit Wochen auf einem zu hohen Niveau“. Der jetzige Rückgang des Ölpreises lasse aber hoffen, „dass auch die Kraftstoffpreise zeitnah spürbar sinken werden“.
Der stark sinkende Ölpreis kommt unterdessen bisher nur minimal bei den Autofahrern an. Am Montagvormittag deuteten die Preise leicht nach unten, wie der ADAC mitteilt. Davor waren die Preise bereits über das Wochenende etwas niedriger. „Der rückläufige Ölpreis scheint also langsam bei den Kraftstoffpreisen anzukommen“, sagt ein Sprecher des Verkehrsclubs. Auch Zahlen beim Portal Tankerkönig zeigten am Montagvormittag eine minimal rückläufige Tendenz.
Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags kostete Super E10 laut ADAC 2,16 Euro pro Liter, Diesel 2,21 Euro. Das war jeweils rund ein Cent weniger als am vergangenen Donnerstag, als Rohöl der für Europa wichtigen Sorte Brent mehr als 100 Dollar pro Barrel (159 Liter) gekostet hatte. Seither ist der Rohölpreis aber stark gefallen.
