Sternschnuppen fotografieren
: Die besten Tipps für magische Fotos vom Nachthimmel

Perseiden, Lyriden oder Orioniden: Um Sternschnuppen zu fotografieren, muss man ein paar Dinge beachten. Wie man zum perfekten Foto vom Nachthimmel kommt – mit Geheimtipp der Redaktion.
Von
Doreen Matschuk
Dresden
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Sternenhimmel im August über Brandenburg: ARCHIV - 12.08.2021, Brandenburg, Petersdorf: Ein Teil der Milchstraße ist am Nachthimmel zu sehen.  (zu dpa: «Astronomische Jahresvorschau - Sonne, Mond und Sterne 2025») Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Sternschnuppen fotografieren: Die besten Tipps, für das per am besten fotografieren kann – mit Geheimtipps der Redaktion für das perfekte Foto. (Symbolfoto)

Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Sternschnuppen üben seit jeher eine besondere Faszination auf uns aus. Ihr kurzer, magischer Lichtschein am nächtlichen Himmel lässt uns staunen und wünschen. Doch wie gelingt es, dieses atemberaubende Naturphänomen mit der Kamera festzuhalten? Mit den richtigen Kameraeinstellungen, etwas Vorbereitung und Geduld kannst auch du spektakuläre Fotos von Sternschnuppen machen.

Übersicht

  • Mit diesen Tipps gelingt das perfekte Foto
  • Welche Ausrüstung ist nötig?
  • Die wichtigsten Einstellungen
  • Geheimtipps der Redaktion

Sternschnuppen fotografieren: So hältst du Perseiden, Orioniden & Co. eindrucksvoll fest

Ob Orioniden, Perseiden oder Lyriden – die spektakulären Meteorströme sorgen an mehreren Nächten im Jahr für faszinierende Sternschnuppenregen am Himmel. Wer dieses himmlische Schauspiel auf Fotos festhalten möchte, sollte einige wichtige Punkte beachten.

Die gute Nachricht ist, du brauchst nicht zwingend eine teure Kameraausrüstung. Auch mit einem modernen Smartphone lassen sich bei den richtigen Bedingungen beeindruckende Aufnahmen machen. Allerdings sollte man keine Druckqualität erwarten. Wer jedoch schärfere, detailreichere Fotos anstrebt, ist mit einer Spiegelreflexkamera (DSLR) oder Systemkamera besser beraten.

Mit ein wenig Planung und den passenden Tipps und Tricks kannst du den Sternenhimmel und vorbeiziehende Sternschnuppen dauerhaft festhalten und unvergessliche Bilder schaffen.

Der beste Ort zum Fotografieren – dunkel sollte es sein

Um scharfe und klare Aufnahmen von Sternschnuppen zu machen, ist der richtige Standort entscheidend. Vermeide Orte mit starker Lichtverschmutzung, wie Straßenlaternen, Stadtlichter und Verkehr. Das kann deine Bilder erheblich beeinträchtigen. Am besten eignet sich ein abgelegener Ort auf dem Land, weit entfernt von künstlichen Lichtquellen.

Ein echter Geheimtipp ist der kleine Ort Gülpe. Er gilt als der dunkelste Ort Deutschlands und bietet ideale Bedingungen für atemberaubende Fotos vom Sternenhimmel. Wer Sternschnuppen fotografieren möchte, findet hier perfekte Voraussetzungen für eine unvergessliche Nacht unter dem Firmament.

Aktuell sind übrigens die Perseiden am Himmelszelt zu sehen

Das richtige Equipment

Eine Kamera mit manuellen Einstellungsmöglichkeiten, am besten eine Spiegelreflexkamera oder eine Systemkamera, ist ideal für die Sternschnuppenfotografie. Dazu ein lichtstarkes Weitwinkel-Objektiv eignet sich besonders für das Fotografieren des Nachthimmels. Aber auch ein Smartphone mit einer guten Kamera kann ausreichend sein für ein gutes Foto. Absolut unerlässlich für sogenannte Langzeitbelichtungen ist ein Stativ, um Verwacklungen zu vermeiden.

Die Kameraeinstellungen für das perfekte Sternschnuppen-Foto

Um einen Sternenhimmel fotografieren zu können, benötigt man eine lange Belichtungszeit, damit diese ganz kleinen Lichtquellen auch auf dem Foto zu sehen sind. Hier kann man ein bisschen rumexperimentieren, mit welchen Einstellungen sich die besten Ergebnisse erzielen lassen.

Blendenzahl und Belichtungszeit

Besonders wichtig ist eine große Blendenöffnung – also eine kleine f-Zahl (z. B. f/2.8 oder f/1.8). Dadurch gelangt mehr Licht auf den Sensor, was bei Nachtaufnahmen entscheidend ist.

Die Belichtungszeit sollte zwischen 15 und maximal 30 Sekunden liegen. Doch Vorsicht: Bei längeren Belichtungszeiten ab etwa 30 Sekunden kann die Erdrotation dafür sorgen, dass die Sterne nicht mehr als Punkte, sondern als kleine Striche erscheinen. Um scharfe, klare Sternschnuppen zu fotografieren, ist daher eine kürzere Belichtung oft die bessere Wahl.

Der ISO-Wert bestimmt die Lichtempfindlichkeit

Die ISO-Zahl beschreibt die Lichtempfindlichkeit des „Films“ – bzw. in der digitalen Welt des Sensors. Je mehr Licht vorhanden ist, desto weniger ISO benötigt man. Bei Nacht sollte man einen ISO idealerweise zwischen 800 und 1600 wählen. Je höher jedoch der Wert und damit die Lichtempfindlichkeit, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit des Bildrauschens, welches sich in winzig kleinen Farbabweichungen darstellt und das Bild am Ende fleckig erscheinen lässt. Das sollte man vermeiden.

Keinen Bildstabilisator verwenden

Eine der wichtigsten Einstellungen ist es, den Bildstabilisator bei Langzeitbelichtungen auszuschalten, da es sonst zu unscharfen Bildern kommen kann. Speziell bei Sternenfotografie ist das wichtig, da sich das Himmelsbild bewegt und somit das Objektiv oder die Kamera versuchen könnte, die Bewegung auszugleichen.

Der Fokus sollte am besten auf manuell gestellt werden

Da der Autofokus bei schwachem Licht oft Schwierigkeiten hat, sollte man den manuellen Fokus nutzen. Auch hier ist es empfehlenswert, verschiedene Einstellungen auszuprobieren, um das perfekte Bild zu erhalten. Nach jedem Bild sollte man die Schärfe des Bildes überprüfen und das geht am besten in der 100%- Ansicht, also komplett in das Bild hineinzoomen.

Da die Sterne in sehr weiter Entfernung sind, nutzt man am besten die manuelle Fokuseinstellung „unendlich“, welche mit dem Zeichen ∞ gekennzeichnet ist. Bei manchen Smartphone-Apps kann es auch die Prozentzahl 100 sein.

Hier gibt es alle Tipps, wie man das beste Foto von Polarlichtern macht.

Fernauslöser oder Selbstauslöser

Um Verwacklungen zu vermeiden, verwendet man entweder einen Fern- oder den Selbstauslöser. Bei Letzterem genügt bereits eine geringe Sekundenzahl, meist sind das zwei Sekunden, damit beim Drücken des Auslösers die Kamera nicht bewegt wird.

Geheimtipp der Redaktion

Um ein bequemes Handling im Dunkeln an der Kamera zu haben, ist eine Kopflampe eine tolle Sache. Am besten mit dimmbarer Stärke oder sogar rotem Licht, damit man selbst weniger geblendet wird. Außerdem lässt sich damit auch etwas mehr experimentieren, in dem man während der Belichtungszeit Gegenstände in der Ferne kurz anleuchtet und die Lampe wieder ausschaltet. Lass dich bei den Ergebnissen überraschen.

Das Wichtigste ist Geduld bei der Sternschnuppen-Fotografie

Geduld ist gefragt. Sternschnuppen sind oft unvorhersehbar, daher kann es eine Weile dauern, bis die perfekte Aufnahme entsteht. Es lohnt sich jedoch, immer wieder den Auslöser zu drücken und zu hoffen, dass sich binnen der nächsten 15 bis 30 Sekunden etwas am Himmel bewegt.