Nordlichter fotografieren
: Mit diesen Tipps gelingt das perfekte Polarlicht-Foto

Polarlichter fotografieren ist gar nicht so schwer, ob mit Smartphone oder Kamera. So bekommen Sie das perfekte Foto von Nordlichtern. Alle Infos und Geheimtipps der Redaktion auf einen Blick.
Von
Doreen Matschuk
Berlin
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Polarlichter über der Nordsee

Polarlichter fotografieren: Wie bekommt man das perfekte Foto von Nordlichtern? Wir haben alle Informationen und Geheimtipps zusammengetragen. Auf dem Foto: Polarlichter über der Nordsee.

Volker Bartels/dpa
  • Polarlichter fotografieren: Smartphone oder Kamera mit Stativ und Selbstauslöser nutzen.
  • Umgebung ohne Lichtverschmutzung wählen, kein Blitz, bestenfalls kein Vollmond.
  • Kamera-Tipps: ISO-Wert niedrig halten, Blende 2,8f–4f, Verschlusszeit 5–25 Sek. je nach Lichtstärke.
  • Zeitraffer oder Serienbildaufnahme für bewegte Polarlichter; keine Zoom- oder Weitwinkelfunktion nutzen.
  • Deutschland bietet 2025 erneut gute Chancen für Polarlicht-Sichtungen bei intensiven Sonnenstürmen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Polarlichter zu fotografieren ist einfacher, als sie mit bloßem Auge zu erkennen. Warum das so ist und wie man das beste Foto machen kann – mit Geheimtipps aus der Redaktion.

  • Polarlichter fotografieren: So einfach ist es
  • So klappt das Nordlichter-Foto auch mit dem Smartphone
  • Die Aurora tanzt: Bewegte Bilder im Zeitraffer
  • Kamera-Tipps für Hobbyfotografen

2025 verspricht ein außergewöhnliches Jahr für Polarlicht-Enthusiasten zu werden. Profi- aber auch Hobbyfotografen gehen sogar auf Nordlichter-Jagd und tauschen sich im Internet über ihre Sichtungen aus. Wie kommt man nun zu einem farbenfrohen Foto von den Polarlichtern?

Nicht alle Naturphänomene sind mit bloßem Auge erkennbar. Bei den Polarlichtern kommt es auf die Intensität des Sonnensturms an, die Distanz zum Nordpol und natürlich, wie hoch die Lichtverschmutzung um einen herum ist. Wer sie jedoch einmal gesehen hat, weiß ungefähr, wie sie auch in niedriger Intensität am Himmelszelt zu erspähen sind. Im Zweifel hilft immer der Blick durch die Handykamera, welcher schnell verrät, ob es sich nur um Wolken oder die heiß begehrten bunten Lichter handelt.

Auch in Deutschland sind Polarlichter mittlerweile keine Seltenheit mehr. Allein im letzten Jahr gab es mehrfach die Gelegenheit zum Bestaunen und dieses Jahr soll es noch weitere geben.

So klappt es mit dem perfekten Foto von Polarlichtern

Das Wichtigste ist, eine Umgebung ohne viel Lichtverschmutzung zu wählen, also außerhalb einer Stadt, fernab jeglicher Lichtquellen. Bestenfalls ist zur selben Zeit kein Vollmond.

An welchen Orten in Deutschland die Möglichkeit für eine Sichtung von Polarlichtern am höchsten ist, erfahren Sie hier.

Tipps für Nordlichter-Fotos mit dem Smartphone:

Viele Smartphone-Kameras sind mittlerweile so gut, dass man ohne große Probleme ein Bild aus freier Hand machen kann. Um jedoch sicherzugehen, dass das Foto nicht verwackelt, sollte man sich ein Stativ zur Hilfe nehmen und ein Smartphonehalter. Dann nur noch richtig positionieren, einen kurzen Selbstauslöser (2-3 Sekunden) einstellen, damit auch hier Verwacklungen beim Auslösen vermieden werden und das Foto ist fertig.

Tipp 1:

Und an dieser Stelle ist es sehr wichtig, dass kein Blitz verwendet wird. Für Objekte in der Ferne bringt ein Blitz leider gar nichts.

Serienbildaufnahme ermöglichen bewegte Bilder der Aurora

Polarlichter bewegen sich, je nachdem, mal schneller, mal langsamer, aber sie bewegen sich immer. Möchte man nun eine tanzende Aurora aufnehmen, liegt es nahe, ein Video aufzuzeichnen. Die meisten Smartphones benötigen dafür jedoch relativ viel Licht und demzufolge müssten die Polarlichter bereits mit den Augen sehr gut erkennbar sein.

Sollte das Licht für ein Video nicht ausreichen, gäbe es noch die Option eines Zeitraffers, da hier einzelne Fotos in einem bestimmten Zeitabstand gemacht werden. Sollte es auch hierfür zu dunkel sein, kann man einfach ganz viele Fotos hintereinander machen und diese am Ende mit einer weiteren App als Video oder GIF zusammenfügen.

Tipp 2:

Nutzen Sie weder Weitwinkel noch die (digitale) Zoomfunktion beim Smartphone, wenn Sie Nordlichter fotografieren wollen. Hier kommt einmal zu wenig Licht in die Kamera und/oder die Kamera kann das Bild gar nicht erst scharf stellen.

Ein Beispiel für einen Zeitraffer von Polarlichtern in Deutschland:

So bekommt man die besten Fotos von Polarlichtern mit einer Kamera

Fast dieselben Bedingungen gelten auch für das Fotografieren mit einer Kamera, sei es eine DSLR, SLR oder Kompaktkamera. An dieser Stelle haben Fotografen und Fotografinnen jedoch weitaus mehr Einstellungsmöglichkeiten.

Es kann Blende, ISO-Wert, sowie Belichtungszeit eingestellt werden und es gibt die Möglichkeit, manuell zu fokussieren, was bei Fotografie in Dunkelheit sehr praktisch ist, da der automatische Fokus dann nicht mehr so gut arbeitet.

Lesen Sie auch: Sterne fotografieren – so gelingt das perfekte Sternschnuppen-Foto

Tipp 3:

Achten Sie auf eine schöne Komposition des Fotos, welche die Nordlichter noch besser in Szene setzen. Dazu kann z. B. eine Person oder ein Objekt im Vordergrund stehen und ein Schattenbild abgeben.

Weiterhin gibt es oft eine Funktion für Bilderreihen, sodass nacheinander mehrere Fotos gemacht werden. So spart man sich ein paar Mal das Drücken auf den Auslöser.

Alle Tipps für das perfekte Foto kurz zusammengefasst:

  • Verwendung eines Stativs
  • Selbstauslöser mit mindestens 2 Sekunden
  • Möglichkeit für manuellen Fokus nutzen - am besten einen hellen Stern fokussieren
  • Verschlusszeit: von 5 bis 10 Sekunden für schnelle und helle Polarlichter, für langsame 12 bis 20 Sekunden und für nur schwach leuchtende, probieren Sie 20 bis 25 Sekunden und justieren dann je nach Geschmack
  • Je höher der ISO-Wert, desto mehr Licht fängt die Kamera ein. Allerdings werden die Fotos dann auch körniger und es entsteht das sogenannte Bildrauschen, also versuchen Sie den Wert so gering wie möglich zu halten.
  • Die Blende sollte zwischen 2,8f und 4f sein
  • Als Weißabgleich am besten Tageslicht einstellen, um einen Gelb- oder Blaustich auf den Fotos zu vermeiden.
  • Funktion für Bilderreihe oder Zeitraffer ausprobieren

Tipp 4:

Bevor Sie auf Polarlichter-Jagd gehen, machen Sie alle Kameraeinstellungen vorher, sofern möglich. Viele Kameras bieten auch die Option, Voreinstellungen als Programm zu speichern. So kann man direkt loslegen mit dem Fotografieren und muss nicht lange an der Kamera rumfriemeln.

Und zu guter Letzt: Vergessen Sie nicht, dieses einzigartige Naturspektakel auch einfach mal mit beiden Augen zu genießen und nicht nur mit dem Blick durch die Kamera oder auf das Smartphone-Display.