Sachsen-Anhalt
: Aktuelle Umfragen - Wie schneiden AfD, CDU, Linke, SPD und Co. ab?

In wenigen Monaten steht in Sachsen-Anhalt die Landtagswahl an. In aktuellen Umfragen legt die AfD weiter zu und vergrößert ihren Vorsprung vor der CDU.
Von
David Hahn
Magdeburg
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Landtag von Sachsen-Anhalt

Der Landtag von Sachsen-Anhalt. Im Herbst diesen Jahres wird seine neue Zusammensetzung gewählt. Aktuelle Umfragewerte gibt es hier im Überblick.

Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Derzeit regiert in Sachsen-Anhalt eine sogenannte Deutschlandkoalition aus CDU, SPD und FDP. Am 6. September 2026 wird ein neuer Landtag gewählt. Wie schneiden die Parteien aktuell in Umfragen ab?

Sachsen-Anhalt: Aktuelle Wahlumfragen vor Landtagswahl

Die AfD erreicht derzeit hohe Zustimmungswerte und liegt in mehreren Erhebungen deutlich vor den anderen Parteien. Nach einer aktuellen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag von MDR, „Mitteldeutscher Zeitung“ und „Magdeburger Volksstimme“ kommt die AfD auf 41 Prozent. Die CDU erreicht 26 Prozent und liegt damit mit großem Abstand dahinter. Die Umfrage wurde am 7. Mai 2026 veröffentlicht, die Befragungen zwischen dem 29. April und 5. Mai durchgeführt. Eine weitere Umfrage des Instituts INSA vom 13. Mai sieht die AfD sogar bei 42 Prozent.

Nach den aktuellen Umfragen würden neben AfD und CDU lediglich Linke und SPD sicher in den Landtag einziehen. Die Linke erreicht bei den beiden Umfragen zwischen 12 und 13 Prozent, die SPD zwischen sechs und sieben Prozent. Grüne und BSW liegen jeweils bei vier Prozent und würden den Einzug derzeit verpassen. Auch die FDP, aktuell Teil der Landesregierung, liegt unterhalb der Fünf-Prozent-Marke.

Komplizierte Regierungsbildungen möglich

Nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt könnte es in diesem Jahr zu komplizierten Regierungsbildungen kommen. Der Unvereinbarkeitsbeschluss der Bundes-CDU ist ein Parteitagsbeschluss aus dem Jahr 2018, der jegliche Zusammenarbeit der Christdemokraten mit der AfD und der Linkspartei ausschließt. Auch die CDU in Sachsen-Anhalt hat sich 2019 klar abgegrenzt. „Eine institutionelle und strategische Zusammenarbeit mit der AfD oder den Linken wird es nicht geben“, verkündete der Landesvorstand damals.

Der sachsen-anhaltische CDU-Landesvize André Schröder sieht im Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU jedoch kein Problem für eine Zusammenarbeit mit den Linken. „Das ist nicht unser Ziel“, sagte Schröder der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die Zeit nach der Landtagswahl am 6. September in Sachsen-Anhalt. Aber es müsse im Land weitergehen, wenn die schwarz-rot-gelbe Koalition nach der Wahl keine Mehrheit mehr haben sollte. Man könne eine Minderheitsregierung nicht ausschließen, so Schröder.

Der bisherige Beschluss besage, dass es keine institutionelle und strategische Zusammenarbeit mit AfD und Linke gebe. „Das heißt, Abstimmungsverhalten im Einzelfall zu Initiativen der CDU sind von diesem Beschluss gar nicht tangiert“, so Schröder, der Landrat im Landkreis Mansfeld-Südharz ist. Dieser Beschluss gelte. „Der gilt auch nach der Wahl. Wir kommen mit dieser Beschlusslage, die wir haben, völlig klar.“ Er betonte auch: „Nach der Beschlusslage des Landesvorstands kann es weder eine Koalition mit der AfD noch mit der Linken geben.“

Linke will AfD von „Schalthebeln der Macht“ fernhalten

Auch die Linke in Sachsen-Anhalt zeigt sich offen für eine Zusammenarbeit mit der CDU. „Es gibt zu uns keine Alternative, wenn man rechte Mehrheiten in Sachsen-Anhalt verhindern will“, sagte Spitzenkandidatin Eva von Angern. Sie betont zwar, dass beide Parteien nicht zueinander gehörten. „Bei Migration und Sozialstaat sind wir weit auseinander. Wir arbeiten aber, wo möglich, vertrauensvoll zusammen.“ Das war zuletzt etwa bei einer Parlamentsreform in Magdeburg der Fall. Auch die Bundesspitze der Linken schließt eine Zusammenarbeit nicht aus. „Die AfD muss von den Schalthebeln der Macht ferngehalten werden“, sagte Parteivorsitzende Ines Schwerdtner der dpa. Sie schränkt ein: „Die Tolerierung von AfD-Politik im CDU-Gewand ist allerdings keine Option.“

Mit Material der dpa