Bundestagswahl 2025: So hat Sachsen gewählt – Ergebnis und Stimmen im Liveticker

Blick auf die sächsische Landeshauptstadt Dresden: In diesem Liveticker berichteten wir fortlaufend über die Bundestagswahl 2025 in Sachsen. (Archivfoto).
Robert Michael/dpaAm 23. Februar 2025 wurde der nächste Bundestag in Deutschland gewählt. Die Wahllokale sind geschlossen, die Stimmen sind ausgezählt. 59,2 Millionen Menschen über 18 Jahren waren aufgerufen, bei der Bundestagswahl ihre Stimme abzugeben.
Alles Wichtige zur Bundestagswahl 2025 aus deutschlandweiter Perspektive gibt es hier in einem separaten Liveticker.
Wie die Bundestagswahl in Brandenburg verlief, erfahren Sie hier in einem eigenen Liveticker.
Im Freistaat Sachsen konnten rund 3,3 Millionen Wahlberechtigte in 16 Wahlkreisen an der Wahl teilnehmen.
Wahlergebnis in Sachsen: So wurde abgestimmt.
Hier geht es direkt zu den Ergebnissen der einzelnen Wahlkreise in Sachsen:
Nordsachsen (Wahlkreis 150)
Leipzig 1 (151)
Leipzig 2 (152)
Leipzig-Land (153)
Meißen (154)
Bautzen 1 (155)
Görlitz (156)
Sächsische Schweiz - Osterzgebirge (157)
Dresden 1 (158)
Dresden 2 - Bautzen 2 (159)
Mittelsachsen (160)
Chemnitz (161)
Chemnitzer Umland - Erzgebirgskreis 2 (162)
Erzgebirgskreis 1 (163)
Zwickau (164)
Vogtlandkreis (165)
Wir berichteten in diesem Liveticker fortlaufend über Ereignisse und Themen rund um die Bundestagswahl in Sachsen. Der Ticker ist beendet. Hier gibt es die Ergebnisse zum Nachlesen. Hinzu kommen Reaktionen aus Sachsen:
Das Wichtigste im Überblick
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Die AfD hat die Bundestagswahl in Sachsen deutlich gewonnen. Die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei kommt nach Auszählung aller Wahlbezirke auf 37,3 Prozent, wie aus Daten des Landeswahlleiters hervorgeht. Hier kommt das vollständige Wahlergebnis (Zweitstimmenanteil):
AfD 37,3 Prozent
CDU 19,7 Prozent
Die Linke 11,3 Prozent
BSW 9 Prozent
SPD 8,5 Prozent
Grüne 6,5 Prozent
In 15 der 16 sächsischen Wahlkreise setzte sich die AfD bei den Erststimmen durch. In einem der beiden Leipziger Wahlkreise holte der Kandidat der Linken die meisten Stimmen. Wegen der Wahlrechtsreform, die nun zum ersten Mal greift, ziehen jedoch nicht mehr alle siegreichen Wahlkreis-Direktkandidaten automatisch in den Bundestag ein: Sie bekommen nur noch dann ein Mandat, wenn ihre Partei auf genügend Zweitstimmen kommt.
Wahlergebnis Leipzig-Land
Den Wahlkreis Leipzig-Land gewinnt Edgar Naujok (AfD) mit 38,2 Prozent der Stimmen.
Die Zweitstimmen:
AfD 38,5 Prozent
CDU 22,3 Prozent
SPD 8,8 Prozent
Die Linke 8,8 Prozent
BSW 8,6 Prozent
Grüne 4,6 Prozent
AfD sichert sich die meisten Stimmen in Dresden
Die AfD hat bei der Bundestagswahl in Dresden die meisten Stimmen geholt. Sowohl bei den Erststimmen als auch bei den Zweitstimmen lief sie der bisher dort erfolgsverwöhnten CDU den Rang ab.
Im Wahlkreis Dresden I setzte sich Thomas Ladzinski (AfD) mit 29,4 Prozent gegen den CDU-Politiker Markus Reichel (27,3 Prozent) durch. Reichel hatte das Direktmandat in diesem Wahlkreis 2021 gewonnen. Auch bei den Zweitstimmen liegt die AfD mit 27,4 Prozent klar vor der CDU (19,9 Prozent). Wahlbeteiligung: 82,1 Prozent.
Im Wahlkreis Dresden II - Bautzen II ließ Matthias Rentzsch (AfD) mit 29,9 Prozent der Erststimmen Lars Rohwer von der CDU (24,2 Prozent) hinter sich. Rohwer hatte 2021 in diesem Wahlkreis das Rennen vor dem damaligen AfD-Kandidaten noch ganz knapp für sich entscheiden können. Bei den Zweitstimmen rangiert die AfD mit 28,6 Prozent vor der CDU (18,1). Die Wahlbeteiligung lag bei 84,1 Prozent.
Die Zweitstimmen:
Dresden I:
AfD 27,4 Prozent
CDU 19,9 Prozent
Die Linke 13,8 Prozent
Grüne 12,2 Prozent
SPD 9,9 Prozent
BSW 8,4 Prozent
Dresden II - Bautzen II
AfD 28,6 Prozent
CDU 18,1 Prozent
Die Linke 15,9 Prozent
Grüne 13,1 Prozent
SPD 8,5 Prozent
BSW 7,8 Prozent
Sächsischer FDP-Politiker Herbst für schonungslose Aufarbeitung
Der sächsische FDP-Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst will die Gründe für das desaströse Abschneiden seiner Partei bei der Bundestagswahl „ehrlich und schonungslos“ aufarbeiten. Der Wahlabend sei extrem bitter für die Freien Demokraten. „Vor uns liegt jetzt eine lange Durststrecke. Ich bin dennoch überzeugt: In Deutschland ist auch in Zukunft Platz für eine Partei der Freiheit“, sagte er.
„Wir nehmen das Ergebnis mit großer Demut entgegen. Der verfehlte Einzug in den Bundestag ist eine Niederlage, die unfassbar schmerzt. Die Aufholjagd der letzten Tage hat am Ende leider nicht gereicht. Ein Bundestag ohne FDP ist nicht nur ein schwerer Schlag für unsere Partei, sondern auch für die politische Vielfalt in unserem Land“, betonte der Politiker, der im alten Bundestag als Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion wirkte.
Nach Ansicht von Herbst lässt der Blick auf mögliche Regierungskoalitionen „wenig Gutes“ erahnen. „Dennoch bleibt im Interesse des Landes zu hoffen, dass ein politischer Neuanfang gelingt.“