KI-Phone
: Was kann das Handy mit künstlicher Intelligenz von der Telekom?

Die Deutsche Telekom bringt ein Handy ohne sichtbare Apps auf den Markt. Gesteuert wird das KI-Phone durch Sprachbefehle an eine Künstliche Intelligenz.
Von
Daniel Steiger
Berlin
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Deutsche Telekom: PRODUKTION - 26.02.2025, Nordrhein-Westfalen, Bonn: Claudia Nemat, Technik-Vorständin der Deutsche Telekom, zeigt das neue KI-Phone der Deutschen Telekom. (zu dpa: «Telekom bringt Smartphone ohne sichtbare Apps auf den Markt») Foto: Oliver Berg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

So sieht das neue KI-Phone der Deutschen Telekom aus.

Oliver Berg/dpa

Ein Handy, das nicht mehr über Apps bedient wird, sondern nur noch über Sprache an eine künstliche Intelligenz seine Befehle erhält? So stellt sich zumindest die Deutsche Telekom die Zukunft des Smartphones vor und startet jetzt den Verkauf des KI-Phones. Was kann das neue Gerät?

KI-Phone der Telekom - Was kann das neue Smartphone?

Beim KI-Phone der Telekom sieht der Nutzer zunächst nur eine magentafarbene Handy-Oberfläche und stellt eine Frage, woraufhin der Sprachassistent des amerikanischen KI-Unternehmens Perplexity antwortet und Informationen einblendet, etwa Shopping-Vorschläge oder Übersetzungen von Speisekarten im Restaurant.

Auf Apps zu klicken, ist nicht mehr nötig. Diese befinden sich zwar auf dem Handy, laufen aber im Hintergrund. Man kann die KI-Oberfläche wegwischen und sieht die Apps dann wie üblich.

Das Gerät erlaube einen „kompakten Zugriff auf diverse KI-Dienste und damit ein einfaches Erleben“, sagt die Telekom-Vorständin Claudia Nemat und bewertet KI als „die große Technologie unserer Zeit“, bei der es aber noch viele Berührungsängste gebe.

Was kostet das KI-Phone der Telekom?

Der Bonner Konzern setzt auf einen möglichst niedrigen Preis: Das KI-Phone der Telekom kostet nur 149 Euro und damit deutlich weniger als andere Smartphones. Eine Firma in Vietnam stellt das Smartphone im Auftrag der Telekom her. Das KI-Phone ist gewissermaßen eine Weiterentwicklung des T-Phones, das die Telekom schon seit einigen Jahren verkauft. Zum Erfolg des T-Phones hält sich der Bonner Konzern bedeckt, verkaufte Stückzahlen werden nicht kommuniziert. Es gibt zudem eine Tablet-Variante des KI-Phones. Die neuen Geräte können als Teil der Telekom-Werbestrategie verstanden werden, um als innovatives Unternehmen dazustehen.

Pannen bei der Präsentation des KI-Phones

Die Telekom hatte ihr KI-Phone bereits im März auf der Mobilfunk-Messe MWC in Barcelona vorgestellt. Vorständin Nemat führte das Gerät vor und stellte beispielhafte Fragen, die von dem KI-Assistenten beantwortet wurden. Das klappte häufig gut - so filmte sie ihre Umgebung, woraufhin der KI-Assistent ihr präzise die Umgebung beschrieb. Das soll Menschen helfen, die schlecht sehen können oder blind sind.

Damals wurden aber auch Defizite deutlich: Einmal fragte Nemat nach den besten Tapas-Bars in Barcelona, woraufhin der KI-Assistent die Vorzüge von Helikopter-Flügen bei der Stadtbesichtigung bewarb - er äußerte sich also zu einem ganz anderen Thema. Die Telekom begründete diesen Lapsus mit der schwierigen Akustik in der Messehalle, der KI-Assistent habe die Frage missverstanden. Tatsächlich war es bei der Vorführung sehr laut.