Koalition in Brandenburg: Kathrin Schneider (SPD) – Steckbrief und politischer Werdegang

Kathrin Schneider (SPD) ist noch amtierende Ministerin und Chefin der Staatskanzlei. In der neuen Koalition wird sie den Posten wieder übernehmen. Ein Steckbrief.
Bernd Settnik/dpa- Kathrin Schneider (SPD) ist seit 2019 Ministerin und Chefin der Staatskanzlei von Brandenburg.
- Sie war zuvor Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung bis 2019.
- Schneider trat 2015 der SPD bei, nachdem sie verschiedene Verwaltungspositionen innehatte.
- 2022 wurde bei ihr Krebs diagnostiziert; sie kehrte im April 2023 ins Amt zurück.
- In der neuen Koalition könnte sie ihren Posten erneut übernehmen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kathrin Schneider (SPD) war bereits bis 2019 Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung. Im vergangenen Kabinett war sie Ministerin und Chefin der Staatskanzlei des Landes Brandenburg.
Schneider wird ihr altes Amt auch in der kommenden Legislaturperiode behalten.
Ihr beruflicher und politischer Werdegang ist geprägt von Disziplin und Durchhaltevermögen. Für ein Parteienbuch entschied die Politikerin sich allerdings erst recht spät: Seit 2015 gehört sie der SPD an.
Ein Überblick über den beruflichen wie politischen Werdegang Kathrin Schneiders.
- Steckbrief zu Kathrin Schneider (SPD)
- Politischer und beruflicher Werdegang
- Persönliche Herausforderungen
Steckbrief zu Kathrin Schneider (SPD)
- Geburtstag: 30.09.1962
- Geburtsort: Lübben
- Wohnort: Märkische Heide (Landkreis Dahme–Spreewald)
- Beruf: Diplom–Agraringenieurin mit Fachrichtung Pflanzenproduktion
- Kinder: 2
- Partei: SPD
- X (ehemals Twitter): X–Account der Staatskanzlei
Politischer und beruflicher Werdegang
Kathrin Schneider, nach eigenen Aussagen die jüngste von fünf Schwestern, hat einen beeindruckenden beruflichen Werdegang aufzuweisen. Ihre akademische Laufbahn begann sie 1981 mit dem Studium der Pflanzenproduktion an der Humboldt–Universität zu Berlin, welches sie 1986 als Diplom–Agraringenieurin abschloss.
Nach ihrem Studium startete Kathrin Schneider ihre berufliche Karriere im Rat des Bezirks Cottbus, wo sie bis 1990 in der Bezirksplankommission tätig war. Nach dem Fall der Mauer übernahm sie 1990 bis 1991 eine Aufgabe in der Bezirksverwaltungsbehörde Cottbus im Ressort Natur, Umwelt und Raumordnung, und speziell im Dezernat Bergbau.
1992 war Schneider in der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin–Brandenburg tätig. Zunächst als Referentin für Braunkohlen– und Sanierungsplanung im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung, später auch im Ministerium für Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung. Diese Position behielt sie bis 2002 inne und stieg dann zur Referatsleiterin auf.
Von 2003 bis 2005 leitete Kathrin Schneider das Referat für die Anpassung der Bauleitplanung und Raumordnungsverfahren sowie für die Braunkohlen– und Sanierungsplanung im südlichen Brandenburg.
Dann folgte 2005 eine Position als Referatsleiterin für Haushalt, finanzwirtschaftliche Grundsatzfragen, Finanzrevision und EU–Angelegenheiten im Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung.
Im Jahr 2009 übernahm sie die Leitung der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin–Brandenburg und bekleidete diese Position bis 2013.
Während dieser Zeit, von Dezember 2010 bis März 2013, war sie zusätzlich Vorsitzende der Fluglärmkommission für den Flughafen Berlin–Schönefeld.
2013 wurde Kathrin Schneider Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft unter Jörg Vogelsänger (SPD).
Ein Jahr später, 2014, stieg sie zur Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung im Kabinett Woidke I (August 2013 bis November 2014) auf. Seitdem ist Schneider zudem stellvertretendes Mitglied des Bundesrates. Erst ein Jahr später, im November 2015, folgte Schneiders Eintritt in die SPD.
Im neuen Kabinett Woidke III (seit November 2019) wurde sie allerdings nicht mehr zur Ministerin berufen. Stattdessen setzte sie nach der Landtagswahl 2019 ihre Laufbahn als Ministerin und Chefin der Staatskanzlei fort. Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung übernahm zunächst Guido Beermann (CDU) und ab November 2023, nach dem Rücktritt Beermanns, Rainer Genilke (CDU).
Die Position der Ministerin und Chefin der Staatskanzlei, die Schneider bis heute ausfüllt, wurde erst 2019 geschaffen. Zuvor wurde die Staatskanzlei, die Sitz des Ministerpräsidenten ist, in der Regel von einem Staatssekretär geleitet.
Persönliche Herausforderungen
Ende August 2022 hatte die Staatskanzlei Brandenburgs vermeldet, dass bei Kathrin Schneider eine Krebserkrankung diagnostiziert wurde. Die Ministerin war daraufhin acht Monate nicht im Amt. Im April 2023 konnte sie an ihren Arbeitsplatz zurückkehren.




