Welthundetag 2024
: Beliebteste Namen für Hunde – das sagen Tierheim-Chefin und Jäger

Zum Welthundetag am 10. Oktober 2024 darf gefeiert werden. Wir haben nach den beliebtesten Hundenamen geschaut und auch in Tierheimen nachgefragt.
Von
Janet Neiser
Eisenhüttenstadt
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Luna, Rocky, Balu, Max und Co

Welthundetag 2024: Luna, Rocky, Balu, Max, Charly und Buddy – diese Namen sind auf die Hunde in dieser Collage verteilt.

Hagen Bernard, Stefan Labahn, Janet Neiser

Mit Namen ist das so eine Sache. Sie sollen schön klingen, perfekt auf den Träger passen – was Größe, Ausdruck, Haarfarbe und Wesen angeht – und möglichst einfach zu schreiben sein. Einen Namen zu finden, der tatsächlich wie die Faust aufs Auge oder der Deckel zum Topf passt, ist oft schwer. Manche haben deshalb schlaflose Nächte. Anderen hilft eine Eingebung oder der Zufall. Das ist bei Menschen so, aber auch bei Hunden.

Wie wichtig die Namen der Vierbeiner für Frauchen und Herrchen sind, zeigt der Fakt, dass es bereits seit einer kleinen Ewigkeit ein Namensranking gibt. Und da fällt eines auf. Der weibliche Name Luna ist der absolute Renner. Schon seit elf Jahren steht er an der Spitze der Top Ten, die Tasso, das Haustierzentralregister für die Bundesrepublik Deutschland, jährlich veröffentlicht. Zuletzt war das für 2023 der Fall. Auf Platz 2 liegt seit immerhin vier Jahren Nala, gefolgt von Bella.

Auf den Plätzen 4 bis 10 folgen Maja/Maya, Frieda/Frida, Emma, Amy, Lucy, Lilly und Kira.

Die Favoriten für die Rüden

Und bei den Rüden? Ist seit nunmehr neun Jahren Balu ganz vorn. In den vergangenen Jahren hat sich zunehmend auch die Schreibweise Balou durchgesetzt. Die Dreier-Kombi Milo / Mailo / Milow landet seit 2020 auf Platz zwei, vor Charly / Charlie / Charly. Buddy, Bruno, Rocky, Loki, Leo, Lucky und Sammy folgen auf den Plätzen 4 bis 10.

Luna und Bella fallen Jana Feister, der Chefin vom Tierheim am See in Eisenhüttenstadt, ebenfalls sofort ein, wenn sie nach den häufigsten Hundenamen gefragt wird. Aber auch Paula taucht in ihrer Aufzählung auf. Bei den Rüden nennt sie Jack, Balu, Charly, Buddy und Tyson. Auffällig ist, die meisten Hundenamen bestehen aus zwei Silben.

„Die lassen sich einfach besser rufen“, erklärt Ute Valentin, die Chefin der Tierpension in Eisenhüttenstadt. Ein einsilbiger Name sei oft zu kurz, um vom Hund erkannt zu werden. Ein Name mit mehr als zwei Silben könnte zu lang sein.

Vorsicht bei diesen Namen

Auf die Frage nach ihren Namensfavoriten kann sich Ute Valentin nicht festlegen. Nele und Luna seien schön. Aber auch Ella, Elli und Nala klingen gut und oft in ihren Ohren. Bei den Rüden fällt ihr sofort Ramses ein. Und Bobby funktioniere auch.

Hundenamen von A bis Z

A wie Angel, B wie Bono, C wie Coco, D wie Dante, E wie Eco, F wie Fiete, G wie Geri, H wie Holly, I wie Indy, J wie Juli, K wie Kalle, L wie Laika, M wie Mojo, N wie Neo, O wie Ono, P wie Pepper, Q wie Queeny, R wie Raja, S wie Socke, T wie Toffee, U wie Uno, V wie Vasco, W wie Wolke, Y wie Yago und X wie Xeno.

Ist der Name eigentlich abhängig von der Größe eines Hundes? Bei den Hunden, die vermittelt wurden oder werden, gibt es sowohl kleine Lunas als auch große. Auf Rocky trifft dasselbe zu. Aber Ute Valentin hat auch schon die eine oder andere „Püppi“ in Pflege gehabt. Dieser Name werde eher kleinen Tieren gegeben. Schön findet sie ihn nicht. Ramses hingegen passe tatsächlich eher zu kräftigen Hunden.

Experten raten übrigens von Mats, Maus und Fritz als Hundenamen ab. Warum? Sie klingen so ähnlich wie die Kommandos „Platz!“, „Aus!“ und „Sitz!“ und könnten von Hunden missverstanden werden.

Das sagt der Jäger

Nicht nur nach dem Aussehen und dem Gusto geht es bei Boris Schnittker. Der Forstbetriebsleiter der Stiftung Stift Neuzelle ist passionierter Jäger und Hundeführer und lebt im Schlaubetal. „Wenn man in Rassehunde-Vereinen ist, dann ist die alphabetische Reihenfolge immer vorgegeben. Das heißt, beim ersten Wurf fangen alle Welpen mit dem A an, beim zweiten Wurf mit B und so weiter.“ Er selbst sei jetzt bei K angelangt, erzählt er. Ansonsten seien der Fantasie bei der Namensgebung keine Grenzen gesetzt.

Er selbst mag keine „Sweetie-Namen“, also so etwas wie Fiffi oder Jackie. Und er kenne Leute, die all ihre Hunde nach Schauspielern benennen. Da heißt der Rüde im C-Wurf dann beispielsweise Clint Eastwood vom Havelberg.

Boris Schnittker mit einer Schwarzwildbracke Festus im Jahr 2016

Boris Schnittker mit Festus, einem Schwarzwildbracken-Rüden, im Jahr 2016 im Neuzeller Fasanenwald.

Gerrit Freitag

Einen echten Lieblingsnamen habe er nicht, betont Schnittker. Das hänge immer auch vom Tier ab. Mit seinen besten Hunden verknüpfe er auch seine Namensfavoriten. Sein bester Rüde hieß Festus, das sei eine Schwarzwildbracke gewesen. Sein bester Rauhaardackel hatte den Namen Attila und sein bester Schweißhund Dolk.

Boris Schnittker verrät aber noch etwas, und zwar eine Sache, die Förster als Vertreter der grünen Zunft gerne machen würden. Da seien Hundenamen oft angelehnt an Baumarten. Beim E-Wurf könnte der Hund dann Eibe heißen oder beim L-Wurf Lärche.

Welthundetag 2024: Das ist mein Hund

In Deutschland leben nach aktuellen Umfragen mehr als 10 Millionen Hunde. Der Hund ist nach der Katze das beliebteste Haustier. Auch etliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Medienhaus genießen ein Leben mit Hund(en). Zum Welthundetag am 10. Oktober 2024 wollen wir sie zeigen - unsere Verlags-, Redaktions- oder eben Homeoffice-Hunde, garniert mit kleinen Geschichten und Anekdoten aus dem Alltag mit unseren bellenden Vierbeinern. Hier sind sie: