Hitze in Brandenburg: Was kostet es, eine Stunde den Garten zu wässern?

Bei der aktuellen Hitze laufen in vielen Gärten aktuell die Rasensprenger.
Karl-Josef Hildenbrand/dpaDie aktuelle Hitzewelle in Brandenburg lässt nicht nur Menschen und Tiere ächzen. Auch die Pflanzen im Garten müssen derzeit Temperaturen von bis zu 40 Grad „ertragen“. In den frühen Morgenstunden oder spät am Abend sind Garten- und Grundstücksbesitzer deshalb vermehrt mit dem Gartenschlauch unterwegs. Was kostet es aber, eine Stunde lang den Rasen bzw. Garten zu wässern? Wir haben es ausgerechnet.
Garten bei Hitze - Was kostet der Rasensprenger pro Stunde?
Die Kosten für den Betrieb eines Rasensprengers hängen von unterschiedlichen Faktoren ab. Wie groß ist die zu beregnende Fläche? Wie hoch ist der Wasserdurchfluss des genutzten Beregners? Wie hoch ist der Wasserdruck? Was kostet das genutzte Wasser pro Kubikmeter? Die Zahlen zum Beregner findet man beispielsweise beim Gartengerätehersteller Gardena. Die Firma gibt die Technischen Kenndaten für all seine Öberflächenregner hier gesammelt in einem PDF an. Darin sieht man, dass beispielsweise der häufig genutzte Schwenkregner „Polo“ bei einem Wasserdruck von 2 Bar einen Stundendurchfluss von 820 Litern hat. Damit können ohne Standortveränderung bis zu 100 Quadratmeter Garten bewässert werden. Diese 820 Liter müssen jetzt mit dem jeweils geltenden Wasserpreis multipliziert werden. Für die Stadt Cottbus beträgt dieser laut der Lausitzer Wasser GmbH aktuell pro Kubikmeter 1,47 Euro (brutto). Läuft das Gießwasser für den Garten nun auch noch über einen Gartenwasserzähler, kommen außer einer Grundgebühr keine weiteren Wasserkosten dazu. Ansonsten muss auch noch eine Abwassergebühr hinzugerechnet werden. Angenommen - es gibt einen Gartenwasserzähler - schlägt also das Betreiben des oben genannten Gartenregners pro Stunde mit etwa 1,20 Euro an reinen Verbrauchskosten zu Buche.
Trotz Hitze - Noch ist Wasser in Brandenburg nicht knapp
Trotz der heißen Sommertage rechnen die Wasserversorger in Brandenburg nicht mit ernsthaften Problemen. Dennoch sei ratsam, mit dem kostbaren Nass sparsam umzugehen, teilte der Landeswasserverbandstag Brandenburg mit.
Es sei aktuell mit einem steigenden Wasserverbrauch zu rechnen, weil mehr geduscht und getrunken werde. Dafür sei genügend Wasser vorhanden. „Damit dies aber auch überall so bleibt, sind die Wasserversorger auf solche Situationen vorbereitet.“ Dennoch rufe der Verband dazu auf, Gärten nachts und den Rasen möglichst gar nicht zu bewässern. „Auch das Autowaschen ist nicht zwingend erforderlich, die Befüllung von Pools sollte zurückhaltend erfolgen.“
