Staatstheater Cottbus: Intendant Hasko Weber wechselt nach Dresden

Hasko Weber, Schauspieler und Theaterregisseur, steht vor der Vertragsunterzeichnung zum neuen Intendanten des Staatsschauspiels Dresden im Schauspielhaus. Aktuell ist er noch Interimsintendant in Cottbus.
Robert Michael/dpa- Hasko Weber wird ab der Spielzeit 2027/28 Intendant des Staatsschauspiels Dresden.
- Bereits im Januar 2026 beginnt er mit den Vorbereitungen für seine neue Position.
- Sein Vertrag in Dresden läuft für fünf Jahre; er folgt auf Joachim Klement.
- Weber ist aktuell Interimsintendant am Staatstheater Cottbus – eine Position, die er nur für ein Jahr ausübt.
- Dresden ist für Weber eine Rückkehr: Hier war er bereits Schauspieler und Schauspieldirektor.
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Der Schauspieler und Regisseur Hasko Weber wird neuer Intendant des Staatsschauspiels Dresden. Er trete sein Amt zur Spielzeit 2027/28 an, teilte Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) am Dienstag in Dresden mit. Bereits im Januar 2026 beginne er mit den Vorbereitungen. Sein Vertrag in Dresden läuft für fünf Jahre. Er folgt auf Joachim Klement, der das Amt seit der Spielzeit 2017/2018 bekleidet.
Aktuell ist Hasko Weber Interimsintendant am Staatstheater Cottbus. Er übernahm das Haus zur Spielzeit 2025/26 von dem Schweizer Stephan Märki, dessen Vertrag im Sommer 2025 endete. Ab der kommenden Spielzeit übernimmt dann Berthold Schneider, zuletzt Intendant der Oper in Essen, den Posten des Intendanten am Staatstheater.
Intendant am Staatstheater Cottbus nur für ein Jahr
Hasko Weber, der das Staatstheater in Cottbus derzeit sehr erfolgreich führt, hatte von Anfang an deutlich gemacht, dass er nur für ein Interimsjahr zur Verfügung stehe. Die Einladung, ein Mehrspartenhaus für ein Jahr zu leiten, habe ihn gereizt, hat er im Sommer im Interview mit der Lausitzer Rundschau erklärt – und damals noch offengelassen, was nach dem Jahr in Cottbus für ihn auf dem Plan steht.
Dresden ist für Hasko Weber quasi ein Heimspiel: Er wurde 1963 an der Elbe geboren und ging zum Studium nach Leipzig und Karl-Marx-Stadt. 1990 erhielt er zunächst ein Gastengagement als Schauspieler am Staatsschauspiel Dresden und wurde ab der Spielzeit 1991/92 von Intendant Dieter Görne für die folgenden zwei Jahre am selben Haus als Schauspieler mit Regieverpflichtung fest engagiert. Von 1993 bis 2001 agierte er am Dresdner Theater als Schauspieldirektor. Nun kehrt er als Intendant in seine Heimatstadt zurück.
Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) nannte Weber einen der erfahrensten Intendanten im deutschsprachigen Raum, der Dresden und das Staatsschauspiel außerordentlich gut kenne. Er sei ein ausgezeichneter Vermittler und Kommunikator, der das Verbindende zwischen unterschiedlichen Positionen herausstelle und sich damit viel Respekt verschaffe. Sie hoffe auf eine „gute Kontinuität des Hauses“, sagte Klepsch.
Dresden - starkes Ensemble und starke Ausstrahlung
Nach den Worten von Hasko Weber hat das Verhältnis zwischen Ensemble und Publikum in Dresden „einen hohen Stellenwert“. Das Haus werde sehr stark über das Ensemble wahrgenommen, sagte er am Dienstag. Gerade in Zeiten politischer und sozialer Fragestellungen halte er die Kunst und den Austausch darüber für unverzichtbar.
Zu seinem neuen Amt sagte Weber: „Ich möchte das gern in die Hand nehmen.“ Er fühle sich in Dresden ein stückweit zu Hause. Vieles komme ihm vertraut vor. Das Staatsschauspiel habe ein starkes Ensemble und eine starke Ausstrahlung. Dies gelte es zu halten und weiterzuentwickeln.
Vor dem Hintergrund von Sparzwängen sagte der künftige Intendant, es gehe darum zu fragen, was Prioritäten sind und was ein Haus wie das Staatsschauspiel auch ändern könne. Die Bürgerbühne Dresden wolle er aber beispielsweise unbedingt erhalten und fortschreiben. (mit epd)


