Der Landesforstbetrieb steht in Verhandlungen, 300 Hektar Wald in Grünheide an Tesla zu verkaufen. Das erklärte Landwirtschaftsminister Axel Vogel (Grüne) am Donnerstag im Landtag. Der Erlös  werde in den Ankauf neuer Waldflächen fließen. Vogel verwies auf die Maxime der  Landesregierung, dass die Gesamtfläche des Landeswaldes nicht kleiner werden darf.

Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) erläuterte am Rande der Landtagssitzung, dass Tesla bei seiner Zusage bleibe, für die Rodung der Bäume das dreifache Areal neu aufzuforsten. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine gleich große Fläche neu zu bepflanzen. Laut Steinbach gibt es aktuell Probleme, eine so große Fläche für Aufforstungen zu finden. Er geht davon aus, dass mehrere kleinere Waldstücke, verteilt über das Land, neu entstehen werden.

 Wasser für 250 000  Autos

Zur Debatte um die Wassermengen, die die künftige Fabrik benötigen wird, gab der Minister Entwarnung. Für den ersten Bauabschnitt mit einer Jahresproduktion von 250 000 Pkw sind die regionalen Wasserbetrieb in der Lage, die Wassermengen zu liefern. Für die zweite (500 000 Autos) und dritte (750 000) Phase suche der Investor nach Lösungen, so der Wirtschaftsminister.

Der Wasserverband Strausberg-Erkner, der für die Wasserver- und entsorgung im Gewerbegebiet Freienbrink zuständig ist, erklärte am Donnerstag, dass ihm die benötigte Wassermengen bekannt sind. Entsprechende Investitionen vorausgesetzt, sei der Verband technisch in der Lage, die Versorgung für den ersten Bauabschnitt der künftigen Fabrik zu übernehmen.

Allerdings gebe es noch keine Zusage gegenüber Tesla, betonte Sprecherin Sandra Ponesky. Als Grund nannte sie, dass die dazu notwendigen administrativen Voraussetzungen durch das Umweltministerium und das Landesumweltamt noch  nicht erbracht wurden.