Sturm und Orkan: Sturmtief Jitka fegt durch Brandenburg – Feuerwehr räumt umgestürzte Bäume weg
Das Sturmtief „Jitka“ hat am Mittwoch (24. Januar) ersten Erkenntnissen zufolge nur kleinere Schäden in Brandenburg und Sachsen angerichtet. Zu insgesamt 51 Einsätzen musste die Feuerwehr im Süden Brandenburgs ausrücken. Das teilte die Leitstelle Lausitz in Cottbus am Donnerstagmorgen mit.
Die meisten wetterbedingten Einsätze wurden in den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster sowie im Süden von Dahme-Spreewald gezählt. Größtenteils waren es umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste auf Straßen und Wegen, die die Feuerwehr den Tag über bis in den Abend hinein in Atem hielten.
So wurde unter anderem die Feuerwehr Kolkwitz kurz nach 20.30 Uhr zu einem Hilfeleistungseinsatz zur Ortsverbindungsstraße zwischen Kolkwitz und Dahlitz im Landkreis Spree-Neiße gerufen. Dort musste ein umgestürzter Baum von der Straße entfernt werden; nach 45 Minuten war die Straße wieder frei.
Die Windgeschwindigkeit lag am Abend in der Lausitz noch bei etwa 70 Kilometer pro Stunde. Die stärkste Sturmböe wurde mit 100 Kilometern pro Stunde wurde in Baruth im Landkreis Teltow-Fläming gemessen. Berichte über verletzte Personen gab es nicht.
Der Deutsche Wetterdienst hatte eine amtliche Wetterwarnung für Sturm herausgegeben.
Hinzu kommen Tauwetter und Regen. In einigen Regionen Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens könnte die Kombination aus großen Regenmengen, Tauwetter und noch teilweise gefrorenen Böden erneut für Überschwemmungen sorgen. Wie schlimm es werden könnte und was Experten dazu sagen.
Amtliche Warnung vor Sturm in Sachsen und Brandenburg
Ein Sturmtief sorgte am Mittwoch für teils schwere Sturmböen in Sachsen und Brandenburg. „Wir müssen heute mit einer recht ausgedehnten Sturmlage rechnen“, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwochmorgen (24. Januar) mit.
Es seien Windgeschwindigkeiten von 70 bis 80 Kilometer pro Stunde zu erwarten. Zeitweise kann es dabei regnen. Vor allem in Schauernähe seien Sturmböen von 100 Kilometer pro Stunde möglich (Windstärke 10).
In den Hochlagen – vor allem auf dem Fichtelberg – können dem DWD zufolge sogar Windgeschwindigkeiten von rund 120 Kilometer pro Stunde auftreten - etwa Windstärke 12. Mit milden Höchsttemperaturen zwischen 10 und 13 Grad Celsius hat sich der Winter im Freistaat vorübergehend verabschiedet.
Tierpark in Cottbus nach Sturmwarnung wieder geöffnet
Der Tierpark in Cottbus hat am Donnerstag wieder für seine Besucher geöffnet, teil Stadtsprecher Jan Gloßmann mit. Aufgrund der Wetterwarnung blieb der Tierpark am Mittwoch geschlossen. Ein Sturmtief sorgte teils für schwere Sturmböen. Bereits am Vormittag erwartete der DWD Windgeschwindigkeiten zwischen 65 und 85 km/h, in Schauernähe sollten schwere Sturmböen um 90 km/h auftreten.
Hochwasser und Sturm in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt
Die Hochwassergefahr in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen könnte durch die Wetterlage wieder akuter werden. Grund ist ein Wetterumschwung mit Regen und milden Temperaturen, wie Cathleen Hickmann vom Deutschen Wetterdienst am Sonntag (21.01.) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
In Teilen Sachsen-Anhalts werden bis Mittwoch Regenmengen von bis zu 40 Liter pro Quadratmeter erwartet, in Sachsen und Thüringen immerhin noch bis zu 20 Liter. „Damit steigt die Gefahr von lokalen Überschwemmungen“, betonte Hickmann.
Hinzu käme, dass die Böden größtenteils nach dem Dauerfrost der vergangenen Tage noch gefroren seien und daher kein Wasser aufnehmen könnten. Zudem seien die Flüsse und zahlreiche Talsperren noch gut gefüllt.
Wie Experten die aktuelle Hochwassergefahr einschätzen, lesen Sie hier.
Das Wetter in Brandenburg zum Wochenstart
Auch für Brandenburg hat der DWD eine amtliche Wetterwarnung vor Sturm herausgegeben. Ein Sturmtief sorgt am heutigen Mittwoch (24.01.2024) teils für schwere Sturmböen in Berlin und Brandenburg. Am Morgen erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) bereits Windböen mit Geschwindigkeiten von rund 60 km/h.
Über den Vormittag verstärkt sich der Wind dann - es ist verbreitet mit Wind- und Sturmböen zwischen 65 und 85 Kilometer pro Stunde zu rechnen.
Zeitweise kann es dabei regnen. Vor allem in Schauernähe sind schwere Sturmböen bis 90 Stundenkilometer möglich.
Mit Temperaturen zwischen zehn und 13 Grad wird es mild, am Nachmittag bleibt es in Berlin und Brandenburg überwiegend trocken.
In der Nacht zum Donnerstag (25.01.) kann es bei starker Bewölkung erneut nass werden. Bis auf 5 Grad sinken die Temperaturen. Zunächst können noch Wind- und Sturmböen entstehen, im Lauf der Nacht soll der Wind langsam schwächer werden.
Am Donnerstag (25.01.2024) gibt es tagsüber noch viele Wolken, es regnet aber nur lokal. Die Höchstwerte liegen bei 7 bis 9 Grad Celsius. Auch in der Nacht zu Freitag (26.01.) bleibt es weitgehend niederschlagsfrei, es wird allerdings auch wieder etwas frischer bei Temperaturen zwischen 3 und 1 Grad.
Am Freitag (26.01.2024) erwartet der DWD erneut Regen, der zum Abend hin aber Richtung Polen abzieht. Im Tagesverlauf kommt es erneut zu stürmischen Böen, die auch noch am Samstag die Wetterlage bestimmen.


