Weihnachtsmarkt Berlin
: Bahnhof Friedrichstraße – neuer Markt bietet nicht nur Buden

Von Zaubershow bis Schlagerparty: Der neue Weihnachtsmarkt-Betreiber am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin kommt aus Brandenburg und hat sich einiges einfallen lassen.
Von
Maria Neuendorff
Berlin
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Joe Probst (mitte), der als Schausteller in der 4. Generation in Brandenburg Stadtfeste organisiert, betreibt nun auch den Weihnachtsmarkt am Bahnhof Berlin-Friedrichstraße.

Joe Probst (Mitte), der als Schausteller in der 4. Generation in Brandenburg Stadtfeste organisiert, betreibt nun auch den Weihnachtsmarkt am Bahnhof Berlin-Friedrichstraße. Was alles geboten wird.

Maria Neuendorff
  • Neuer Weihnachtsmarkt am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin bietet vielfältiges Programm.
  • Betreiber Joe Probst aus Brandenburg organisiert den Markt mit Attraktionen für Familien.
  • Highlights: Weihnachtsmann mit Rentieren am 11. Dezember und tägliches Kinderprogramm.
  • Gemütlicher Markt mit moderaten Preisen und freiem Eintritt, geöffnet bis 31. Dezember 2024.
  • Live-Musik, Schlagerpartys und Lasershows an Wochenenden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Märchenerzähler, Puppenspieler, Zauberer, Feuershow, Schlagerparty – das Programm des neuen Weihnachtsmarktes am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin ist schon ungewöhnlich. „Man muss den Leuten hier mehr bieten als Bratwurst und Glühwein“, findet Joe Probst. Der Schausteller aus Brandenburg, dessen lange Familientradition bis auf den berühmten Zirkus Probst zurückgeht, hat in diesem Jahr den Markt auf dem Dorothea-Schlegel-Platz übernommen.

Bieten will der 33-Jährige vor allem Familien mit Kindern etwas. „Wenn es für die Kleinsten auf dem Weihnachtsmarkt keine Angebote gibt, langweilen die sich doch spätestens nach zehn Minuten“, weiß der Vater von zwei Jungs im Alter von vier und neun Jahren.

Weihnachtsmann mit echten Rentieren in Berlin

Auf seinem neuen „Weihnachtsmarkt der 100 Sterne“ drehen sich nun bis zum 31. Dezember 2024 ein über 80 Jahre alter Kettenflieger (4 Euro pro Fahrt) sowie ein Weihnachtskarussell. Die Kids können aber auch ihr Glück an der Losbude oder am Greifautomaten versuchen, oder Preise beim Büchsenwerfen einheimsen.

Dazu gibt es fast jeden Nachmittag ab 15/16 Uhr auf der kleinen Bühne ein Unterhaltungsprogramm speziell für Kinder. Mal ist das eine Vorlesestunde mit Weihnachtsmärchen, mal tritt das Puppentheater Sternenzauber aus der Oberlausitz auf, mal verteilt ein Weihnachtsclown Geschenke oder es kommen Weihnachtsengel auf Stelzen angeflogen.

Am 6. Dezember hat zudem der Nikolaus kleine Geschenke für die jungen Gäste dabei. „Das größte Highlight ist für mich persönlich aber am 11. Dezember, wenn ab 16 Uhr der Weihnachtsmann mit zwei echten Rentieren den Weihnachtsmarkt besucht“, berichtet Probst, der in den vergangenen Jahren auch die Weihnachtswelt in der „Mall of Berlin“ in Mitte organisiert hat.

In Brandenburg veranstaltet der 1. Vorsitzende des Lausitzer Schaustellerverbandes unter anderem das Lübbener Spreewaldfest und das Schwedter Oktoberfest.

Der Weihnachtsmarkt am Bahnhof Friedrichstraße ist im Vergleich zu den großen Adventsmärkten in Berlin eher beschaulich und gemütlich und eignet sich deshalb auch gut für Familien mit kleinen Kindern.

Der Weihnachtsmarkt am Bahnhof Friedrichstraße ist im Vergleich zu den großen Adventsmärkten in Berlin eher beschaulich und gemütlich. Er eignet sich deshalb auch gut für Familien mit kleinen Kindern.

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Den Markt an der Friedrichstraße hat der Schausteller von der Jens Schmidt GmbH aus Velten übernommen, die mit dem großen Weihnachtsmarkt am Charlottenburger Schloss genug zu tun habe.

Der eher kleine Weihnachtsmarkt an der Friedrichstraße ist im Vergleich zu den großen Berliner Klassikern eher beschaulich, dafür muss man aber auch kein Massen-Gedränge fürchten, behält mit Kindern gut die Übersicht und vielleicht noch ein bisschen Restgeld im Portemonnaie. Denn den Glühwein gibt es dort noch zu Preisen ab 4 Euro, plus 2 Euro Pfand. Neben den Klassikern kann man auch Heidelbeer-, Kirsch-, Bratapfel- und Ingwer-Glühwein ordern oder sich mit Feuerzangenbowle und Kinderpunsch wärmen.

Auch die Preise für die Thüringer Bratwurst (5 Euro) oder polnische Piroggi, Bigos oder French Hot Dogs für 5,50 Euro sind im Vergleich zu vielen anderen Berliner Weihnachtsmärkten eher moderat. Dazu ist der Eintritt trotz Bühnenprogramm frei und die Anbindung direkt am U- und S- und Regionalbahnhof Friedrichstraße besonders für Pendler optimal. Einige wenige Stände bieten zudem Mützen, Schals, Schmuck, Weihnachtsdekoration oder Lakritze aus Schweden an.

Schlagerparty und Lasershow

Neben Familien sieht man an den kleinen, schön gestalteten Marktbuden sowie in den hölzernen Sitznischen auch Angestellte aus den umliegenden Büros beim Feierabend-Glühwein sitzen. Ab 18 Uhr gibt es an den Freitagen und Sonnabenden regelmäßig Live- oder DJ-Musik sowie Schlagermusik und sonnabends um 20 Uhr zusätzlich eine Lasershow.

„Der Name des neuen Marktes geht übrigens auf die 100 original Herrnhuter Sterne zurück, die den gesamten Markt überdachen und für schöne Lichteffekte sorgen“, erklärt Schausteller Joe Probst.

Öffnungszeiten

„Weihnachtsmarkt der 100 Sterne“, Dorothea-Schlegel-Platz, am Bahnhof Friedrichstraße. Geöffnet bis zum 31. Dezember 2024, Sonntag bis Donnerstag 11 bis 21 Uhr und Freitag bis Samstag von 11 bis 22 Uhr. Nur an Heiligabend bleibt der Weihnachtsmarkt geschlossen. Der Eintritt ist frei.