Der erste Herbststurm 2021 hat im Land Brandenburg zu vielen wetterbedingten Einsätzen der Feuerwehr geführt.
Die Kameraden und Kameradinnen mussten in der Nacht zum Freitag unter anderem in Lübben, Lübbenau, Luckau, Vetschau, Senftenberg, Döbern, Herzberg und Burg im Spreewald ausrücken. Das teilt die Leitstelle Lausitz am Freitagvormittag mit.
Zu insgesamt fast 30 Hilfseinsätzen verteilt auf alle Landkreise der Lausitz waren die Feuerwehren aufgrund des Sturmes unterwegs, so die Leitstelle weiter.
Meist waren es umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste, die aufgrund des Sturmes auf Straßen oder öffentlichen Wegen lagen und von den Feuerwehren beiseite geschafft werden mussten, teilt die Leitstelle Lausitz weiter mit. Auch Autos wurden beschädigt, Radfahrer verletzt.

Fahrradfahrer in Dahme-Spreewald durch herabstürzenden Baum leicht verletzt

Eine durch den Sturm herabstürzende Baumkrone hatte am Donnerstag gegen 20.30 Uhr zwischen Oderin und Teurow in der Gemeinde Halbe im Landkreis Dahme-Spreewald einen Opel getroffen. Dabei entstand laut Polizei ein Schaden von von etwa 3000 Euro. Verletzt wurde dabei niemand und das Auto blieb fahrtüchtig. Durch die Feuerwehr wurde der Baum von der Straße geräumt.
Am Freitagmorgen wurde der Polizei kurz vor 7 Uhr ein wetterbedingter Unfall aus Gräbendorf in der Gemeinde Heidesee im Landkreis Dahme-Spreewald gemeldet. Auf der Bundesstraße 246 und dem angrenzenden Radweg zum Tonsee hatte ein herabstürzender Baum einen Fahrradfahrer getroffen und dann einen Fiat. Der 30-jährige Radler erlitt leichte Verletzungen, so die Polizei. Der Schaden am Fiat summiert sich auf mehr als 1000 Euro.
Bereits am Donnerstagnachmittag wurden Polizei und Feuerwehr nach Bronkow im Landkreis Oberspreewald-Lausitz gerufen, da dort ein Baum auf die Straße gefallen war. Eine Skoda- Fahrerin hatte das Hindernis zu spät erkannt und war dagegen gefahren. Ihr Auto blieb mit Schäden von einigen hundert Euro fahrbereit. Der Baum wurde im Anschluss von der Feuerwehr von der Straße gezogen.
Bis Freitagmittag gingen immer wieder Notrufe bei der Leitstelle Lausitz ein. Überall in der Lausitz gab es weitere Feuerwehreinsätze wegen umgestürzter Bäume.

Sturmtief führte auch im Westen Brandenburg zu vielen Feuerwehreinsätzen

In Brandenburg an der Havel ist ebenfalls ein Radfahrer von einem umgestürzten Nadelbaum schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilte, wurde der 30-Jährige nach dem Unfall am Donnerstagabend von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. Das Sturmtief „Tim II“ führte in der Nacht zum Freitag auch im Westen Brandenburgs zu insgesamt 16 wetterbedingten Feuerwehreinsätzen.
Ein umgestürzter Baum beschädigte die Oberleitung der Bahn zwischen Brandenburg an der Havel und Kirchmöser. Die Bahnstrecke zwischen Berlin und Magdeburg sei zwischen 21.40 Uhr und 2 Uhr nicht befahrbar und bis vier Uhr nur eingeschränkt befahrbar gewesen, teilte ein Bahnsprecher mit. Am Freitagmorgen sei der Betrieb auf der Strecke aber wieder normal angelaufen.
Wetter in Brandenburg und Sachsen Einige Sturmböen in der Lausitz erwartet

Cottbus

Sturmtief zieht Richtung Belarus ab

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ist das Sturmtief bereits Richtung Belarus weitergezogen. Von Süden her setze sich ein leichter Hochdruckeinfluss durch. Das Wetter in Berlin und Brandenburg ist am Wochenende weiter von Wolken geprägt. Aber es wird bis zu 25 Grad Celsius warm.
Weitere Nachrichten zu Einsätzen von Polizei und Feuerwehr in der Region gibt es auf unserer Blaulicht-Themenseite.