Schülerinnen und Schüler in Berlin und Brandenburg starten am Donnerstag, 24. Juni, in die heiß ersehnten Sommerferien. Nach einem durch die Corona-Pandemie geprägten Schuljahr mit Homeschooling und Wechselunterricht zieht es viele Familien nicht nur an den nahegelegenen Badesee, sondern auch in ferne Gefilde. Sinkende Inzidenzen in einigen Reiseländern erleichtern dieses Vorhaben.
Neben Berlin und Brandenburg ist auch in Hamburg Ferienstart. Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben bereits seit einer Woche Ferien. Deshalb sei laut dem Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) vor allem im Norden mit Staus zu rechnen. Jedoch seien dort auch Autourlauber aus Nordeuropa und Menschen, die nicht an Ferientermine gebunden sind, auf den Straßen unterwegs.

Mit dem Auto ins Ausland – Einreise prüfen

Es ist unerlässlich sich vor Abfahrt darüber zu informieren, wie hoch das Ansteckungsrisiko am Zielort ist. Die besten Anlaufstellen sind die Website des Robert-Koch-Instituts und die Homepage des Auswärtigen Amts. Das Auswärtige Amt gibt Auskunft über die allgemeinen Einreisebedingungen in das Zielland, weist aber auch Corona-Risikogebiete und Virusvariantengebiete aus. Anhand von (Teil-)Reisewarnungen kann sich orientiert werden, ob eine derzeitige Reise in das Areal ratsam ist.
In Europa fällt ab dem 1. Juli 2021 die pauschale Reisewarnung für Risikogebiete. Es gibt keine allgemeine Quarantänepflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten wurde. Dennoch könnn die Staaten im Rahmen ihrer eigenen Regelungen einen negativen Antigen-Schnelltest oder PCR-Test verlangen. Auch Einreiseanmeldungen, die immer am Körper getragen werde müssen, können notwendig sein.

Autofahrclubs rechnen mit Trend zum Inlandstourismus

Die bisher strengen weltweiten Einreisebeschränkungen hatten einen verstärkten Inlandstourismus zur Folge: 2020 verreisten innerhalb Deutschlands zahlreiche Urlauber. Trotzdem traf die Krise das Hotel- und Gaststättengewerbe hart: Laut dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband e.V. brachen die Übernachtungszahlen um 39 Prozent ein Im Raum Berlin-Brandenburg ging die Zahl um rund ein Drittel zurück.
Ds tut der Reisebereitschaft keinen Abbruch: Aufgrund der sinkenden Infektionsfällen rechnen die Autofahrerclubs mit einem verstärkten Ausweichen auf die Straße. Zwar werde es ähnlich wie im Vorjahr aufgrund der Corona-Krise keinen typischen Reiseverkehr geben. Trotzdem sei auf verschiedenen Strecken mit Staus zu rechnen.

Staugefahr auf der A 10 und der A 24 in Brandenburg und Berlin

Nach der Stauprognose des ADAC sei die Staugefahr am kommenden Freitagnachmittag, am Vormittag und frühen Nachmittag des Samstags sowie am Sonntagnachmittag am größten. Viel Geduld sollten Autofahrer auf der A 10 (Berliner Ring) haben.
Sowieso besonders staubelastete Autobahnabschnitte befinden sich vor allem im nördlichen Teil Brandenburgs - und zwar auf der A 24 in Richtung Hamburg sowie am Kreuz Uckermark. Daneben gehen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern in die zweite Ferienwoche, sodass auch aus diesen Bundesländern noch Urlauber in die Sommerferien aufbrechen werden.
Dazu gesellt sich ein großer Anteil von Tagesausflüglern, die das schöne Wetter nutzen möchten. Deshalb sollten Autofahrer auf den Zufahrtsstraßen in die Berge und Seenlandschaften längere Fahrzeiten einkalkulieren.
Auch im Auto heißt es Abstand halten und Rettungsgasse bilden.
Auch im Auto heißt es Abstand halten und Rettungsgasse bilden.
© Foto: Holger Hollemann/dpa

Tipps für die Reise mit dem Auto aus Berlin oder Brandenburg

  • Autofahrer müssen täglich mit Schwerverkehr rechnen. Das sonst übliche LKW-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen ist im Zuge der Corona-Krise bis Ende Juni ausgesetzt.
  • An den Grenzübergängen müssen sich Autofahrer sowohl bei der Ausreise als auch bei der Einreise auf Wartezeiten durch Corona-Kontrollen einstellen. Für die Rückkehr aus einem Risikogebiet nach Deutschland ist ein Negativtest erforderlich.
  • Die Rettungsgasse muss bereits gebildet werden, wenn der Verkehr beginnt zu stocken, und nicht erst, wenn der eigene Wagen zum Stehen kommt.
  • Das Aussteigen auf der Autobahn ist gesetzlich verboten. Dasselbe gilt für das Wenden des Fahrzeugs entgegen der Fahrtrichtung.
  • Der Standstreifen ist für Pannenfahrzeuge reserviert. Wer ihn bei Stau benutzt, um die nächste Autobahnausfahrt schneller zu erreichen, riskiert 75 Euro Bußgeld und einen Punkt.